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Leben in Wiesbaden

Über die Kampagne "Frischer Wind für Wiesbaden"

Eine Mobilität entwickeln, die Mensch und Umwelt gerecht wird. Wie kann das gelingen?

Die einen haben sich einen neuen Diesel gekauft und befürchten zu Recht, dass es zu Fahrverboten kommen könnte. Die anderen ärgern sich seit Jahren – ebenfalls zu Recht – über die schlechte Infrastruktur für den Radverkehr, welche insbesondere die individuelle Sicherheit im Straßenverkehr stark beeinträchtigt. Beide Gruppen sind Bürger Wiesbadens. Beide leben vielleicht im selben Viertel. Beide atmen die gleiche Luft. Beide Befürchtungen sind real. Ziel der Kampagne "Frischer Wind für Wiesbaden" ist es, Vorurteile abzubauen und stattdessen gemeinsam neue Wege zu gehen.

Dass sich etwas ändern muss, ist unbestritten. Täglich fahren alleine über den 1. Ring über 66.000 Fahrzeuge und hinterlassen große Mengen Schadstoffe in der Luft. Gerade für die Bewohner der Innenstadt kann das eine gesundheitliche Belastung bedeuten. Warum nicht beides anpacken? Fahrverbote verhindern und Infrastrukturmaßnahmen für Alternativen zum Auto schaffen. Aber wie? Ganz einfach, andere Städte machen es vor: Weniger Auto – mehr Rad und ÖPNV. Der Witz dabei, nicht nur die Luft wird dadurch besser, sondern es bringt auch ganz persönlich Vorteile: Gesundheit, mehr Geld in der Tasche, Kinder können sich in der Schule besser konzentrieren und alle kommen schneller ans Ziel. Ganz abgesehen davon gehört es in den meisten Metropolen mittlerweile zum guten Ton, Rad zu fahren.

Mikael Colville-Andersen, der Städteplaner, der in Kopenhagen viel dazu beigetragen hat, dass inzwischen über 60 Prozent des täglichen Berufsverkehrs mit dem Rad zurückgelegt wird, meint dazu: "Das Fahrrad gehört in die Stadt. Es ist Transportmittel, Einkaufswagen, Familienklebstoff und eine analoge Dating-App. Mit dem Aufstieg zum Lastenrad ist es ein SUV."

Colville-Andersen hat 2018 Wiesbaden besucht. Sein Statement zum Thema: "Es geht um die richtige Infrastruktur" und "don’t talk - do it". Das hat sich die Stadt zu Herzen genommen und ein Bündel von Maßnahmen beschlossen. "Frischer Wind für Wiesbaden" bedeutet dabei aber nicht nur, die Luft deutlich besser werden zu lassen, sondern dass unsere Stadt auch in anderen Bereichen profitiert: dass Wiesbaden sicherer, sauberer, und was den Lärm angeht, auch ein wenig ruhiger wird.

Kurz, es geht um ein anderes Lebensgefühl in der Stadt. Werden Sie aktiv. Tragen Sie ihren Teil dazu bei. Holen Sie Ihr Rad aus dem Keller. Steigen Sie um. Und wer das nicht kann oder will, möge zumindest Rücksicht nehmen auf die Bedürfnisse der jeweils anderen Gruppe.

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