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Pressemitteilung

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Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen zum Ostfeld
Die vorbereitenden Untersuchungen zum Projekt Ostfeld sind abgeschlossen. Projektleiter Joachim Mengden und SEG-Geschäftsführer Roland Stöcklin übergaben aus diesem Anlass am vergangenen Dienstag Oberbürgermeister Sven Gerich den Abschlussbericht. Der Bericht empfiehlt die Einleitung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme.
Oberbürgermeister Sven Gerich nahm die insgesamt 853 Seiten starke Ausarbeitung dankend entgegen: „Ich freue mich, dass der Abschlussbericht der vorbereitenden Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Bereich Ostfeld nun vorliegt. Dies ist der erste Schritt, um zügig zusätzliche Flächen für bezahlbaren Wohnraum, konkret für etwa 4.750 Wohnungen, und zusätzliche Arbeitsplätze bereitzustellen“, so Gerich.

„Im Fazit des Untersuchungsberichts wird festgehalten, dass das Wohl der Allgemeinheit die Durchführung einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme erfordert und die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme an sich im vorliegenden Fall als planungsrechtliches Instrument geeignet ist“, erläutert Projektleiter Joachim Mengden die Kernaussage des Berichtes. „Der Untersuchungsbericht schließt entsprechend mit der Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung, auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse das Gebiet Ostfeld förmlich als städtebaulichen Entwicklungsbereich festzulegen“, ergänzt Roland Stöcklin, der sich als Geschäftsführer der SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH für das Projekt mitverantwortlich zeigt.

„Die Beratungen der politischen Gremien können nun beginnen“, so Oberbürgermeister Gerich weiter. „Mein Dank gilt zunächst allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Ämter und weiteren Beteiligten, die sich engagiert in das Projekt eingebracht und mitdiskutiert haben. Ganz besonders bedanke ich mich jedoch bei Joachim Mengden, Michaela Maack und dem gesamtem Team der SEG.“

Mit dem vorliegenden Bericht sei nun die Grundlage geschaffen, um auf Basis aller Fakten eine fundierte Entscheidung treffen zu können. „Für mich persönlich steht fest, dass wir diese - vermutlich einmalige - Chance nutzen sollten und im Ostfeld ein neuer Stadtteil für rund 10.000 Bewohnerinnen und Bewohner entstehen soll. Denn wir müssen heute die Weichen stellen, damit es auch in Zukunft in Wiesbaden noch bezahlbaren Wohnraum gibt“, stellte der Oberbürgermeister seinen Standpunkt dar.

Der Bericht und die dazugehörenden Gutachten sollen in den kommenden Tagen allen Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung sowie den betroffenen Ortsbeiräten zur Kenntnis gegeben werden, damit sich alle Beteiligten über die Sommerpause eine Meinung bilden können. Parallel dazu wird der Bericht – ebenfalls inklusive aller Anlagen - auf dein.wiesbaden.de veröffentlicht.

Nach der Sommerpause soll dann der Bericht in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung und in den Ortsbeiträten diskutiert werden. Es ist geplant, dass das Stadtentwicklungsdezernat hierfür als Diskussionsgrundlage eine Sitzungsvorlage in die Stadtverordnetenversammlung einbringt, in welcher die nächsten Verfahrensschritte festgelegt und – ein positives Votum der Stadtverordnetenversammlung vorausgesetzt – die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme formal per Satzungsbeschluss beschlossen werden soll.

Das im Rahmen der Untersuchungen entwickelte Strukturkonzept als Vision für das Gebiet Ostfeld sieht im Kern eine Entwicklung im Bereich der Siedlung Am Fort Biehler vor. Hier ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit hoher Dichte geplant. Im nördlichen Bereich des Untersuchungsgebietes gegenüber dem Gewerbegebiet Erbenheim soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Das bestehende Gewerbegebiet am Dykerhoffbruch soll weiterentwickelt werden. Der Untersuchungsbericht stellt dar, dass die Aspekte zu Umwelt, Klima, Verkehr und Infrastruktur im Planungsprozess berücksichtigt und welche Lösungsansätze zur Optimierung im Rahmen der weiterführenden Planungen in den kommenden Jahren möglich sind.

Der Großteil der Entwicklungsflächen im Untersuchungsgebiet (87 Prozent der Fläche) befindet sich im Eigentum der öffentlichen Hand. Im Verhältnis zu anderen Gebieten im Wiesbadener Stadtraum sind nur relativ wenige private Eigentümer oder sonstige Betroffene wie Mieter, Pächter, Vereine oder Betriebe betroffen. Im Rahmen der Voruntersuchung wurde die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer und Nutzungsberechtigten ermittelt. Erfreulicherweise war die Bereitschaft zur Mitwirkung insgesamt hoch. Einzelne Grundstückseigentümer, aber auch Pächter, haben jedoch eine Mitwirkung an der Entwicklung des Bereichs Ostfeld oder einen Verkauf ihres Grundstückes abgelehnt. Für Betroffene sind laut Untersuchungsbericht individuelle Lösungsansätze möglich, um negative Konsequenzen einer möglichen städtebaulichen Entwicklung zu begrenzen.

Im Zuge der vorbereitenden Untersuchungen wurde eine überschlägige Kosten- und Finanzierungsübersicht erstellt, um die finanziellen Konsequenzen auch für die Landeshauptstadt einschätzen zu können. Die im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen angefertigte Bestandsaufnahme und Analyse zeigen auch, dass eine Entwicklung im Bereich Ostfeld für die örtliche und überörtliche Entwicklung zwingend notwendig ist. In der Untersuchung wurden Alternativflächen innerhalb Wiesbadens betrachtet und geprüft. Nach den derzeit vorliegenden Informationen ist davon auszugehen, dass der Bedarf an Wohnraum sowie an zusätzlichen Arbeitsplätzen durch die Entwicklung alternativer Flächen und durch die Anwendung alternativer Instrumente auch in den kommenden Jahren nicht gedeckt werden kann.

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Herausgeber:
Pressereferat
der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schlossplatz 6
65183 Wiesbaden
Für Fragen der Bürgerinnen und Bürger
Telefonzentrale Rathaus:
Abschlussbericht
Roland Stöcklin (SEG-Geschäftsführer); Jo Mengden (Projektleiter) und Sven Gerich (Oberbürgermeister), von links nach rechts.

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