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Sperrung Salzbachtalbrücke: Bürgerinformationen

An der Salzbachtalbrücke wurde Mitte Juni ein erheblicher Schaden festgestellt. Daraufhin wurde die Brücke komplett gesperrt. Auch in Wiesbaden wird die Sperrung erhebliche Verkehrsprobleme verursachen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um die Brückensperrung für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer - für PKW, ÖPNV und Radfahrerinnen und Radfahrer. Inzwischen ist klar, dass die Brücke gesprengt und neu gebaut werden muss.

Arbeiten und Sprengung

Die Arbeiten an der gesperrten Salzbachtalbrücke im Zuge der A 66 können in Kürze wieder aufgenommen werden. Hierfür wird grünes Licht durch die externen Prüfingenieure erwartet. Sowohl Notstabilisierung des schadhaften Pfeilers als auch weitere notwendige Sicherungsmaßnahmen am südlichen Brückenbauwerk (FR Frankfurt/M) sind abgeschlossen. Auch die Überprüfung der Nordbrücke steht kurz vor dem Abschluss; bisher gibt es keine Auffälligkeiten. Voraussetzung für einen Sprengtermin gegen Ende Oktober/Anfang November sind optimale Abläufe in der Vorbereitung und eine abgeschlossene Kampfmittelsondierung insbesondere im Bereich der Gleisanlagen der Deutschen Bahn. Die Sprengung wird aus organisatorischen Gründen an einem Wochenende stattfinden. Im weiteren Ablauf muss der komplette Bereich unter der Brücke bis zur Sprengung mit größeren Fallbetten und Stützwällen versehen werden. Fallbett bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Bodenmaterial auf das vorhandene Gelände aufgeschüttet wird, auf das das gesprengte Bauwerk später fällt. Mit diesen Techniken soll der Eintrag von Erschütterungen, die beim Aufprall entstehen, minimiert werden. Vorgesehen ist zudem, die Oberleitungen und Gleisanlagen der Bahn zurückzubauen. Planmäßig wird die Südbrücke bei der Sprengung senkrecht nach unten fallen. Anschließend ist geplant, dass die Nordbrücke vom Klärwerk weggekippt auf die gesprengte Südbrücke fällt. 

Sperrung der Salzbachtalbrücke

Aufgrund des unerwartet aufgetretenen, massiven Schadens an der Salzbachtalbrücke hat die Autobahn GmbH am Freitag die Sperrung der Brücke selbst - Bundesautobahn 66 - der darunterliegenden Bundesstraße 263 auf dem Abschnitt unter der Brücke und des Schienenverkehrs veranlasst, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu gewährleisten. Ausgelöst wurde die Sperrung des gesamten Brückenbauwerks durch eine Fahrbahnabsenkung und heruntergestürzter Bauteile am südlichen Teil der Brücke, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr unter Verkehr war und für den Abriss vorbereitet wird.

Notstabilisierung soll in Kürze abgeschlossen sein

Die Notstabilisierungsarbeiten am Bauwerk Süd der Salzbachtalbrücke dauern weiter an. In den letzten Tagen (Stand 10. August 2021) wurden Spritzbetonergänzungen vorgenommen, sodass sich die havarierte Südbrücke nicht mehr unkontrolliert absenken kann.

Nun wird die Freigabe des externen Prüfingenieurs erwartet, damit die notwendigen Arbeiten für die geplante Sprengung und die umfangreichen Sicherungsleistungen an der Infrastruktur im unmittelbaren Umfeld des Bauwerks beginnen können. Zur Ausführung dieser Sicherungsarbeiten wird ein Zeitraum von ca. acht Wochen ab der Freigabe des Bauwerks veranschlagt. Somit ist von einem Sprengtermin Anfang Oktober 2021 auszugehen. Die Sprengung muss aus Sicherheitsgründen für die Bevölkerung an einem Wochenende stattfinden. 

