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Leben in Wiesbaden

Hintergrund-Interview

Hintergrund-Interview mit Jan Schöffner, dem zuständigen Bauleiter beim städtischen Tiefbau- und Vermessungsamt.

Für den Laien ist zwischen Museum und RheinMain CongressCenter ein großes Loch, in dem Bauarbeiten stattfinden. Was passiert da genau?

"Was aussieht wie eine einzige große Baustelle, ist in Wahrheit ein aufeinander abgestimmter Bauablauf, in dem verschiedene Gewerke Hand in Hand gehen. In dem Baufeld wurde im März bereits die ESWE-Fernwärmeleitung fertig gestellt; das Tiefbauamt ist derzeit für die Wasseranlage vor dem Museum verantwortlich und wird dann die neuen Fahr- und Gehwege inklusive neuer Verkehrsinsel und Beleuchtung bauen; das RMCC gestaltet auf der westlichen Seite seinen Vorplatzbereich und das Land Hessen wiederum erneuert die Kolonaden vor dem Museum. Und zwischendrin haben wir für die ELW noch einen nötigen Versorgungsschacht zum Abwasserkanal gesetzt."

Wie lange wird denn noch gebaut?

"Geplant ist, dass alle Bauarbeiten Anfang 2018 beendet sind."

Was bekommen die Wiesbadener dann für einen Platz?

"Die wesentlichen Inhalte der Planung sind, den derzeit siebenspurigen Verkehrsraum um drei Spuren zu reduzieren, um die gewonnene Fläche den beiden Anliegern RMCC und Landesmuseum als Vorfläche und Aufenthaltsbereich zuzuordnen sowie eine breite Mittelinsel zur Vereinfachung der Überquerung für die Fußgänger anzubieten. Außerdem werden auf den Fahrbahnen Schutzstreifen für den Radverkehr angeordnet. Im gesamten Bearbeitungsbereich, also von Gebäude zu Gebäude - ausgenommen die Fahrbahnen – soll ein einheitlicher hochwertiger Plattenbelag verlegt werden; die Fahrbahnen sollen dabei farblich angepasst werden. Die Mittelallee soll in Form und Funktion erhalten werden, jedoch durch eine Zäsur im Bereich des Durchgangs des RMCC zur Adelheidstraße deutlich markiert werden. Dieser Teil der Mittelallee soll zukünftig von Parkständen frei sein und die ungehinderte Sicht auf den Haupteingang des RMCC ermöglichen. Analog zur Freiflächengestaltung des RMCC soll es auch vor dem Museum einen Wasserspiegel geben, in dem sich die Fassade des Theodor-Fischer-Baus spiegelt und dessen Verdunstung sich positiv auf das Kleinklima auswirken kann. Diesem Wasserelement sollen Sitzwürfel zugeordnet werden, die einen längeren Aufenthalt ermöglichen. Die öffentliche Straßenbeleuchtung wird auf der Mittelinsel platziert, um sich auch beleuchtungstechnisch von der Gestaltung der Wilhelmstraße abzusetzen und das Thema des Übergangs in einen anderen Stadtraum zu unterstützen. Dadurch kann auch die geplante Beleuchtung der Fassaden des RMCC sowie des Landesmuseums besser zur Geltung kommen."

Was gibt es noch?

"Parallel zu unserer Baumaßnahme werden die Eingangssituation des Landesmuseums aufgewertet und die Kolonnaden saniert – eine Maßnahme des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Und die Außenanlagen des RMCC werden fertiggestellt."

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