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Leben in Wiesbaden

Umwelt-Tipp Juni: Nachhaltige Geldanlagen - Gute Rendite mit reinem Gewissen

Ethische und ökologische Geldanlagen generieren gute Renditen. Gleichzeitig fördern sie nachhaltiges und faires Wirtschaften – lokal und global. So können Geldanleger mit gezielten Investitionen gesellschaftliche Veränderungen bewirken, denn: Geld regiert die Welt!

Bei vielen Produkten des täglichen Lebens schätzen immer mehr Menschen ökologische Aspekte. Wenn es jedoch ums Geld geht, geraten diese Ansprüche schnell ins Hintertreffen. Denn viele Anleger befürchteten, dass eine „grüne Geldanlage“ nicht die gewünschten Erträge bringt.

Zu Unrecht! – Denn ethische und ökologische Geldanlagen sind nicht nur gut für das eigene Gewissen, sondern stehen auch in Sachen Rendite längst nicht mehr hinter konventionellen Produkten des Finanzmarktes zurück.

Was sind nachhaltige Geldanlagen?

Herkömmliche Geldanlagen wiegen die unterschiedlichen Ziele Sicherheit, Liquidität und Rentabilität gegeneinander ab. Nachhaltige Geldanlagen erweitern dieses magische Dreieck der Vermögensanlage um ethische, soziale, ökologische und moralische Prinzipien.

Zu nachhaltigen Geldanlagen zählen beispielsweise Investments in Erneuerbare Energien – wie etwa Solar- oder Wind-Fonds. Außerdem Anlagen aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz. Aber auch soziale und ethische Investments, wie Mikrofinanzprojekte, fallen in dieses Feld.

Warum sind nachhaltige Geldanlagen eine gute Entscheidung?

Eine solide Rendite verbunden mit einem sauberen Gewissen – das ist durchaus eine starke Motivation, sich für diese Art der Geldanlage zu entscheiden. Denn das investierte Geld fließt nicht in Unternehmen und Staaten, die in Verbindung mit Waffenhandel, Krieg, Kinderarbeit und Ausbeutung sowie Zerstörung von Umwelt, Natur und Klima stehen.

Mit Geldanlagen gesellschaftliche Entwicklungen mitbestimmen

Mit grünen Investments haben Anleger die Möglichkeit, ihr Geld gemäß ihrer persönlichen Wertmaßstäbe anzulegen. Darüber hinaus nutzen sie die Wirkung des Kapitals. Durch gezielte Investitionen werden gesellschaftliche Veränderungen bewirkt, denn Geld regiert die Welt.

Wie funktionieren nachhaltige Geldanlagen?

Wer in Aktien investiert, sollte auf die Nachhaltigkeitsberichte der ausgewählten Unternehmen achten und die Geschäftstätigkeiten regelmäßig beobachten. Das gestiegene Interesse am Thema Nachhaltigkeit hat auch dazu geführt, dass immer mehr Unternehmen das „saubere“ Wirtschaften für sich entdecken. Nachhaltige Fonds werden nach unterschiedlichen Kriterien zusammengestellt:

  • Negativlisten (Blacklists)
    Dabei werden bestimmte Branchen grundsätzlich ausgeschlossen, beispielsweise Atomenergie, Tabak- oder Waffenindustrie.
  • Best-in-Class
    Bei diesem Ansatz werden die nachhaltigsten Unternehmen einer Anlageklasse in einen Fonds zusammengefasst.
  • Engagement-Ansatz
    Dabei wirken Investoren aktiv auf Unternehmen ein und versuchen, dort soziale und ökologische Entwicklungen voranzutreiben.

Woran erkennt man nachhaltige Geldanlagen?

Der Fondsmarkt für private Anleger umfasst aktuell in Deutschland rund eine Billion Euro. 18 Milliarden entfallen dabei auf Fonds, die vom deutschen Fondsverband BVI als nachhaltig eingestuft werden.

Da der Trend zu nachhaltigen Investments jedoch weiter zunimmt, springen auch immer mehr Anbieter auf diesen Zug auf. Da es allerdings keine zuverlässigen Standards für „grüne Geldanlagen“ gibt, müssen Verbraucher die jeweiligen Angebote kritisch unter die Lupe nehmen.

Wer sich im Finanzbereich nicht gut auskennt, sollte sich von einem erfahrenen und unabhängigen Finanzdienstleister beraten lassen. Sie können Fragen detailliert beantworten und auch das persönliche Portfolio ganz individuell auf die jeweiligen Ziele, Werte und finanziellen Möglichkeiten ihrer Kunden abstimmen. Auch viele Verbraucherberatungsstellen halten Informationen zu nachhaltigen Geldanlagen bereit.


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