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Leben in Wiesbaden

Räume für Bäume

Das Umweltamt der Landeshauptstadt Wiesbaden sucht in einer gemeinsamen Aktion mit dem Jugendparlament Wiesbaden nach Baumpaten, die bei der Umsetzung von Baumpflanzungen auf Haus- und Gewerbegrundstücken im Stadtgebiet mitwirken möchten. Interessierte können sich bis zum 15. Februar beim Umweltamt melden.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Paten über einen Pflanzstandort verfügen. Das Pflanzgrundstück muss sich nicht im Eigentum der Baumpaten befinden. Damit können sich zum Beispiel auch Mieter in das Projekt einbringen, wenn die Grundstückseigentümer dem Pflanzvorhaben schriftlich zustimmen. Die Zustimmung des Eigentümers beinhaltet die Akzeptanz, dass das Gehölz ab dem Tag der Pflanzung unabhängig von seinem Stammumfang dem Schutz der Wiesbadener Baumschutzsatzung unterliegt.

Die Baumpaten stellen die ordnungsgemäße Pflanzung des Patenbaumes sicher und kümmern sich um die in der Anfangsphase nach der Pflanzung erforderliche Anwuchsbewässerung. Bis ein gepflanzter Baum ohne fremde Hilfe überleben kann, dauert es etwa drei Jahre. In dieser Zeit müssen der Witterung angepasste Bewässerungsmaßnahmen erfolgen.

Das Umweltamt stellt die zu pflanzenden Bäume mit Baumpfählen und Bindematerial kostenfrei zur Verfügung und organisiert die Anlieferung bis an die Pflanzgrundstücke.

Damit die Bäume auf Dauer eine gute Entwicklungsperspektive haben, ist im Vorfeld zu prüfen, ob ein ausreichender Pflanzraum zur Verfügung steht. Hinweise zur Auswahl eines geeigneten Baumes ergeben sich aus dem Bewerbungsformular und den unten eingestellten Informationen zu den erhältlichen Gehölzen. Aufgrund der veränderten klimatischen Rahmenbedingungen hat das Umweltamt eine Auswahl von Bäumen getroffen, die sich nach den derzeitigen Erkenntnissen als "Zukunftsbäume" empfehlen. Aus dieser Vorauswahl kann der gewünschte Baum benannt werden.

Bewerbungen bis 15. Februar

Die Pflanzungen sollen im März 2020 durchgeführt werden. Bewerbungen können bis zum 15. Februar 2020 beim Umweltamt unter Verwendung des untenstehenden Bewerbungsformulars eingereicht werden. Für die Aktion werden maximal 50 Bäume zur Verfügung gestellt. Sollten mehr Bewerbungen eingehen, dann entscheidet das Eingangsdatum der Bewerbung beim Umweltamt.

Jugendparlament unterstützt Baumpaten

Die Kooperationspartner des Jugendparlaments Wiesbaden stehen den Baumpaten zur Verfügung, wenn eine Beratung gewünscht wird. Sie sind nach vorheriger Absprache auch dazu bereit, bei der praktischen Vorbereitung und Umsetzung der Baumpflanzungen Unterstützung zu leisten.

Die Aktion wird aus dem Baumfonds des Umweltamtes finanziert. Dieser wird aus Zahlungen gespeist, die über die Wiesbadener Baumschutzsatzung erhoben wurden. Danach kann an Stelle einer Ersatzpflanzung infolge einer Baumfällung im Einzelfall eine Ablösezahlung entrichtet werden, wenn die Pflanzung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht möglich ist. Die Gelder sind zweckgebunden für Maßnahmen der Erhaltung, Pflege und Ergänzung des geschützten Baumbestandes zu verwenden. Sie können daher auch nur für Neuanpflanzungen im räumlichen Geltungsbereich der Satzung eingesetzt werden.

Klimawandel macht sich bemerkbar

Im Jahr 2019 wurden die Folgen der sich verändernden Klimabedingungen für viele Gehölze im Stadtgebiet sichtbar. Deutlich mehr Fällgenehmigungen als in Vorjahren mussten vom städtischen Umweltamt erteilt werden, da Bäume vollständig abgestorben oder stark geschädigt waren.

Auf der Agenda der städtischen Ämter stehen bereits Ersatzaufforstungen in den Waldbereichen, aber auch Ergänzungs- und Umbaumaßnahmen des Straßenbaumbestandes, um diesen für die Zukunft besser aufzustellen. Doch nicht nur der Baumbestand im öffentlichen Raum, sondern vielfältige private Pflanzstandorte werden benötigt, damit sich Wiesbaden auch in Zukunft als eine „grüne Großstadt“ präsentiert.

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