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Leben in Wiesbaden

Veranstaltungsreihe zum Thema Femizide

Eine hybride Veranstaltungsreihe zum Thema "Femizide" findet vom 26. September bis zum 23. November an drei Abenden statt.

Femizid in Deutschland ist real, Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Jeden dritten Tag bezahlt eine Frau in Deutschland männliche Gewaltexzesse mit ihrem Leben. Aufgrund von Corona und der damit einhergehenden Lockdown Situationen wurden die unerträglich hohen Zahlen nochmals gesteigert. Folgen wir der Statistik, kennt in Deutschland jede Person einen Täter oder ein Opfer. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe sollen die Situation, Ursachen und mögliche Lösungen beleuchtet werden. Alle Veranstaltungen finden live statt und die Veranstaltungen werden gestreamt über den Youtube-Kanal des "frauen museum wiesbaden". 

26. September, 17 Uhr: Autorin Christina Clemm liest aus "AktenEinsicht"

Die Autorin Christina Clemm liest aus ihrem Buch "AktenEinsicht". Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage von Gewalt gegen Frauen als einem alltäglichen Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. "AktenEinsicht" erzählt Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei. Christina Clemm arbeitet als Strafverteidigerin und als Nebenklagevertreterin von Opfern sexualisierter und rassistisch motivierter Gewalt. Sie ist Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht in Berlin und war Mitglied der Expertenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts des BMJV. Im anschließenden von Kim Engels vom "frauen museum wiesbaden" moderierten Gespräch, können Fragen aus dem Publikum diskutiert werden.

Datum: Sonntag, 26. September, 17 Uhr, Veranstaltungsort:  KUZ Schlachthof Wiesbaden, Kesselhaus, Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden

15. Oktober, 19 Uhr: Judith Götz liest aus "Frauen*rechte und Frauen*hass"

Die Autorin Judith Götz liest aus ihrem Buch "Frauen*rechte und Frauen*hass, Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt". Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Phänomen von Antifeminismus und Frauenhass. Der Glaube an die männliche Vorherrschaft bildet die Grundlage für Beziehungsgewalt, sexualisierte Gewalt, Femizide und antifeministischen Terrorismus. Judith Götz ist Bestandteil des Autorinnenkollektivs Feministische Intervention (AK Fe.In). Dieses besteht aus Mitgliedern des Forschungsnetzwerks Frauen und Rechtsextremismus, der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU) und des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin e. V. (apabiz). Sie betreiben Recherche, Forschung und Analyse an der Schnittstelle von Aktivismus und Wissenschaft. Im anschließenden von Kim Engels vom „frauen museum wiesbaden“ moderierten Gespräch, können Fragen aus dem Publikum diskutiert werden.

Datum:  Freitag, 15. Oktober, 19 Uhr, Veranstaltungsort:  Saal im Roncallihaus, Friedrichstraße 26-28, 65185 Wiesbaden

23. November, 19 Uhr: Podiumsdisksussion zum Thema Femizide

Femizid in Deutschland ist real, die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Jeden dritten Tag bezahlt eine Frau in Deutschland männliche Gewaltexzesse mit ihrem Leben. Aufgrund von Corona und der damit einhergehenden Lockdown-Situationen wurden die unerträglich hohen Zahlen nochmals gesteigert. Folgen wir der Statistik, kennt in Deutschland jede Person einen Täter oder ein Opfer. Dieses Phänomen ist global. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden weltweit täglich 137 Frauen von einem Familienmitglied oder (Ex-)Partner getötet. Dies sind rund 60 Prozent aller getöteten Frauen weltweit.
In Deutschland und Frankreich sind das über 120 Femizide pro Jahr und Land. In Österreich wurden in diesem Jahr bis Anfang Mai schon elf Frauen getötet. Frauen und Mädchen werden vielfach und nach wie vor als „selbst schuld“ stigmatisiert. Immer noch wird Gewalt gegen Frauen verharmlost, indem von Beziehungstaten, Verbrechen aus Leidenschaft oder Familiendramen geredet wird. Echte präventive Maßnahmen fehlen, auch wenn der Sachverhalt seit Jahrzehnten bekannt ist. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe wollen wir die Situation, die Ursachen und mögliche Lösungen beleuchten, denn während im Ausland Hunderttausende gegen Frauenmorde protestieren, ist es in Deutschland immer dann auffällig still und regungslos, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht.

  • Moderation Antonella Berta, Moderatorin der Podiumsdiskussion, ARD-Journalistin & Autorin der Reportage "Femizid - Wenn Männer ihre Partnerinnen töten"

Podiumsteilnehmende

  • Dr. Monika Hauser, Gründerin von "medica mondiale", 2008: Auszeichnung "Right Livelihood Award" (Alternativer Nobelpreis)
  • Roland Hertel, Geschäftsführender Vorstand der BAG Täterarbeit, Häusliche Gewalt e.V.
  • Barbara Lochbihler, Menschenrechtsexpertin unter anderem im UN Ausschuss gegen Erzwungenes Verschwindenlassen
  • Gunda Opfer, Expertin zum Thema "Menschenrechtsverletzungen an Frauen" von Amnesty International Deutschland.
  • Professorin Dr. Uta Ruppert, Professorin für Politikwissenschaft und politische Soziologie

Datum: Dienstag, 23. November 2021, 19 Uhr, Veranstaltungsort: Saal im Roncallihaus, Friedrichstraße 26-28, 65185 Wiesbaden

Schirmfrau der Veranstaltungsreihe ist Schwester Lea Ackerman - Frauenrechtlerin und Gründerin der Frauen-Hilfsorganisationen SOLWODI und SOLGIDI

Die Veranstaltungsreihe wird durch das "frauen museum wiesbaden", Amnesty International Wiesbaden, die Kommunale Frauenbeauftragte, die Burgfestspiele, das Frauenkommunikationszentrum Wiesbaden, KomZ Wildwasser Wiesbaden und „Das Bundesprogramm Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit, unterstützt: "Femizid – jeden dritten Tag" Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung. Alle weiteren Informationen zur Veranstaltungsreihe können Sie dem Flyer hier entnehmen.

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