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Leben in Wiesbaden

Soziale Stadt Inneres Westend

Das Innere Westend ist als innerstädtisches Altbau-Wohngebiet mit zum Teil mangelhafter, erneuerungs- und modernisierungsbedürftiger Bausubstanz zu charakterisieren.

Es handelt sich um ein Quartier mit sehr heterogener Nutzungs- und Bevölkerungsstruktur. Der Anteil von lang ansässiger Stammbevölkerung ist gering und nimmt tendenziell weiter ab, die Durchwanderungsmobilität und der Bevölkerungsaustausch ist ausgeprägt hoch.

Ebenso ist eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, fast jeder vierte Haushalt ist von Sozialleistungen abhängig. Das betrifft fast die Hälfte der im Quartier lebenden Kinder unter 18 Jahren. Über die Hälfte der Kinder weist zudem Sprachauffälligkeiten auf, was auch durch den hohen Ausländeranteil im Quartier bedingt ist.

Teile der Migranten bilden inzwischen eine „neue Stammbevölkerung“ nichtdeutscher Herkunft im Gebiet, insbesondere aus Haushalten, die wegen der früher relativ günstigen Wohn- und Geschäftsmöglichkeiten dort sesshaft geworden sind. Das quirlige Geschäftszentrum entlang der Wellritz- und der Bleichstraße weist einen internationalen Branchen-Mix auf.

Entwicklungsziele

Zu den Entwicklungszielen im Rahmen des seit Ende 2000 laufenden Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ zählen neben der Verbesserung der Wohnverhältnisse und der Erhaltung preiswerten Wohnraumes, dem Ausbau von Grün- und Freiflächen und der Verbesserung der verkehrlichen Situation die positive Gewerbeentwicklung von deutschen und nichtdeutschen Gewerbetreibenden sowie die Erweiterung der Angebote für ausländische Jugendliche in der Berufs- und Ausbildungsförderung. Zahlreiche Bildungs-, Integrations- und Kunstprojekte haben sich bereits im Stadtteil etabliert. Das installierte Stadtteilmanagement vor Ort (Kubis) ist dabei zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger aller Kulturen. Durch die Beteiligung bei der Planung und Umsetzung der Projekte wird eine hohe Identifikation und Akzeptanz in der Bevölkerung bewirkt, die privates Engagement und Selbstorganisation nach sich zieht.

Die städtebaulichen und baulichen Projekten wie das bereits realisierte Schlüsselprojekt Wellritzhof, die geplante Verbesserung der fußläufigen Anbindung des Stadtteils in die City sowie die laufenden Förderprogrammen zur Modernisierung von Gebäuden, zur Wohnumfeldverbesserung und zur Fassaden- und Schaufenstergestaltung haben Impulswirkung und tragen zu einem positiven Erscheinungsbild bei.

Die neben diesen Maßnahmen gemeinsam mit den Interessenvertretungen der Gewerbetreibenden entwickelten Projektideen zur Stabilisierung der Handelsstandorte Wellritz- und Bleichstraße haben eine fruchtbare Basis für privates Engagement geschaffen. Die mit den einzelnen Bausteinen erzielte Aufwertung zog eine erhebliche private Investitionsbereitschaft nach sich. Dieser positive Anstoß könnte die Basis für eine Selbstorganisation des Stadtteilgewerbes werden, die – mittelfristig ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand – gestaltend in die weitere Entwicklung des Standortes eingreift.


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