Bypass entlang der Mainzer Straße / Bundesstraße 263

Seit Anfang Juli ist es möglich, die Mainzer Straße / B263 zwischen Freizeitbad und Amöneburger Kreisel über einen sogenannten Bypass zu befahren; hierfür werden die Rampen der Anschlussstelle genutzt. Durch diese Maßnahme werden auch der Busverkehr und der Schienenersatzverkehr beschleunigt. Der in dem Zuge eingerichtete, baulich getrennte Geh- und Radweg wurde ebenfalls freigegeben. Alle Verkehrsteilnehmenden, egal ob mit Auto, Rad oder E-Tretroller, werden gebeten, den Bypass mit Rücksicht zu befahren und die Geschwindigkeit den örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Busspur am Amöneburger Kreisel und zusätzliche Autospur auf 2. Ring

Am Wochenende, 10./11. Juli, wurde die Verkehrsführung auf der Mainzer Straße rund um den Amöneburger Kreisel neu geordnet und mit gelber Baustellenmarkierung eine Busspur geschaffen. Die Maßnahme ist befristet für die Zeit der Sperrung des Wiesbadener Hauptbahnhofs (Bahnlinien S1, S8, S9, RB10, RB75). 

2. Ring und Bahnhöfe: Nächste Notmaßnahmen Salzbachtalbrücke kommen

Zur Aufrechterhaltung des Wiesbadener Verkehrssystems während der Sperrung der Salzbachtalbrücke hat das Verkehrsdezernat die nächsten Maßnahmen des Notprogramms angekündigt. Diese werden parallel zu den Arbeiten der Autobahn GmbH zur Vorbereitung der Brückensperrung durchgeführt.

  • Der Theodor-Heuss-Ring wird auf der kompletten Strecke zwischen Mainzer Straße und Biebricher Allee temporär zweistreifig ausgebaut. Hierfür wird der bisherige Parkstreifen auf der Ostseite zugunsten des fließenden Autoverkehrs umgenutzt. Der Fahrbahnteiler in der Nähe der Breitenbachstraße wird durch eine provisorische Fußgängerampel ersetzt. Die Arbeiten beginnen am Donnerstag, 22. Juli.
  • Auf dem Konrad-Adenauer-Ring wird ab Donnerstag, 22. Juli, zur Verbesserung der Linksabbiegesituation Richtung Schiersteiner Brücke die Linksabbiegespur verlängert. Um den Platz dafür zu schaffen, wird dabei die Linksabbiegespur in die Klopstockstraße aufgehoben, wodurch gleichzeitig das Wohngebiet Dichterviertel von Durchgangsverkehr entlastet wird. Bewohnerinnen und Bewohner des Dichterviertels können weiterhin über die Wielandstraße oder die Wolfram-von-Eschenbach-Straße ins Gebiet gelangen.
  • Um die ÖPNV-Erreichbarkeit des Bahnhofs Biebrich zu verbessern, erhält die Biebricher Allee im südlichen Abschnitt eine temporäre Busspur. Als vorbereitende Maßnahme wird zwischen Tannhäuserstraße und Weihergasse in Fahrtrichtung Biebrich ein Halteverbot eingerichtet, um dann ab Donnerstag, 27. Juli, mit der Einrichtung einer neuen Spuraufteilung beginnen zu können. Vorgesehen ist, die rechte der beiden Geradeausspuren Richtung Biebrich in eine Busspur umzuwandeln, sowie die Linksabbiegespur in die Kasteler Straße zu verlängern. Die Expressbuslinie 47 fährt von der Innenstadt den Bahnhof Biebrich direkt an; mit den Linien 4 und 14 ist dieser ab der Bushaltestelle Herzogsplatz fußläufig erreichbar.
  • Eine Anpassung der Verkehrsführung erfolgt im Amöneburger Kreisel. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wird die temporäre Busspur im Kreisel selbst sowie in der Abführung Richtung Knoten Kasteler Straße/Breslauer Straße aufgehoben; im Bereich der Zuführung von Norden bleibt sie weiterhin bestehen.
  • Bahnhof Biebrich: Als erste Sofortmaßnahme wurden mobile Fahrradabstellplätze und eine ESWE meinRad-Station errichtet. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn wird die Stadt Wiesbaden in den nächsten Wochen die folgenden Maßnahmen umsetzen: Freischneiden von Gehwegen, bessere Beschilderung zwischen Bahnsteigen, Bushaltestellen und Unterführung, Ertüchtigung des Zugangs zu Bahnsteig 1 für mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger, Markierung eines temporären Zebrastreifens auf dem Seligmann-Baer-Platz für eine sichere Fußgängerquerung, Erleichterung des Zugangs zu Bahnsteig 2 aus Richtung Erich-Ollenhauer-Straße, Einrichtung eines temporären Taxistandes, Grundreinigung und Streichung der Unterführung sowie häufigeres Leeren der Müllbehälter auf den Bahnsteigen.
  • Bahnhof Wiesbaden Ost: Ergänzend zu den bereits von der Deutschen Bahn und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund eingeleiteten Maßnahmen (Zuwegung, Beschilderung) wird das Tiefbau- und Vermessungsamt in Kürze einen Taxistreifen und Fahrradabstellplätze einrichten, um die Erreichbarkeit des Bahnhofs zu verbessern. Außerdem wird die Optimierung der Abläufe des Schienenersatzverkehrs forciert.

