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Umwelt-Tipp Januar: Klimafreundliches Superfood von der eigenen Fensterbank

Junge essbare Keimlinge von Gemüsepflanzen und Kräutern – auch Microgreens genannt - haben eine sehr hohe Nährstoffdichte und lassen sich ganz einfach und klimafreundlich auf der eigenen Fensterbank anbauen. So geht's.

Was sind Microgreens?

Microgreens sind junge Gemüsepflanzen und Kräuter, die bereits kurz nach dem Austreiben geerntet werden. Im Unterschied zu Sprossen dürfen Microgreens erste Blätter und Triebe entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt weisen die jungen Pflanzen eine besonders hohe Nährstoffdichte auf. Im Vergleich zur ausgewachsenen Pflanze bieten sie eine weitaus höhere Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Vitaminen. Sie sind wahre Superfoods.

Warum es sich lohnt, Microgreens selbst anzubauen

Gerade in den Wintermonaten, wenn es draußen trist und grau ist, sind auf der eigenen Fensterbank angebaute Microgreens in mehrfacher Hinsicht eine Bereicherung: Sie sind nicht nur gesund, sondern überzeugen auch durch ihren vielfältigen Geschmack und ihr farbenfrohes Aussehen – auf dem Butterbrot, im Smoothie, im Salat oder in der Suppe. Außerdem fallen beim Gärtnern auf der Fensterbank von Microgreens keine Treibhausgasemissionen durch den Transport von der Gärtnerei zum Supermarkt und nach Hause an. Selbst angebaut sind sie somit ein echt klimafreundliches Superfood.

Welche Microgreens sind zu empfehlen?

Bevor es losgeht mit den Microgreenshilft es, sich über folgende Punkte klar zu werden:

  • Geschmackliche Vorlieben und kulinarische Verwendbarkeit
  • Keimdauer und Keimrate
  • Wachstumsphase
  • Größe der Samen (große Samen sollten vorher eingeweicht werden)
  • Ertrag

Diese Pflanzenarten sind besonders geeignet:

Amaranth, Basilikum, Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Brunnenkresse, Buchweizen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kapuzinerkresse, Koriander, Kresse, Minze, Pak Choi, Radieschen, Rauke, Rote Beete, Rotkohl, Schnittsalate, Senf, Sonnenblumen, Weizengras.

Microgreens selbst anbauen – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Anbau von Microgreens ist nicht schwer und gelingt auf fast jeder Fensterbank.

  • Die Samen in einer mit Anzuchterde gefüllten Schale verteilen. Eine dünne Erdschicht von 0,5 Zentimetern reicht hier völlig aus.
  • Die dicht gesäten Samen vorsichtig andrücken und mit Wasser aus einer Sprühflasche befeuchten.
  • Die Samen von Dunkelkeimern müssen mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt werden. Dies ist bei den Lichtkeimern nicht nötig. Hinweise dazu stehen auf der Saatgut-Tüte.
  • Das Pflanzgefäß an einen hellen und warmen Standort stellen – allerdings ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Frischhaltefolie über dem Gefäß sorgt für ein gleichmäßiges Klima. Das Substrat darf nicht austrocknen. Damit sich kein Schimmel bildet, sollte die Folie täglich für kurze Zeit zum Lüften entfernt werden.
  • Die Ernte kann nach gut einer Woche oder etwas später beginnen und je nach Pflanzenauswahl über mehrere Wochen erfolgen. Dabei wird lediglich das frische Grün abgeschnitten. Die Wurzeln bleiben in der Erde zurück. 

Der Vorteil von Microgreens im Vergleich zu Sprossen

Microgreens machen wesentlich weniger Arbeit als Sprossen. Diese müssen mindestens zweimal am Tag mit Wasser durchgespült werden und alles muss extrem sauber und hygienisch zugehen. Sonst hat man schnell eine Schimmelzucht anstatt Sprossenglück.

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