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Leben in Wiesbaden

Carol-Nachman-Preis 2013

Die Spielbank Wiesbaden stiftet den Preis zur Förderung der klinischen, therapeutischen und experimentellen Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Rheumatologie. Der Preis wird seit 1972 vergeben. Seit 1987 wird zudem auch eine Carol-Nachman-Medaille vergeben. - In diesem Jahr wurde der Carol-Nachman-Preis für Rheumatologie am Freitag, 3. Mai 2013, an Professor Dr. Michael B. Brenner und Professor Dr. med. Gerd-R. Burmester verliehen.

Carol-Nachman-Preis 2013 für Professor Dr. Michael B. Brenner und Professor Dr. med. Gerd-R. Burmester

Der Carol-Nachman-Preis für Rheumatologie der Landeshauptstadt Wiesbaden wurde in diesem Jahr an den amerikanischen Forscher Professor Dr. Michael B. Brenner aus Boston, USA, und an den deutschen Forscher Professor Dr. med. Gerd-R. Burmester aus Berlin verliehen. Der mit 37.500 Euro dotierte Preis, der von Ex-Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller am Freitag, 3. Mai 2013, in den Wiesbadener Kurhaus-Kolonnaden überreicht wurde, geht zu gleichen Teilen an die beiden Wissenschaftler. Der Carol-Nachman-Preis ist eine der höchsten medizinischen Auszeichnungen Deutschlands und dient der Förderung der klinischen, therapeutischen und experimentellen Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Rheumatologie.

Im Zentrum der Forschungsarbeiten von Prof. Michael Brenner und seiner Arbeitsgruppe lagen in den vergangenen Jahren einmal Untersuchungen zur weiteren Definition des durch Thymus-Lymphozyten (T-Zellen) getragenen Immunsystems sowie zum anderen in der Aufdeckung und der Regulation von entzündungs- und gewebedestruierenden Prozessen. Eine sinnvolle Verbindung von Arbeiten im Bereich der Grundlagen– mit der translationalen Erforschung unseres Immunsystems.

Professor Dr. Gerd Rüdiger Burmester von der Charité, Berlin erhält den Carol-Nachman-Preis für seine bedeutenden Arbeiten zur Entwicklung von Strategien zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Ausgehend von basisimmunologischen Daten in den 80-ger Jahren hat Burmester systematisch dazu beigetragen, die Krankheitsentstehung der rheumatoiden Arthritis (RA) zu verstehen und zielgerichtete Immuntherapien in die Praxis umzusetzen. Er charakterisierte krankheitsrelevante Immun- Bindegewebs- und Knorpelzellen. Burmester war entscheidend beteiligt an großen Studien zur Therapie mit neuen Biologika und aktuell mit "Small Molecules", den oralen Kinase-Inhibitoren.

Carol-Nachman-Medaille 2013 für Professor Dr. Joachim Robert Kalden

Das zwölfköpfige Kuratorium, dem anerkannte Mediziner aus dem Bereich der Rheumatologie sowie Vertreter der Stadt Wiesbaden angehören, entschied sich zudem für Professor Dr. Joachim Robert Kalden aus Erlangen als Träger der mit 2.500 Euro dotierten Carol-Nachman-Medaille.

Die Carol-Nachman-Medaille 2013 wurde diesmal an Professor Dr. Dr. h.c. Joachim R. Kalden aus  Erlangen verliehen. Er hat grundlegende Mechanismen der Pathogenese des systemischen Lupus erythematodes (SLE) aufgeklärt wie Antikörper-Entstehung gegen DNS oder wie die gestörte Apoptose und die Rolle von Proteasomen. Seine Arbeitsgruppe hat erstmals gegen bestimmte Lymphozyten gerichtete Antikörper (anti-CD4) in der Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt und war an den großen Studien zur anti-TNF-alpha-Therapie beteiligt. Prof. Kalden war über viele Jahre Vorsitzender des Carol-Nachman-Kuratoriums, hat das internationale Renommee dieses bedeutenden Wissenschaftspreises der Rheumatologie wesentlich geprägt und ist seit zwei Jahren dessen Ehrenvorsitzender.

Als Festredner konnte in diesem Jahr Professor Dr. Mojib Latif vom "Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung" in Kiel gewonnen werden. Er sprach in den Kurhaus-Kolonnaden zum Thema "Patient Erde: Was wird aus unserem Klima".

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