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Fachkräftepakt Hebammenausbildung unterzeichnet
Im Rathaus der Landeshauptstadt Wiesbaden hat am heutigen Dienstag, 30. Juni, Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz gemeinsam mit den Geschäftsführern der beiden beteiligten Wiesbadener Kliniken den Fachkräftepakt Hebammenausbildung unterzeichnet.
Wie überall in Deutschland, so reichen auch in Wiesbaden die Nachwuchskräfte für den Hebammenberuf nicht aus, um die freiberufliche geburtshilfliche Betreuung zu decken. „Wir haben als Landeshauptstadt Wiesbaden diese Herausforderung schon länger erkannt und freuen uns heute, mit dem Fachkräftepakt Hebammenausbildung nun ein weiteres Zeichen zur Fachkräftesicherung in diesem wichtigen Beruf setzen zu können“, so Wirtschafts-,Gesundheitsdezernent und Bürgermeister Dr. Oliver Franz, auf dessen Initiative hin der Fachkräftepakt ins Leben gerufen wurde.

Mit dem Fachkräftepakt Hebammenausbildung werden im Ausbildungsjahrgang 2020, der in Wiesbaden am 1. Oktober startet, sieben zusätzliche Hebammenausbildungsplätze geschaffen. Die zusätzlichen Hebammenschülerinnen sind bereits gefunden, nun können die Ausbildungsverträge geschlossen werden.

„Der Fachkräftepakt Hebammenausbildung wird einmalig im Ausbildungsjahrgang 2020 umgesetzt“, so Dr. Oliver Franz weiter. „Die Finanzierung erfolgt in erster Linie aus Haushaltsmitteln des Bürgermeisterdezernates in Höhe von rund 420.000 Euro sowie aus Mitteln des Gesundheitsamtes in Höhe von 105.000 Euro. Die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken und das St. Josefs-Hospital, als beteiligte Ausbildungskliniken, beteiligen sich mit jeweils 31.500 Euro an den Gesamtkosten des Fachkräftepaktes.“

Die schulische Ausbildung wird in der Hebammenschule der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden absolviert und beginnt am 1. Oktober. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Die theoretische Ausbildung erfolgt für alle Hebammenschülerinnen in der Hebammenschule Wiesbaden. Die praktischen Ausbildungsinhalte werden vier Hebammenschülerinnen in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken und drei Hebammenschülerinnen im St. Josefs-Hospital in Wiesbaden erlernen. Vor diesem Hintergrund wurden die Zuschussverträge von Herrn Martin Bosch und Herrn Thomas Reckmeyer, Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden, sowie von Herrn Robert Möller, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Mitte für die Helios Dr. Horst Schmid-Kliniken Wiesbaden, gemeinsam unterzeichnet.

So wird im Oktober 2020 der letzte schulische Ausbildungsjahrgang in Wiesbaden, bevor die Hebammenausbildung aufgrund einer EU-Richtlinie reformiert wird, mit 25 statt der sonst üblichen 18 Hebammenschülerinnen an den Start gehen. Zukünftig wird der Hebammenberuf dann ausschließlich in Form eines dualen Studiums angeboten.

Die Ausbildung endet mit einer staatlich geregelten schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung. Wichtig, gerade im Hinblick auf die anstehende Reform zur vollakademischen Ausbildung mit Bachelor-Abschluss: Alle Hebammen mit erfolgreich bestandenem Examen werden in Deutschland ihre Berufsanerkennung immer behalten, auch wenn die Hebammenausbildung reformiert wird. Niemand muss sich also Sorgen machen, dass eine begonnene oder absolvierte Ausbildung zukünftig keinen Wert mehr haben könnte.

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
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