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Leben in Wiesbaden

Kinderrechte in Wiesbaden

Seit vielen Jahren setzt sich die Stadt Wiesbaden für die Umsetzung der Rechte der Kinder ein, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten sind.

Über 30 Jahre Kinderrechte

Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete das "Übereinkommen über die Rechte der Kinder" - UN-Kinderechtskonvention genannt - am 05. April 1992 und verpflichtete sich hierdurch für die Umsetzung der Kinderrechte in ihrem Land einzutreten.

Durch die Verankerung der Kinderrechte in der hessischen Landesverfassung im Oktober 2018 wurde die Position der Kinder im hessischen Rechtssystem gestärkt und ein klares Zeichen für mehr Kinderfreundlichkeit in Hessen gesetzt wird.

Auf lokaler Ebene hat die Abteilung Jugendarbeit im Amt für Soziale Arbeit gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund, OV Wiesbaden bereits 1999 begonnen dieser Verpflichtung nachzugehen. In diesem Zusammenhang unterzeichneten am 1. Juni 2000 Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung die Konvention und verpflichteten sich, „dafür einzutreten, dass diese in Wiesbaden bekannt gemacht, akzeptiert und eingehalten wird". Jährlich um den 20. September wird deshalb in Wiesbaden das Kinder- und Familienfest zum Weltkindertag gefeiert, in dessen Fokus die Kinderrechte stehen.

Wiesbadener Kinderrechte-Denkmal und der Platz der Kinderrechte

2001 entwarfen im Rahmen eines Ferienworkshop im Kinderzentrum Georg-Buch-Haus Kinder ein Kinderrechte-Denkmal, das vom Künstler Alexander Lihl gemeinsam mit den Kindern umgesetzt und im Jahr 2004 in der Adolfsallee aufgestellt wurde.

Im Jahr 2019 gab es ein Jubiläum zu feiern: Am 20. November 2019 wurden die Kinderrechte der Vereinten Nationen 30 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums startete das Amt für Soziale Arbeit gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund das Vorhaben "Kinderrechte in Wiesbaden sichtbar machen".  Um die Kinderrechte weiter in den Fokus der Stadtöffentlichkeit zu rücken und den Platz um das Kinderrechte-Denkmal in der Adolfsallee aufzuwerten, wurde der Ort auf dem das Kinderrechte-Denkmal steht, in "Platz der Kinderrechte" benannt.  Die Eröffnungsfeier des Platzes am 24. Mai 2019 bildete den Startschuss für das Vorhaben "Kinderrechte in Wiesbaden sichtbar machen".

Landkarte der Kinderrechte

Nun ist der nächste Schritt im Vorhaben erfolgt: In der ersten Herbstferienwoche haben Kinder der Betreuenden Grundschule an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule zum Thema "Rechte der Kinder", unter Anleitung des Wiesbadener Künstlers Rüdiger Steiner, gearbeitet. Entstanden sind dabei Modelle für Installationen, die den Platz in der Adolfsallee weiter beleben sollen. Als für sie zentrales Kinderrecht für ihre Modelle wählten die Kinder "das Recht auf ein sicheres Zuhause". Die Themen Geborgenheit, Schutz, Familie und Armut spielten dabei eine wichtige Rolle.

Passend zum Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention wurden am 20. November 2019 die Modelle der entworfenen Kinderrechte-Installationen in der Mensa der Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule präsentiert und Wunschorte sowie Umsetzungsmöglichkeiten mit den Kindern diskutiert. Eines der Modelle soll im Jahr 2020 als ein zweiter Kinderrechteort, neben dem Kinderrechte-Denkmal, dauerhaft aufgestellt werden.

Weitreichendes Ziel ist es in Wiesbaden eine "Landkarte der Kinderrechte" zu schaffen, in der die zehn wichtigsten Kinderrechte interaktiv von Kindern und Erwachsenen erkundet werden können.

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Platz der Kinderrechte in der Adolfsallee. wiesbaden.de / Foto: wi&you
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