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Für eine glorreiche Zukunft von Bierstadt

Ende April kündigte das Technologieunternehmen Microsoft an, nach 15 Jahren die "Calibri" als Systemschrift abzulösen. Als Thilo von Debschitz und Laurenz Nielbock - Gründer der Wiesbadener Kreativagentur Q. - lasen, dass eine der fünf in Frage kommenden Schriften den Namen eines Wiesbadener Stadtteils - nämlich Bierstadt - trägt, war den beiden Kreativen klar: Bierstadt muss das Rennen machen! Dafür setzen sie sich jetzt ein.

Riesenchance für Wiesbaden!

Über eine Milliarde Menschen nutzen Microsoft-Office-Produkte! So viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf allen Kontinenten setzen demnächst ihren Text automatisch mit "Bierstadt", wenn die Schrift den Wettbewerb für sich entscheidet. Das ist eine Riesenchance für uns in Wiesbaden! Man male sich nur aus, wie häufig der Name "Bierstadt" im Netz gesucht wird.

Ursprünglich geht der Name der Schrift, die vom US-amerikanische Type-Designer Steve Matteson entworfen wurde, auf einen Berg in den Rocky Mountains zurück. Dieser wurde nach dem Landschaftsmaler Albert Bierstadt benannt. Aber das wird im Zweifel niemanden interessieren. Deshalb müsse man laut Debschitz und Nielbock -  unser Bierstadt in die Waagschale werfen!

Humorvolle Artikel in Online-Shop und Tourist Info

Also haben die passionierten Typografen Plakate, Postkarten, Tassen und Stoffbeutel produziert, die den Schriftnamen wie ein Markenlogo präsentieren. Die Kreativen möchten dabei nicht nur "Bierstadt" nach vorne bringen, sondern auch Erkenntnisse vermitteln. Beispielsweise stellen sie als Vorteil der "Bierstadt" gegenüber drei Konkurrenzschriften heraus, dass das kleine L nicht einfach nur ein vertikaler Strich sei und so keine Verwechslungsgefahr mit dem großen i bestünde. Sie weisen auch auf das "Minuskelshirt" hin – Unter Minuskeln versteht man Kleinbuchstaben.

Die Besonderheit, dass in Wiesbaden-Bierstadt hunderte Amerikaner wohnen, wird natürlich berücksichtigt. Auch Werbemittel auf Englisch sind erhältlich. So liest man auf einem von fünf Postern: "Better than Georgia and Monaco. Bierstadt." Georgia und Monaco heißen zwei bekannte Systemschriften von Microsoft. Es lohnt sich, einen Blick auf weitere humorvolle Artikel zu werfen, die - solange der Vorrat reicht - über den Online-Shop der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH und in der Tourist Information am Marktplatz erhältlich sind. Der amerikanische Schriftentwerfer Matteson ist im Übrigen von der Aktion aus unserer Stadt begeistert.

Ob Bierstadt gewinnt, zeigt sich Ende des Jahres

Ende des Jahres wird bekanntgeben, ob "Bierstadt" die Zukunft als neue Standardschrift auf Computern weltweit gehören und „Calibri“ ablösen wird. Bis dahin kann man auf Twitter über die Fonts abstimmen, bis dahin rühren Nielbock und Debschitz auch über die Grenzen Wiesbadens hinaus die Werbetrommel. Sollte eine andere Schrift den Sieg davontragen, werden die Produkte als seltene Sammlerstücke an die ungewöhnliche Aktion erinnern. Doch Thilo von Debschitz glaubt an den Erfolg. Und es gibt noch eine ganz persönliche Motivation: Im Stadtteil Bierstadt leben seine Eltern. Allein deshalb müsse die Schrift gewinnen.

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