Welche Ausweichstrecken können genutzt werden?

Zur weiträumigen Umfahrung der Salzbachtalbrücke wird grundsätzlich der Mainzer Autobahnring empfohlen - Bundesautobahnen (A) 643, 60 und 671. Bürgerinnen und Bürgern aus dem Bereich Untertaunus können entweder auf die westliche Umfahrung des Stadtgebietes über die Bundesstraße 260, beziehungsweise die nordöstliche Umfahrung über die Bundesstraße 275 und die A 3 ausweichen. Der Verkehr auf allen hier genannten Straßen wurde bisher nicht merklich von der Brückensperrung beeinträchtigt. Auch, wenn diese Routen auf den ersten Blick länger als die Fahrt durch das innerstädtische Straßennetz wirken, sind diese Umfahrungen darum oftmals die schnelleren und flüssigeren Optionen, um Ziele im weiteren Rhein-Main-Gebiet zu erreichen. Informationen zu Umleitungsstrecken sind außerdem auf der Homepage der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West, zu finden.

Für nicht vermeidbare Fahrten durch das Stadtgebiet bietet sich in Richtung Eltville beziehungsweise Hofheim die Ausweichstrecke A 643/Schiersteiner Straße oder Biebricher Allee – zweiter Ring – Bundesstraße 455 an. In Richtung Ingelheim beziehungsweise Hochheim kann die Ausweichstrecke Äppelallee – Kasteler Straße – Amöneburger Kreisel – A 671 genutzt werden. Es wird bereits daran gearbeitet, diese Routen kurzfristig dahingehend zu ertüchtigen, dass der Verkehrsfluss optimiert wird. Dennoch muss auf diesen Strecken weiterhin mit zähem Verkehrsfluss und Stau gerechnet werden.

Welche Auswirkungen hat die Sperrung auf den ÖPNV?

Die Buslinien 3, 6, 33, 34 und 43 von ESWE Verkehr müssen aufgrund der Brückensperrung umgeleitet werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten von ESWE Verkehr.

Bis auf die Ländchesbahn (RB21) kann der Hauptbahnhof Wiesbaden von keinen Regionalbahn- oder S-Bahnlinien angefahren werden. Fahrgäste mit dem Fahrtziel Frankfurt können dieses mit der Ländchesbahn mit Umstieg in Niedernhausen Bahnhof erreichen. 

Zusätzlich verkehrt der Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und den Bahnhöfen Biebrich, Wiesbaden Ost, Mainz-Kastel und Mainz Hauptbahnhof. An diesen Bahnhöfen finden Sie Anschluss zu den Linien S1 und S8 (Wiesbaden Ost, Mainz-Kastel), S9 (Mainz-Kastel), RE 9 und RB 10 (Biebrich, Mainz-Kastel) und RB 75 (alternierend Mainz Hauptbahnhof bzw. Wiesbaden Ost). Am Hauptbahnhof befinden sich die Bushaltestellen für den Schienenersatzverkehr am östlichen Vorplatz (Bussteig 6). Seit 30. August verkehrt darüber hinaus eine temporär eingerichtete Schnellbuslinie 928 ohne Zwischenhalt zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und Kastel Bahnhof. Montags bis freitags in der Zeit von circa 6 bis 9 Uhr sowie in der Zeit von circa 15 bis 20 Uhr bedient die neue Linie die beiden Bahnhöfe im 15-Minuten-Takt und mit einer Fahrtzeit von 15 Minuten. Nähere Informationen finden Sie ebenfalls auf der oben verlinkten Seite von ESWE Verkehr.

