Vier Wiesbadener Spaziergänge
Der vielleicht beste Weg, Wiesbaden zu entdecken: zu Fuß! Auf vier thematischen Spaziergängen entdeckt Ihr die Stadt auf eigene Faust. Einfach Faltplan herunterladen und loslaufen. Die Pläne bekommt Ihr übrigens kostenlos auch in der Tourist Information am Marktplatz.
1. Jugendstil-Pfad
Wiesbaden gilt als eine der bedeutendsten Jugendstilstädte Deutschlands. Die Blütezeit um die Jahrhundertwende prägte die Architektur der Stadt nachhaltig – mit eleganten Fassaden, floralen Ornamenten und kunstvoll gestalteten Innenräumen. Der Wiesbadener Jugendstilpfad führt Euch mit Hilfe des digitalen Faltplans zu Beispielen dieser Epoche, die faszinierende Einblicke in das kulturelle und architektonische Erbe der Landeshauptstadt geben.
Quellgeflüster-Tipp: Ganz in das Lebensgefühl des Fin de Siècle eintauchen könnt Ihr in der Jugendstil-Sammlung F. W. Neess (Öffnet in einem neuen Tab) im Museum Wiesbaden mit mehr als 500 Ausstellungsstücken von Möbelstücken bis zu Gemälden - unter anderem Friedrich Heysers "Ophelia", das Taylor Swift zu ihrem Musikvideo "The Fate of Ophelia" inspiriert hat. Der geführte Rundgang "Ein absoluter Glücksfall für Wiesbaden - der Jugendstil" (Öffnet in einem neuen Tab) wird ergänzend zur Ausstellung angeboten.
2. Jawlensky-Pfad
Der russisch-deutsche Maler und Mitglied der Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" Alexej von Jawlensky (1864 bis 1941) war war Wahl-Wiesbadener. Bekannt ist er vor allem für seine farbintensiven Porträts und abstrahierten Köpfe, in denen er Spiritualität und emotionale Ausdruckskraft miteinander verband. Auf neun Stationen wandelt Ihr mit dem digitalen Faltplan auf seinen Spuren, besucht historische Orte und bedeutende Stationen seines Lebens.
"Im Jahre 1921 reiste ich von Ascona nach Wiesbaden und kam dort am 1. Juni an. Dort war meine Ausstellung, die vorher in Frankfurt gewesen war. Es war eine große Ausstellung von meinen letzten Arbeiten und von meinen starken Vorkriegsköpfen. In Wiesbaden hatte ich damals einen großen Erfolg. Ich begegnete dort sehr netten Menschen, und das bestimmte mich, meinen Wohnsitz in Wiesbaden zu nehmen. Ein Jahr später kam meine Familie auch hierher", so Jawlensky.
Quellgeflüster-Tipp: Das Museum Wiesbaden beherbert die weltweit bedeutendste Sammlung von Alexej von Jawlensky (Öffnet in einem neuen Tab). Im Interview (Öffnet in einem neuen Tab) erfahrt Ihr, welche Highlights Euch im Museum Wiesbaden außerdem erwarten.
3. Wiesbaden im Ohr
Die interaktive Erlebnistour durch Wiesbaden ist eine Schatz- und Spurensuche, auf die Ihr Euch mit dem eigenen Smartphone begeben könnt - selbstständig, jederzeit, kostenlos und ohne, dass Ihr dafür eine App downloaden müsst. Auf dem Flyer "Wiesbaden im Ohr" sind 14 markante Stationen in der Stadt vermerkt, die besondere Geschichten zu erzählen haben. Einfach QR-Codes vor Ort scannen und den kleinen Audios und Videos lauschen.
Mit dabei sind unter anderem die Mauergasse mit ihren "150 Meter Gute-Laune-Faktor", die Nerobergbahn, die "schön, schräg und einzigartig" ist, das Café Maldaner und sein "Kaffeehaus-Charme seit über 160 Jahren", die Spielbank Wiesbaden und ihr "Faites vos jeux" und natürlich die Wiesbadener Sittiche, die "so grün wie laut" sind.
Übrigens: Die Vorschläge für die Stationen kommen von Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern. Über 100 Orte wurden vorgeschlagen, was zeigt, dass sie ziemlich gut hinhören, wenn es um ihre Stadt geht!
4. Kunstspaziergang
Im Pocketflyer "Kunstspaziergänge" könnt Ihr auf drei Spaziergängen 33 Kunstwerke im öffentlichen Raum erkunden.
Ob auf Plätzen, in Parkanlagen, vor Bürogebäuden oder an Hausfassaden - nirgendwo sonst kann Kunst so ungestört bestaunt werden. Die Werke reichen von Skulpturen über Denkmäler bis hin zu und Graffitis und spiegeln so die Vielfältigkeit der Kunst im öffentlichen Raum wieder.
Im Nerotalpark lädt Künstlerin Heide Krebs-Bechtel mit dem Skulpturensemble "25" Euch dazu ein, Bäume im Park anhand der dazugehörigen Baumnummern zu finden und bestimmen.



