Gefahr durch Starkregen – Darstellung in Karten zur Risikoabschätzung
Starkregenschäden treten auch in der Fläche und unabhängig von Überschwemmungsflächen großer Flüsse auf. Für die Darstellung großflächiger Bereiche wurden vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain im Rahmen des Projekts "KLIMPRAX – Starkregen und Katastrophenschutz für Kommunen" Starkregen-Hinweiskarten und Fließpfadkarten entwickelt. Für eine noch konkretere Gefährdungsbeurteilung veröffentliche die Landeshauptstadt Wiesbaden außerdem flächendeckende Starkregen-Gefährdungskarten. Alle drei Kartenwerke haben die Darstellung von Risiken zum Ziel, bilden jedoch verschiedene Ebenen ab:
- Starkregen-Hinweiskarte
Die für Kommunen bereitgestellte hessenweite Starkregen-Hinweiskarte ist für die großflächige Identifizierung von Ortslagen und Bereichen geeignet, die besonders durch Starkregen gefährdet sind. - Fließpfadkarte
Kommunale Fließpfadkarten identifizieren gefährdete Flächen und potenzielle Wege von abfließenden Wassermassen (Fließpfade) bei Starkregen. Sie dienen als Grundlage, um das Überflutungsrisiko in der Kommune zu analysieren. Die Fließpfadkarten sind unter Kommunale Fließpfadkarten für Wiesbaden einzusehen. - Starkregen-Gefahrenkarte
Für die konkrete Gefährdungsbeurteilung vor Ort und Maßnahmenentwicklung im Einzelfall reichen die Fließpfadkarten nicht aus. Hierfür können Starkregen-Gefahrenkarten eingesetzt werden, die den Wasserabfluss anhand vieler Daten berechnen und auch kleinräumige Besonderheiten einbeziehen. Seit 2023 liegen diese für das gesamte Stadtgebiet Wiesbadens vor und können unter Starkregen-Gefahrenkarten für Wiesbaden eingesehen werden.
Die Kartendarstellungen basieren auf unterschiedlichen Datengrundlagen und haben demnach unterschiedliche Zielsetzungen.