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Leben in Wiesbaden

Artenschutz – eine der seltensten Pflanzenarten in Hessen und Wiesbaden

Der Elsässer Haarstrang ist eine Rarität. Die Pflanze zählt zu den seltenen Arten in Hessen und findet deshalb in der Hessischen Biodiversitätsstrategie besondere Aufmerksamkeit. Das Umweltamt hat sich der Rettung dieser Art angenommen und spezielle Pflege und Entwicklungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Pflanze ist in Hessen kaum zu finden und selbst in ganz Deutschland gibt es nur noch wenige Standorte. Einer der Standorte liegt jedoch in der Gemarkung Kastel/Kostheim auf Wiesbadener Gebiet. Hier wächst der Doldenblütler eingeklemmt zwischen dem Gewerbe-gebiet Petersweg Ost und der Bahnstrecke Frankfurt – Rüdesheim an warmen Wegrändern und Wiesenböschungen.

Die seltene Art steht für artenreiche Grünlandsäume und ist deshalb im Rahmen der Hessi-schen Biodiversitätsstrategie (HBS) als Vertreterin für die biologische Vielfalt ausgesucht worden. Im Auftrag des Landes Hessen hat die Botanische Vereinigung für Naturschutz in Hessen e. V. ein Artenhilfs-Konzept erarbeitet. Das Umweltamt hat sich der Rettung dieser Art angenommen und spezielle Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen eingeleitet. Über das Förderprogramm zur hessischen Biodiversitätsstrategie des Landes Hessen sind die ersten Maßnahmen finanziert worden.

Neben der Sicherung des relativ kleinen Standortes von gerade einmal 0.5 Hektar sind weitere besonnte Wiesenböschungen in der Umgebung in der Gemarkung Kastel und Kostheim für die Verbreitung ausgesucht worden.

Ein Glücksfall: an dem Ursprungsstandort konnte darüber hinaus ein Teil einer ehemaligen artenreichen Salbei-Glatthaferwiese - also nicht künstlich angsät – freigelegt werden.

Hier wurden in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt über 250 Pflanzenexemplare gesichert. Eine Verbreitung der Art ist bisher allerdings nicht gelungen, da die Samenernte aufgrund der letzten trockenen und heißen Sommer nur spärlich war. Hier braucht es einen längeren Atem, um eine erfolgreiche Ansaat zu erreichen.

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