Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Leben in Wiesbaden

Ostfeld - Ein neuer Stadtteil entsteht

Mit dem Baugebiet Ostfeld steht Wiesbaden vor einer großen Chance. Die Stadtverordnetenversammlung hat am 17. September 2020 die Entwicklungssatzung zum städtebaulichen Entwicklungsbereich Ostfeld beschlossen.

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und Gewerbeflächen vor dem Hintergrund einer wachsenden Stadt zu schaffen und zugleich gute Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse in der Stadt zu erhalten, sind die wichtigsten Herausforderungen aktueller Stadtentwicklung. Im Südosten der Landeshauptstadt wird ein neuer Stadtteil entstehen, der zukünftig vielen Menschen Raum zum Leben zur Verfügung stellen wird.

Auf 450 Hektar bieten sich im Entwicklungsgebiet Ostfeld einmalige Perspektiven für die wachsende Stadt und insbesondere für eine ausgewogene Verknüpfung zwischen Wohnen, Arbeiten, Natur und Biotopstruktur. Das neue Stadtquartier, das im südlichen Bereich des Entwicklungsgebiets auf ca. 67,5 Hektar entstehen wird, kann Wohnraum für zirka 8.000 bis 12.000 Menschen sichern. Somit bleiben ¾ des gesamten Entwicklungsgebietes frei von Bebauung. Durch die voraussichtliche Ansiedlung des Bundeskriminalamtes (BKA) in Form einer zentralen All-In-One Lösung, im nördlichen Bereich des Entwicklungsgebietes (B1), wird auf zirka 26,5 Hektar ein Büro- und Gewerbestandort mit bis zu 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entstehen.

Am 17. September 2020 wurden neben dem Beschluss der Entwicklungssatzung zahlreiche politische Vorgaben beschlossen, die eine hohe Qualität des neuen Stadtteils sichern werden. So soll in dem Entwicklungsgebiet ein CO2-neutraler Stadtquartier entstehen. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen sollen sozialgebunden realisiert werden, angestrebt werden darüber hinaus 10 Prozent gemeinwohlorientierte Wohnformen wie Genossenschaftswohnungen, Mehrgenerationenhäuser, Projekte von Wohninitiativen und Bundeswohnungen. Die Planung muss eine gute soziale Mischung sicherstellen. Um dafür eine Vielfalt der Wohnformen zu ermöglichen, sollen die Vorgaben vorrangig auf dem Wege der Konzeptvergabe erfolgen. Zum Schutz des Stadtteils vor Lärm sollen aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden. Das Stadtquartier ist als ein überwiegend autoreduzierter Ort mit Quartiersgaragen und einer optimalen ÖPNV-Anbindung durch ein schienengebundenes Angebot, das auch die Verknüpfung zum Gewerbestandort im Norden sichern sollte, vorgesehen. Eine optimale Fahrradinfrastruktur soll das neue Stadtquartier sowohl in seinem Inneren als auch nach Außen (Rheinufer, Mainz, Innenstadt Wiesbaden, umliegende Stadtteile und in Richtung Taunus) vernetzen.

Darüber hinaus wird der gesamte Planungsprozess durch eine umfassende Kommunikationsstrategie, die eine intensive Bürgerbeteiligung vorsieht, begleitet. Die Qualität der Planung wird durch Gutachten und Analysen, insbesondere zu Verkehr, Immissionen, (Flug-)Lärm und Klima abgesichert. Ebenso ist die Einbindung externer Klima- und Verkehrsexpertinnen und -experten vorgesehen. Auf dieser Grundlage werden stadt- und freiraumplanerische Wettbewerbe vorbereitet und durchgeführt.

Die Entwicklungssatzung Ostfeld wird öffentlich bekannt gemacht

Die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am 17. September 2020 beschlossen, dass die Entwicklungssatzung ortsüblich bekannt zu machen ist sobald der Genehmigungsbescheid zur Zielabweichung von der oberen Landesplanungsbehörde, dem Regierungspräsidium Darmstadt, vorliegt. Dem Zielabweichungsverfahren wurde am 7. Mai 2021 seitens der Regionalversammlung zugestimmt.

Im Zuge der Bekanntmachung ist die Entwicklungssatzung nebst Anlagen vom 6. Juli bis 9. August 2021 öffentlich ausgelegt.

Der Raum für öffentliche Auslegungen im Verwaltungsgebäude, Gustav-Stresemann-Ring 15, ist während der Dienststunden montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Der Publikumsverkehr im Verwaltungsgebäude ist gegenwärtig eingeschränkt, daher muss am Haupteingang für den Einlass geklingelt werden, um in den Raum für öffentliche Auslegungen zu gelangen. Zusätzlich wird darum gebeten, bei Beratungs- oder Erläuterungsbedarf über die E-Mail Adresse team-ostfeldwiesbadende einen Termin zu vereinbaren.

Im Anschluss wird die Satzung dauerhaft zur Einsicht beim Stadtplanungsamt bereitgehalten. Über den Inhalt der vorstehend genannten Unterlagen wird zudem auf Verlangen Auskunft gegeben.

Mit Ablauf der einmonatigen Auslegungsfrist tritt die Satzung über die förmliche Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereichs Ostfeld in Kraft und wird rechtsverbindlich.

Die Entwicklungssatzung Ostfeld, die Anlage B (Begründung und Pläne), die zusammenfassende Erklärung nach § 10a (1) BauGB sowie der Beschluss Nr.0294 der Stadtverordnetenversammlung vom 17. September 2020 stehen unter "Dokumente" zum Download bereit.

Die Entwicklungssatzung Ostfeld nebst vollständiger Anlagen ist im Stadtplanungsamt für jedermann zu den üblichen Dienstzeiten einsehbar. 

Anfragen können per E-Mail direkt an das Projektteam des Stadtplanungsamts gerichtet werden: team-ostfeldwiesbadende.

Anzeigen