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Eine Million Elektroautos

Geht es nach den Plänen der Bundesregierung, fahren im Jahr 2030 sieben bis zehn Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen. Bedarfsgerecht laden sollen sie dann unter anderem an einer Million öffentlich zugänglicher Ladepunkte.

Die Modellpalette hat sich in den vergangen Jahren stetig erweitert. Rund 40 verschiedene Modellreihen und ebenso viele Modellversionen sind bereits erhältlich (Stand Ende 2020). Nach vorläufigen Berechnungen war Ende 2020 bereits ein Gesamtbestand von 633.424 Elektrofahrzeugen zugelassen. Die Zahl hat sich somit bundesweit, aber auch in Wiesbaden innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Kaum ein Hersteller, der nicht mindestens ein Modell mit Elektroantrieb anbietet, entweder als reines Elektrofahrzeug (BEV) oder kombiniert mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor, einem sogenannten "Plug-in-Hybrid" (PHEV). Aktuell halten sich reine Batteriefahrzeuge und Plug-in-Hybride in etwa die Waage (287.109 BEV und 263.537 PHEV). Hält der Trend an, ist bald jede fünfte Neuzulassung mindestens mit einem elektrischen Zusatzantrieb und Steckdose ausgestattet.

Elektrische Nutzfahrzeuge

Lieferwagen, Busse, Lkw und Müllfahrzeuge werden bereits in kleinen Serien als elektrische Fahrzeuge hergestellt. Fast geräuschlos können sie schon frühmorgens oder nachts Lieferfahrten ausführen. Damit entlasten sie die Straßen während des Berufsverkehrs und verringern die Staugefahr. Im Nutzfahrzeugbereich dürfte sich das Angebot sukzessive erweitern. Auch die Autoverleiher und Carsharing-Anbieter verfügen längst über Elektromobile.

100 Prozent Elektroantrieb

Mittelfristig gehen Experten davon aus, dass sich der reine Elektroantrieb gegenüber den Hybriden durchsetzen wird. Das Herz des Elektroautos ist das Batteriesystem, das aus Lithium-Ionen-Akkus und einer intelligenten Lade- und Leistungselektronik besteht. Damit wird das Fahrzeug elektrisch angetrieben, gesteuert und auch gebremst – und das besonders effizient, denn fast die gesamte elektrische Energie wird in Antriebsenergie umgewandelt.

Für wen ist ein Elektroauto interessant?

Die geringeren Betriebskosten von Elektroautos kommen besonders bei hohen Laufleistungen zum Tragen. So relativiert sich auch der ökologische Fußabdruck der energieintensiven Akkuherstellung. Aufgrund der zunehmenden Batteriekapazitäten, der steigenden Ladeleistungen und wachsenden Reichweiten lässt sich das optimale Einsatzgebiet von Elektrofahrzeugen nicht mehr eindeutig eingrenzen. Ob Stadt oder Land, letztlich entscheidet die Reichweite des jeweiligen Fahrzeugs, das Streckenprofil und die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten darüber, ob ohne Komfortverluste oder mit gewissen Einschränkungen ein Elektrofahrzeug zum Einsatz kommen kann. Die üblichen Fahrten – im Schnitt legt eine mobile Bundesbürgerin 46 km am Tag zurück – lassen sich selbst ohne tägliches Nachladen mit allen am Markt befindlichen Modellen problemlos bewältigen.

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