Informationen zum Schienennahverkehr

Die Fahrt zu den Bahnhöfen Biebrich, Wiesbaden Ost, Kastel, Mainz Hauptbahnhof oder Schierstein kann selbstverständlich auch mit dem Rad zurückgelegt werden. In unmittelbarer Umgebung der Bahnhaltepunkte Schierstein, Biebrich, Wiesbaden-Ost und Kastel befinden sich Radabstellanlagen und/oder ESWE Verkehr meinRad-Stationen. Die in Wiesbaden vertretenen E-Tretroller-Anbieter werden an den genannten Bahnhöfen ab sofort mehr Fahrzeuge bereitstellen, damit auch dieses Verkehrsmittel mit dem ÖPNV verknüpft werden kann. 

Wie komme ich mit dem Fahrrad von Wiesbaden nach Mainz beziehungsweise Amöneburg und Kastel?

Die Route über die Mainzer Straße entlang der Bundesstraße 263 in Richtung Mainz ist mittlerweile über den eingerichteten Bypass wieder für den Rad- und den Fußverkehr freigeben. Ein baulich getrennter Geh- und Radweg, der über die Rampen der Anschlussstelle führt, umgeht die Unterführung unter der Brücke und sorgt so dafür, dass man wieder ohne größere Umwege mit dem Rad vom Freizeitbad zum Amöneburger Kreisel gelangt. Hiervon profitieren vor allem auch Pendelnde, die auf schnellem Weg den Ostbahnhof erreichen möchten. Der Geh- und Radweg ist in beide Richtungen befahrbar.

Gibt es weitere, hilfreiche Tipps zum Vorankommen im Stadtverkehr?

Da in den kommenden Wochen und Monaten mit einem massiven Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet gerechnet werden muss, empfiehlt es sich, wenn möglich, Autofahrten grundsätzlich oder zumindest zu den Stoßzeiten zu vermeiden. Wege, die alternativ zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Bahn oder E-Tretrollern zurückgelegt werden, entlasten die Straßen und sorgen somit insbesondere bei denjenigen, die auf das Auto angewiesen sind, für ein schnelleres und besseres Durchkommen.

Alle Bürgerinnen und Bürger werden um Geduld und Verständnis für diese Ausnahmesituation gebeten. Gemeinsam und mit Rücksichtnahme im Straßenverkehr kann diese verkehrliche Herausforderung bewältigt werden.


Positiver Austausch von Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent mit der Wirtschaft

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Verkehrsdezernent Andreas Kowol haben sich am 30. Juni mit Vertretern der Wiesbadener Wirtschaft in einer Videokonferenz ausgetauscht, um über die Folgen der Salzbachtalbrücken-Sperrung und mögliche Lösungen zu sprechen. Im Rahmen der Konferenz war ebenfalls ein Vertreter der zuständigen Autobahn GmbH zugeschaltet.

Nach kurzen Sachstandsmeldungen von der Autobahn GmbH und dem Verkehrsdezernat gab es einen konstruktiven Austausch zwischen den eingeladenen Teilnehmenden. Das Feedback im Anschluss hat gezeigt, dass eine derartige Runde zum jetzigen Zeitpunkt sehr hilfreich für alle Seiten war. Der Dank von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Verkehrsdezernent Andreas Kowol geht daher an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer  für deren Beteiligung und konstruktive Vorschläge, die nun geprüft werden, sowie an die Autobahn GmbH, dass sie sich auch an diesem Format eingebracht haben.

Um das städtische Verkehrsnetz für die Salzbachtalbrücken-Krise aufzurüsten, soll ein Notprogramm mit einem Volumen von einer Million Euro auf den Weg gebracht werden. Eine besondere Priorität kommt der Ertüchtigung des 2. Rings zu, aber auch für Bus und Bahn sollen schnell wirksame Maßnahmen ergriffen, beziehungsweise beim RMV initiiert werden.

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Bypass entlang der Mainzer Straße / Bundesstraße 263 wiesbaden.de / Foto: Autobahn GmbH
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