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Leben in Wiesbaden

Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen zum Ostfeld

Die vorbereitenden Untersuchungen zum Projekt Ostfeld sind abgeschlossen. Projektleiter Jo Mengden und SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin übergaben aus diesem Anlass am 25. Juni 2019 Oberbürgermeister Sven Gerich den Abschlussbericht. Der Bericht empfiehlt die Einleitung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme. Mit dem vorliegenden Bericht sei nun die Grundlage geschaffen, um auf Basis aller Fakten eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Nun sollte Wiesbaden diese - vermutlich einmalige - Chance nutzen und im Ostfeld einen neuer Stadtteil für rund 10.000 Bewohnerinnen und Bewohner entstehen lassen. Heute müssen die Weichen gestellt werden, damit es auch in Zukunft in Wiesbaden noch bezahlbaren Wohnraum gibt.

Nach der Sommerpause 2019 soll dann der Bericht in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung und in den Ortsbeiträten diskutiert werden. Es ist geplant, dass das Stadtentwicklungsdezernat hierfür als Diskussionsgrundlage eine Sitzungsvorlage in die Stadtverordnetenversammlung einbringt, in der die nächsten Verfahrensschritte festgelegt und – ein positives Votum der Stadtverordnetenversammlung vorausgesetzt – die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme formal per Satzungsbeschluss beschlossen werden soll.

Das im Rahmen der Untersuchungen entwickelte Strukturkonzept als Vision für das Gebiet Ostfeld sieht im Kern eine Entwicklung im Bereich der Siedlung Am Fort Biehler vor. Hier ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit hoher Dichte geplant. Im nördlichen Bereich des Untersuchungsgebietes gegenüber dem Gewerbegebiet Erbenheim soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Das bestehende Gewerbegebiet am Dykerhoffbruch soll weiterentwickelt werden. Der Untersuchungsbericht stellt dar, dass die Aspekte zu Umwelt, Klima, Verkehr und Infrastruktur im Planungsprozess berücksichtigt und die Lösungsansätze zur Optimierung im Rahmen der weiterführenden Planungen in den kommenden Jahren möglich sind.

Der Großteil der Entwicklungsflächen im Untersuchungsgebiet (87 Prozent der Fläche) befindet sich im Eigentum der öffentlichen Hand. Im Verhältnis zu anderen Gebieten im Wiesbadener Stadtraum sind nur relativ wenige private Eigentümer oder sonstige Betroffene wie Mieter, Pächter, Vereine oder Betriebe betroffen. Im Rahmen der Voruntersuchung wurde die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer und Nutzungsberechtigten ermittelt. Erfreulicherweise war die Bereitschaft zur Mitwirkung insgesamt hoch. Einzelne Grundstückseigentümer, aber auch Pächter, haben jedoch eine Mitwirkung an der Entwicklung des Bereichs Ostfeld oder einen Verkauf ihres Grundstückes abgelehnt. Für Betroffene sind laut Untersuchungsbericht individuelle Lösungsansätze möglich, um negative Konsequenzen einer möglichen städtebaulichen Entwicklung zu begrenzen.

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