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Beten für den Frieden

Rund um den Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar lädt die Evangelische Kirche in Wiesbaden zu drei Veranstaltungen ein, die die Themen Krieg und Frieden aus verschiedenen Perspektiven aufnehmen – Kunst, Musik und Gespräch.

Beten um den Frieden: Was bringt es?

Warum beten wir um Frieden? Dieser Frage geht ein Gesprächsabend mit theologischen Impulsen am Donnerstag, 23. Februar, 19 Uhr, im Gemeindesaal der Ringkirche (An der Ringkirche 3) nach. Es war vielen Menschen besonders zu Beginn des Ukraine-Krieges ein Bedürfnis, in das Gebet um Frieden einzustimmen. Aber warum? Was tun wir, wenn wir um Frieden beten? Gespächstpartner:innen sind die Theologin Dorothea Erbele-Küster von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Michael Töpel, Komponist der Friedenskantate, und der Wiesbadener Dekan Dr. Martin Mencke. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Eintritt frei, keine Anmeldung.

Exponate zeigen Schrecken des Krieges

Die Evangelische Kreuzkirchengemeinde in Wiesbaden zeigt eine Ausstellung mit den Exponaten des Mainzer Künstlers Thomas Richartz. Richartz hat sich für seine Werke von dem Stummfilm "Arsenal" des russischen Regisseurs und Schriftstellers mit ukrainischer Herkunft Oleksandr Dowschenko leiten lassen. Dieser Revolutionsfilm von 1929 heroisiert den Januaraufstand 1918 in der Kiewer Waffenfabrik Arsenal gegen die Bourgeoisie, inspiriert von Werken der Künstlerpersönlichkeiten Otto Dix und Käthe Kollwitz.

Richartz hat Filmstills der Aufständigen auf Leinwand gebannt. Der Künstler zeigt auf eindringliche Weise die psychischen und körperlichen Leiden der Menschen und die Schrecken der kriegerischen Auseinandersetzung und schlägt gleichzeitig einen historischen Spannungsbogen von der Oktoberrevolution zur aktuellen politischen Situation.

Mit der Vernissage verbunden ist die Uraufführung der Neuvertonung des Stummfilmklassikers "Arsenal" mit der elektronischen Musik des Mainzer Komponisten und Musikproduzenten Patrick C. Engel im Anschluss an die Eröffnung (Synthesizer, Drumcomputer und Sampler).

Die Ausstellung wird am Freitag, 24. Februar, um 18 Uhr in der Ev. Kreuzkirchengemeinde (Walkmühltalanlagen 1, 65195 Wiesbaden) eröffnet. Die Präsentation endet am Karfreitag, 7. April. Öffnungszeiten: Sonntag 10 bis 12 Uhr, Dienstag bis Freitag 9 bis 13 Uhr und Mittwoch 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 0178 / 5566707.

Friedenskonzert

Am Samstag, 25. Februar, 17 Uhr, ist in der Wiesbadener Ringkirche ein Friedenskonzert mit zwei Werke des 21. Jahrhunderts: Hauptwerk ist die Friedenskantate des Lübecker Komponisten Michael Töpel von 2014. Ausgehend vom „Verleih uns Frieden“, was das ganze Werk durchzieht, stellt Töpel eine sehr persönliche Auswahl verschiedener Texte vor, in denen die Frage nach Krieg und Frieden immer wieder durch die Bitte um Frieden begleitet wird. Die Hauptrolle übernehmen Chor und Streichorchester, während den Solisten mit Pauke, ein klassisches Militär-Instrument, und mit der Flöte, das Instrument des mythologischen Pan, zur Seite gestellt werden.

Ergänzt wird das Programm durch das Stück „The Fruit of Silence“ von Peteris Vasks auf einen Text von Mutter Theresa.

Es musizieren die Seniorenkantorei und Mitglieder des Staatsorchesters unter Leitung von Kantor Hans Kielblock. Solisten sind Marlene Schober (Sopran) und Johannes Hill (Bariton).

Karten für das Friedenskonzert in der Ringkirche (30/21/12 Euro, ermäßigt 28/19/10 Euro) sind erhältlich bei der Tourist Info, im Gemeindebüro der Ringkirche und an der Abendkasse.

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