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Leben in Wiesbaden

Geschichte

Obwohl durch Ausweisung von Neubaugebieten vergrößert, hat Heßloch seine ländlichen Charakter bis heute bewahren können.

Gelegentlich einer Begrenzungsangabe der seinerzeitigen Bierstadter Fronhube (Fronhof) wird der Name Heßloch (Heseloch) 1221 erstmals urkundlich erwähnt und als Wald benannt; denn vor 800 Jahren befand sich im heutigen Gemarkungsbereich nur Wald, vorwiegend Haselnußsträucher. Aus den Worten "Hasel" und "Loch" im alten Sinn von Buschwald (Loh) ist der Name der Siedlung zusammengesetzt.

Aufgrund der geringen Einwohnerzahl konnte die Gemeinde nicht die Mittel zum Bau einer eigenen Kirche aufbringen, deshalb nahmen die Heßlocher Bürger am Gottesdienst in Naurod teil oder auch in der Kreuzkapelle auf dem Sonnenberger Friedhof. Nach dem Erweiterungsbau der Kloppenheimer Kirche in den Jahren 1706 bis 1708 gingen die Heßlocher dreieinhalb Jahrhunderte lang in die dortige Kirche. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Gottesdienste in der Heßlocher Schule abgehalten. Erst 1976 wurde in Heßloch ein Gemeindehaus gebaut, welche nicht nur Gottesdienste sondern auch für Versammlungen, Feiern und Treffs dient.

Am 1. April 1928 wurde die Gemeinde Heßloch im Zuge der Auflösung des Landkreises Wiesbaden zur Stadt Wiesbaden eingemeindet. Eine lange Zeit kommunaler Selbstverwaltung, die auch eine eigene Finanzverwaltung einschloß, fand ihr Ende. Im Jahre 1934 wurde die hiesige Verwaltungsstelle aufgelöst und nach Bierstadt verlegt.

Obwohl durch Ausweisung von Neubaugebieten vergrößert, hat Heßloch seine ländlichen Charakter bis heute bewahren können.

Ein reges Vereinsleben, Bereitschaft zur uneigennützigen Mithilfe und Verständnis für die Probleme des Anderen, kennzeichnen die Art des Zusammenlebens in Heßloch. So hat man hier einen Weg gefunden, Bewährtes zu pflegen und zu erhalten.

Im Laufe der Jahre hat sich Heßloch vom einfachen Bauerndorf zu einer exklusiven Wohngemeinde gewandelt.

In den letzten zehn Jahren konnte einige Großprojekte in Heßloch verwirklicht werden: 1973 bis 1975 wurde der Sportplatz "Auf der Heide" ausgebaut, die Errichtung eines Alten- und Freizeitgeländes in Eigenhilfe verwirklicht, 1977 konnte der neue Fest- und Kerbplatz neben der Turnhalle fertiggestellt werden.

1981 erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, das 1982 fertiggestellt wurde. 1983 konnte der Turn- und Sportverein seine größtenteils in Eigenhilfe errichtete Turnhalle, die für Heßloch auch die Funktion eines Bürgerhauses hat, einweihen und in den neunziger Jahren in Eigenleistung das Kelterhaus in der Ortsmitte gebaut und eingeweiht werden.

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Geschichte wiesbaden.de / Foto: Shutterstock
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