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Leben in Wiesbaden

Umwelt-Tipp August: Sind Mückenstiche gefährlich?

Stechmücken waren schon immer die lästigen Begleiter des Sommers, egal ob auf der Terrasse, im Biergarten oder am See. Neu ist allerdings, dass die Stiche stärker jucken und oft schmerzhaft anschwellen.

Die aktuellen Rekordtemperaturen sorgen für eine rasche Vermehrung der Stechmücken. Fast überall trifft man auf die kleinen Quälgeister auf der Suche nach Nahrung. Das ist für den Menschen nicht nur lästig, sondern immer öfter auch gefährlich. Fachleuten zufolge müssen Mückenstiche immer häufiger medizinisch behandelt werden. Eine bekannte Ursache dafür ist die Übertragung von Erregern beim Stich, die dann oft Auslöser für starke Schwellungen und Entzündungen sind. Wird der Stich aufgekratzt, gelangen leicht weitere Erreger in den Körper. Derzeit wird noch diskutiert, ob die zunehmend starken Reaktionen auf Mückenstiche auch durch Umweltgifte, welche die Steckmücken vorher aufnehmen, hervorgerufen werden können.  

Insgesamt hat die Zahl der allergischen Reaktionen in der Bevölkerung stark zugenommen, nicht nur in Bezug auf Insektenstiche. Somit ist es nicht verwunderlich, dass bei einem starken Mückenaufkommen auch die Zahl derjenigen hoch ist, die besonders heftig auf die Stiche reagieren

Maßnahmen, mit denen man sich Plagegeister vom Leib halten kann – ganz natürlich:

  • Als natürlichen Mückenschutz kann man folgende Pflanzen rund um die Sitzecke im Garten oder auf den Balkon pflanzen: Lavendel, Salbei, Zitronengras, Tomaten, Katzenminze, Zitronenmelisse, Duftpelargonie und Bergamotte. Alternativ können auch die ätherischen Öle dieser Pflanzen – am besten in Bio-Qualität - zum Einsatz kommen. Citronella-Öl wirkt besonders gut.
  • Wer sich geeignet anzieht, hat schon viel zur Stichprophylaxe getan. Helle, lange Kleidung aus dicht gewebtem Stoff, die nicht zu eng am Körper anliegt, schützt vor Stichen.
  • Freie Haut kann mit natürlichem Mückenschutzmittel, wie zum Beispiel Neemöl, geschützt werden.
  • Auf stark riechende Parfums und Kosmetika sollte verzichtet werden.
  • Öfter duschen, da Schweißgeruch Steckmücken anzieht.
  • Fliegengitter und Moskitonetze nutzen – wo möglich.

Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Insektenstichen:

  • Auf keinen Fall kratzen, da es sonst zu einer bakteriellen Infektion kommen kann.
  • Den Stich schnell kühlen, zum Beispiel mit Kühlkompressen aus Gel oder Wasser.
  • Salben, die Antihistaminika enthalten, mindern den Juckreiz. Zudem enthält die eigene Spucke Enzyme, die desinfizierend sind.
  • Wird die Hautpartie um den Stich herum dick und heiß, ist sie stark gerötet oder schmerzt, unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn nach Mückenstichen während oder nach einem Urlaub in Risikogebieten hohes Fieber und Begleitsymptome auftreten.

Die Landeshauptstadt bekämpft die Plagegeister

Damit sich weder exotische noch heimische Stechmücken großflächig ausbreiten können, ist eine Bekämpfung wichtig. Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist Mitglied der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V., kurz KABS genannt. Die KABS führt gut organisierte Bekämpfungsmaßnahmen in den Überschwemmungsgebieten des Rheins und im Stadtgebiet, insbesondere in Biebrich, Schierstein und Kostheim, durch. Hierdurch gelingt es weitgehend, eine Plage durch Stechmücken im freien Gelände zu verhindern.

Wie lassen sich Stechmücken im heimischen Garten bekämpfen?

Das A und O jeder Bekämpfung ist, den Quälgeistern keine Brutstätten anzubieten. Jede kleine Wasseransammlung, die über zehn Tage bestehen bleibt, ist für die Eiablage geeignet. Geeignete Maßnahmen sind:

  • Dichtes Abdecken der Regenfässer, so dass die Stechmückenweibchen ihre Eier nicht auf der Wasseroberfläche ablegen können;
  • Wenn möglich Regenfässer restlos leeren, damit die Stechmückenlarven vertrocknen;
  • Alle unnötigen Wasserfänger, wie Eimer, Plastikgefäße oder -planen, Dosen, alte Autoreifen oder Verstopfungen in Regenrinnen beseitigen;
  • Wasser in Vogeltränken regelmäßig erneuern;
  • Gartenteiche können mit Fischen besetzt werden, da sie die Schnakenbrut vertilgen.

In Regenfässern, die sich nicht restlos verschließen lassen oder in Gartenteichen, kann ein rein biologisches Bekämpfungsmittel eingesetzt werden, das den "Bacillus thuringiensis israelensis (B.t.i.)" enthält und im Handel erhältlich ist. Der Wirkstoff tötet gezielt Stechmückenlarven ab, ohne schädliche Auswirkungen auf Menschen, Wildtiere, Nutzinsekten, Fische oder andere Organismen zu haben. Das Wasser kann bedenkenlos zur Bewässerung im Garten verwendet werden.

Ergänzend zu der großflächigen Schnakenbekämpfung in den Überschwemmungsgebieten des Rheins, stellt die Landeshauptstadt Wiesbaden ihren Bürgerinnen und Bürgern kostenlos CULINEX - B.t.i.- Tabletten für Wassertonnen und Teiche zu Verfügung. Die Tabletten sind im städtischen Umweltladen (Luisenstraße 19) erhältlich. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr.

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