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Leben in Wiesbaden

Friedhofsflächenbedarf Wiesbaden 2030

Friedhöfe dienen als Orte für die Bestattung und haben zudem als Grün- und Freiflächen vielfältige weitere Funktionen für die Stadtentwicklung. Viele Friedhofsanlagen im Stadtgebiet sind bereits sehr alt und haben oftmals auch besonderen denkmalpflegerischen Wert. Sie sind daher in ihrem Bestand zu sichern und bedarfsgerecht zu entwickeln. Hierfür wurden in der Vergangenheit auch Friedhofserweiterungsflächen im Stadtgebiet vorgehalten beziehungsweise planungsrechtlich gesichert.

Im Auftrag des Grünflächenamtes der Landeshauptstadt Wiesbaden erarbeitete das Stadtplanungsamt in Verbindung mit dem Amt für Statistik und Stadtforschung die Fortsetzung des Gutachtens über den Bedarf an Friedhofsflächen und die Inanspruchnahme von Friedhofserweiterungsflächen im Stadtgebiet bis zum Jahr 2030. Die Ergebnisse dienen zum einen der Friedhofsverwaltung für ein bedarfsgerechtes Flächenmanagement auf den jeweiligen Friedhöfen. Sie geben zum anderen Anhaltspunkte für die Stadtentwicklung und Bauleitplanung mit Blick auf den zukünftigen Bedarf an Friedhofsflächen.

Fazit der Flächenbedarfsprognose 2030

Die aktualisierte Flächenbedarfsprognose 2030 zeigt, dass auf den meisten Friedhöfen im Stadtgebiet im Prognosezeitraum eine Deckung des Bedarfs an Grabfläche im derzeitigen Friedhofsbestand möglich sein wird.

Insgesamt ist trotz partiell steigender Bevölkerungs- und Sterbezahlen für die Wiesbadener Friedhöfe ein Rückgang der Grabflächenbedarfe festzustellen. In den letzten Jahrzehnten wurden Flächen für die Friedhofserweiterung bauleitplanerisch gesichert, die vor dem Hintergrund der nun vorliegenden, differenzierten Prognose bis zum Jahr 2030, voraussichtlich in diesem Zeitraum zumindest teilweise nicht mehr für diesen Zweck benötigt werden.

Die bestehenden planungsrechtlich gesicherten Erweiterungsflächen sollten im Wesentlichen jedoch erhalten bleiben, um die Aufgaben der Friedhöfe auch in Zukunft zu sichern. Im Zusammenhang mit Bestattungen ist die Unsicherheit durch Veränderungen bei der Grabartenwahl am stärksten zu gewichten. Die Zunahme des Anteils an Feuerbestattungen führt zu einem geringeren Flächenbedarf gegenüber der früheren Auslegung der Friedhöfe für den Regelfall der Erdbestattung. Auch die Zunahme anderer Glaubensrichtungen mit den Bedürfnissen nach spezifischen Bestattungsritualen verändert das im letzten Jahrhundert entstandene Bild der Friedhofslandschaft. Aber es muss beachtet werden, dass sich die Trends der vergangenen Jahre auch wieder umkehren können. Deshalb sollte das Vorhalten der planungsrechtlich gesicherten Flächenreserven für die Entwicklung von Friedhöfen auch zukünftig erfolgen.

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