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Leben in Wiesbaden

Soziale Stadt Biebrich-Mitte - Programm und Fördergebiet

Das Quartier Biebrich-Mitte, das südlich der Innenstadt Wiesbadens direkt an den Rhein anschließt, wurde im Jahr 2017 in das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" aufgenommen. Das Städtebauförderprogramm unterstützt sozial benachteiligte und strukturschwache Stadt- und Ortsteile. Das Fördergebiet umfasst circa 60 Hektar und 13.000 Einwohner.

Biebrich ist mit circa 36.500 Einwohnern der bevölkerungsstärkste Stadtteil Wiesbadens. Mit der Industrialisierung wurde das damals noch unabhängige Biebrich zu einem der bedeutendsten Industriestandorte im Rhein-Main-Gebiet. Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges stieg die Bevölkerungsanzahl Biebrichs auf 21.200 an. Aufgrund seiner schwierigen wirtschaftlichen Lage nach Ende des ersten Weltkrieges, suchte Biebrich den Anschluss an Wiesbaden und wurde letztlich im Jahr 1926 eingemeindet. In Folge des Wirtschaftsaufschwungs und dem damit verbundenen Arbeitskräftemangel nach dem zweiten Weltkrieg siedelten sich zahlreiche Gastarbeiter mit ihren Familien in Biebrich an, die heute einen großen Anteil der Gesamtbevölkerung ausmachen.

Die Aufnahme in das Förderprogramm ist unter anderem mit dem Anteil der Arbeitslosen im Stadtteil begründet. Dieser liegt bei 10,6 Prozent im Jahr 2017, zum Vergleich: Gesamtstadt: 7,4 Prozent. Die Jugend- und Frauenarbeitslosigkeit liegt fast 1/3 über dem städtischen Mittelwert. Die damit einhergehenden sozialen wie gesellschaftlichen Probleme erfordern besondere Maßnahmen für den Stadtteil. Die Themen Qualifizierung, Berufsausbildung und berufliche Weiterbildung werden daher im Fokus stehen.

Es besteht der Bedarf an einer Erhöhung von Plätzen in Kindertagesstätten sowie der Modernisierung vorhandener Kitas. Für die Kinder- und Jugendarbeit stehen nur unzureichend Räumlichkeiten zur Verfügung. Ein erhöhter Handlungsbedarf ist in der Förderung der Bildungsteilhabe sowie der Stärkung der beruflichen Qualifikation von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund und in Stabilisierung der Nachbarschaften zu sehen.

Bei einer Vielzahl von Wohngebäuden im Quartier ist ein energetischer Modernisierungsbedarf festzustellen. Es gilt aber auch, Baulücken zu schließen. Historische Gebäude stehen zum Teil leer, sind modernisierungsbedürftig; hier fehlt es an neuer Nutzung.

Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept

Wesentlicher Baustein des Förderprogramms ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) dar, das zu Beginn der Programmlaufzeit zu erstellen ist. Darin enthalten sind eine umfassende Bestandsaufnahme sowie eine Analyse der Stärken und Schwächen des Quartiers. Darauf aufbauend werden Entwicklungsziele definiert. Die Umsetzung der im ISEK genannten und nach Handlungsfeldern geordneten Maßnahmen und Projekten erfolgt schrittweise in den Folgejahren. Die Erstellung des Konzeptes und die Planung konkreter Maßnahmen erfolgt mit intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Akteure des Quartiers.

Bereits laufende Maßnahmen

  • Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts für das Quartier bis Ende 2019
  • Etablierung eines Quartiersmanagements
  • Neuordnung des Areals der ehemaligen Freiherr-vom-Stein-Schule

Allgemeine Zielsetzungen

  • Verkehrsberuhigung, insbesondere in den Durchgangsstraßen und dem nördlichen Stadteingang
  • Verbesserung der Mobilität und Vernetzung im Quartier und mit der Umgebung
  • Stärkung des Einzelhandels
  • Aufwertung des Wohnumfeldes und Verbesserung der Aufenthaltsqualität
  • Förderung der sozialen Infrastruktur
  • Schaffung und Aufwertung von öffentlichem Raum
  • Einbeziehen lokaler Akteure zur Umsetzung der Leitziele

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