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Leben in Wiesbaden

Umwelt-Tipp August: Umweltfreundlicher Schulstart

Sonne satt und ganz viel Zeit, so müssen Ferien sein. Doch ihr Ende ist schon in Sicht. Jetzt heißt es - wieder oder zum ersten Mal – die von der Schule geschickten Materiallisten fürs neue Schuljahr abzuarbeiten. Hefter, Buchumschläge, Stifte, da kommt so einiges an Plastik zusammen. Praktische und schöne Alternativen dazu stellt die Umweltberatung vor.

Hefte und Schreibpapier

Möglichst Schreibhefte, -blöcke etcetera aus 100 Prozent Recycling-Papier mit dem "Blauen Engel" kaufen. Dies schont die Wälder, verringert die Belastung der Flüsse mit Abwässern und spart Energie. Umweltschutzpapier hat einen ähnlichen Weißgrad, wie konventionelles Papier, die Tinte verläuft nicht auf ihm und auch das Radieren fällt nicht schwerer als auf anderem Papier.

Tipp: Bezeichnungen wie "Recyclingpapier" und "Umweltschutzpapier" sind nicht geschützt, daher auf Siegel wie "Blauer Engel" achten.

Heftumschläge

Statt Plastikhüllen lieber Papier-, Papp- oder Stoffumschlägen nehmen. Hefte und Bücher können auch mit (gebrauchtem) Geschenkpapier, Postern, Kalenderblättern, Tapeten- oder Stoffresten eingebunden werden. Dies sieht lustig aus und schont die Umwelt. Wer diese nicht selber basteln will, findet ein breites Angebot im Internet.

Schnellhefter

Pappe statt Kunststoff, diese Devise gilt auch beim Kauf von Mappen, Ordnern und Ringbüchern.

Mäppchen

Es gibt eine große Auswahl an Modellen aus umweltfreundlichen, langlebigen Materialien, wie (pflanzengegerbtes) Leder, Holz, Filz, Pappe oder Stoff.

Tipp: Wenn Sie ein neues Mäppchen kaufen, dann ohne vorgegebenen Inhalt! Die Mäppchen enthalten oft Schreibutensilien, die die Kinder (noch) nicht brauchen und die Sie unter Umweltschutzgesichtspunkten sicher nicht gekauft hätten.

Mäppcheninhalt

Füller sollten stabil sein. Gut geeignet sind Kolbenfüller aus Holz oder mit einem Metallschaft. Sie werden mit Tinte aus dem Tintenfass befüllt. Für Patronenfüller gibt es sogenannte Konverter, sodass diese ebenso mit Tinte gefüllt werden können. Auf diese Weise werden Plastikpatronen überflüssig.

Statt eines Tintenkillers lieber einen Radierer aus Naturkautschuk verwenden, der auch Tintenspuren beseitigen kann.

Der Bleistift ist das umweltfreundlichste Schreibmittel! Am besten aus nachhaltig produziertem Holz, das FSC-Siegel ist dafür ein guter Anhaltspunkt. Da gerade die Kleinen gerne auf ihnen herumkauen, sind unlackierte Stifte nicht nur aus ökologischer sondern auch gesundheitlicher Sicht die bessere Wahl.

Anstelle von Einweg–Filzstiften aus Plastik können Buntstifte – unlackiert und aus nachhaltig produziertem Holz – verwendet werden. Auch Wachsmalstifte haben intensive Farben und lassen sich bis zum letzten Strich aufbrauchen. Noch besser ist es, wenn die Stifte eine Papierumhüllung statt eines Kunststoffschaftes haben und aus Stearin (noch besser: Bienenwachs) bestehen, welches mit Lebensmittelfarben eingefärbt ist.

Tipp: Leergemalte Filzstifte und Kugelschreiber können an der Recyclingstation im Umweltladen abgegeben werden.

Textmarker lassen sich ersetzen durch weiche, trockene Textmarker in Holz, die trotz leuchtender Farben das Markierte nicht verschmieren. Wer die trockenen Modelle nicht mag, findet auch nachfüllbare Varianten.

Für Bastelarbeiten sind wasserlösliche Kleber oder Klebestifte zu empfehlen, die überall im Handel erhältlich sind.

Wasserfarbkasten

Auswechselbare Einsatztöpfchen ermöglichen, dass im nächsten Halbjahr nicht der komplette Kasten sondern nur einzelne Farben ausgetauscht werden müssen. Besonders empfehlenswert sind natürliche Farben aus hochkonzentrierten Pflanzenextrakten, Lebensmittelfarbstoffen und Lebensmittelzusatzstoffen. Der Kauf eines Holzpinsels statt eines Plastikpinsels rundet die umweltfreundliche Kunstausstattung ab.

Kleinkram

Radierer aus Naturkautschuk oder solche, die mit dem Hinweis "PVC-frei" versehen sind, Holzlineal mit Metall-Leiste, Spitzer aus Holz oder Metall mit auswechselbarer Klinge und Scheren aus Metall sind umweltfreundlicher und zudem langlebiger als die gleichen Artikel aus Kunststoff.

Trinkflasche und Co

Trinkflaschen für die Schule sollten aus einem gesundheitlich unbedenklichen, langlebigen und nachhaltigen Material sein. Gut geeignet sind dünnwandige Stahlflaschen. Eine große Öffnung erleichtert das Reinigen. Bei der Brotdose sollte auch die Langlebigkeit ganz vorne stehen, auch hier ist Metall von Vorteil.

Wichtig ist ebenso, was in die Trinkflasche gefüllt wird. Am besten eignet sich Wasser – mit oder ohne Sprudel. Wem das auf Dauer zu langweilig ist, der kann ungesüßte Tees oder Saftschorlen mit großem Wasseranteil als Alternative mitgeben. In die Brotdose kommen am besten regionale oder Bioprodukte und viel Obst und Gemüse.

Schultüte

Schultüten aus Stoff oder Altpapier sind eine prima Alternative zur bunten Hochglanztüte. Mit Karton, Geschenkpapier und Krepp können sie ganz einfach selber und individuell gebastelt werden. Schöne plastikfreie Schultüten kann man auch online oder im Schreibwarenladen kaufen.

Zu einer "alternativen Schultüte" passen als Füllung zum Beispiel umweltfreundliche Schulmaterialien, ein Malbuch, Bastelsachen, ein Buch, ein Springseil, ein Stofftier oder Holzspielzeug. Oder wie wäre es mit einer Kinokarte oder Eintrittskarte für den Zoo? Obst, Vollkornkekse oder Studentenfutter sind eine gute Alternative zu den süßen Naschereien - noch besser: in Bio- oder Fair Trade–Qualität.

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