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Leben in Wiesbaden

Gesamtstädtische Planungsziele im FNP

Die Aussagen des Flächennutzungsplans setzen den Rahmen für die räumliche und strukturelle Gesamtentwicklung der Stadt und stellen die städtebaulichen Zielvorstellungen für einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren dar.
Der wirksame Flächennutzungsplan konkretisiert das Leitmotiv der nachhaltigen Stadtentwicklung für Wiesbaden in folgenden Bereichen:

Stadtstruktur

Die historisch gewachsene Stadtstruktur mit der kompakten Kernstadt, den industriell geprägten Bereichen an Rhein und Main und den teilweise dörflich geprägten Vororten soll erhalten und weiterentwickelt werden.

Die bestehenden Siedlungsstrukturen werden durch die Nutzung von Flächenpotenzialen im Innenbereich weiter stabilisiert, durch neue Bauflächen arrondiert und so in einem verträglichen Maß in Natur und Landschaft integriert.

Durch eine kleinteilige Funktionsmischung wird eine umwelt- und sozialverträgliche Siedlungsstruktur erzielt. So können die städtische Quartiere belebt und die Infrastruktur im Stadtviertel kann gefördert werden. Eine optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) trägt zur Verkehrsvermeidung bei.

Innenstadt

Die Innenstadt, insbesondere das historische Fünfeck, soll öffentlicher, lebendiger und multikultureller Dreh- und Angelpunkt der Gesamtstadt sein. Hierzu werden Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit, Erholung und Kultur als erlebbare Einheit betrachtet. Dabei kann die Funktion Wiesbadens als Kur-, Kongress- und Messestadt sowie als Kultur-, Medien- und Filmstadt weiterentwickelt und neu definiert werden.

Innerstädtische Freiräume und Plätze sollen erlebbar miteinander verbunden und mit mehr Aufenthaltsqualität ausgestattet werden. Um die Lebens- und Wohnqualität zu erhöhen, steht in den hochverdichteten Wohnbereichen die Herstellung und Erweiterung von Grünflächen als Aufenthalts-, Spiel- und Erholungsflächen im Vordergrund. Hierbei werden die Freizeitbedürfnisse von Familien und Jugendlichen berücksichtigt.

Vororte

Die teilweise ländlich geprägten Vororte von Wiesbaden sollen im Sinne eines verträglichen Mit- und Nebeneinanders von Wohnen, Grundversorgung, Landwirtschaft, Handwerk und Kleingewerbe stabilisiert und gestärkt werden. Auf Grund des Strukturwandels in der Landwirtschaft müssen sich die Vororte auch neuen Aufgaben und Funktionen öffnen und diese unter anderem im Rahmen der behutsamen Dorferneuerung bewältigen.

Wohnen und Arbeiten

Wiesbaden hat im Januar 2003 zirka 270.000 Einwohner. In der Bevölkerungsprognose bis zum Jahr 2020 wird ein Bevölkerungswachstum in der mittleren Variante von zirka 6.000 Einwohnern, in der oberen Variante von zirka 9.000 Einwohnern prognostiziert.

Zur Deckung des daraus resultierenden Bedarfs an Wohnraum stellt der Flächennutzungsplan neue Bauflächen dar, in denen zirka 3.000 Wohneinheiten erstellt werden können. Weit mehr können im Bestand und langfristig in Konversionsgebieten realisiert werden. Damit wird ein Großteil des neuen Wohnraums durch Maßnahmen der Innenentwicklung bereitgestellt.

Des Weiteren werden neue gewerblich nutzbare Bauflächen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Wiesbaden dargestellt. Das dezentral im Stadtgebiet verteilte Gewerbeflächenangebot besteht aus gewerblichen und gemischten Bauflächen sowie aus Flächen für Büro- und Verwaltungsnutzungen und für großflächigen Einzelhandel.

Verkehr

Die Lage Wiesbadens in einer dynamischen Region erfordert eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. Die Optimierung des ÖPNV und der Ausbau der Fuß- und Radwegnetze, die Reduzierung der Lärm- und Luftschadstoffbelastung an den Straßen und die Sicherung und Weiterentwicklung des bestehenden Hauptverkehrsstraßennetzes sowie der Schienentrassen können dazu einen sinnvollen Beitrag leisten.

Als Fachbeitrag konkretisiert der Verkehrsentwicklungsplan diese Planungsabsichten.

Umweltqualität

Die natürliche Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und seiner Potenziale ist als Lebensgrundlage für Wiesbaden langfristig von entscheidender Bedeutung. Daher sollen Natur und Landschaft, die Schutzgebiete, das Wasserdargebot, die Bodengüte, das land- und forstwirtschaftliche Ertragspotenzial und auch die Erholungsqualität im Hinblick auf den Immissionsschutz sowie die klimatische Regeneration gesichert und weiterentwickelt werden. Die Stadtentwicklung soll sich an der naturräumlichen Ausstattung der Teilräume, ihrer Empfindlichkeit und Schutzwürdigkeit orientieren.

Der Flächennutzungsplan integriert die wesentlichen Ziele des Landschaftsplans.

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