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Hong Sang-soo

Seit Mitte der 1990er-Jahre dreht der Südkoreaner Hong Sang-soo seine unverwechselbaren Filme. Der ehemalige Festival-Geheimtipp findet mittlerweile auch im Westen große Anerkennung. Aus Anlass seines 27. Spielfilms, auf der Berlinale 2022 mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet, zeigt das Caligari vier seiner Filme, einen davon im virtuellen Kinosaal Kino3.
Film Datum Uhrzeit Version
Die Schriftstellerin

Fr, 02.12.

20.00 Uhr  OmU
Die Frau, die rannte

Mi, 07.12.

18.00 Uhr OmU
Introduction

Do, 11.12.

20.00 Uhr OmU

Die Schriftstellerin, ihr Film und ein glücklicher Zufall

Der neueste Film des koreanischen Kultregisseurs Hong Sang-soo feiert in seinem typischen lakonischen Stil die Schönheit zufälliger Begegnungen. Entstanden ist eine humorvolle Meditation über Wahrhaftigkeit in der Kunst und eine Liebeserklärung an seine Darstellerinnen und Darsteller, die allesamt Größen des koreanischen Kinos sind.

Bei einem Ausflug in einen Vorort von Seoul trifft die Schriftstellerin Junhee zufällig alte Bekannte. Das Wiedersehen mit ihrer Autorenkollegin Sewon, die dort einen kleinen Buchladen betreibt, fällt eher frostig aus ... 

Die Frau, die rannte

Das Drama des südkoreanischen Regiemeisters Hong Sang-soo erzählt von Gam-hee, die zum ersten Mal seit ihrer Heirat allein ist, ihr Mann befindet sich auf Geschäftsreise. Nie zuvor in den fünf Jahren ihrer Ehe waren sie für einen Tag getrennt, und nun ist er gleich einige Tage weg, was Gam-hee dazu benutzt, um nacheinander zwei Freundinnen zu besuchen, die sie durch die Zweisamkeit der Ehe ein wenig aus den Augen verloren hat. Und eine dritte wird sie per Zufall in einem Kino treffen. Während dieser Begegnungen entspinnen sich Dialoge zwischen den Frauen - über das Leben, die Liebe, die Männer, die hier kaum je auftauchen. Und nur auf den ersten Blick wirken diese Gespräche banal, denn zwischen den Zeilen offenbart sich mehr, als man zunächst glaubt.

Introduction

In seiner melancholischen Tragikomödie über auseinanderdriftende Lebensentwürfe erzählt der südkoreanische Regisseur Hong Sang-soo von elterlichen Erwartungen und den Unsicherheiten des jungen Erwachsenseins. So richtig sicher ist sich Young-ho nicht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Inspiriert von einem Schauspieler, dem er in der Praxis seines Vaters über den Weg gelaufen ist, hat er sich zwar für die Schauspielerei entschieden. Doch dabei merkt er schnell, dass es für ihn Grenzen gibt, die er nicht überschreiten will. Dafür ist ihm für seine Freundin Ju-won keine Grenze zu weit ...