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Joseph Losey

Er schuf in den 60er und 70er Jahren zeitlose Meisterwerke. Der amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Joseph Losey (1909 - 1984) emigrierte in der McCarthy-Ära nach Europa und setzte sich in seinen Filmen immer wieder mit gesellschaftlichen und sozialen Machtstrukturen auseinander. Das Caligari zeigt zwei seiner bekanntesten Filme.
Wegen seiner linken Haltung und der Freundschaft zu Bertolt Brecht und Adrian Scott wurde er von Senator McCarthy attackiert und durfte in den USA nicht mehr arbeiten. Er emigrierte nach Europa und drehte dort seine bekanntesten Filme wie "Der Diener" (1963) und "Monsieur Klein" (1976).

Der Diener - 15. Juli, 17.30 Uhr

Basierend auf dem 1948 erschienenen Roman von Robin Maugham erzählt "Der Diener" von Barrett, einem verführerischen und kultivierten Diener, der von dem großspurigen Playboy Tony angestellt wird, um dessen neu gegründeten Haushalt zu leiten. Aber Barretts anfängliche Ehrfurcht und seine vertrauenserweckende Arbeit verwandeln sich in argwöhnische und hinterlistige Kontrolle, bis sich schließlich die Rollen von Herr und Diener geschickt umkehren.

Großbritannien 1963, 114 Minuten, FSK ungeprüft, OmU

Monsieur Klein - 21. Juli, 17.30 Uhr

Paris, Januar 1942: Für den zynischen Elsässer Kunsthändler Robert Klein ist die Besetzung durch die Nazis eine einzigartige Geschäftsmöglichkeit, die Erbstücke der vor der Besetzung fliehenden Juden bringen ihm profitablen Umsatz. Als eines Tages eine jüdische Zeitung - fälschlicherweise, so denkt er - an ihn zugestellt wird, bemerkt er, dass ein jüdischer Widerstandskämpfer in den Untergrund abgetaucht ist und seinen Namen benutzt. Klein begibt sich auf die Suche nach seinem Doppelgänger, denn die Polizei bezweifelt seine Geschichte, und er gerät ins Visier der Behörden. Und je weiter Klein bei dem Versuch kommt, seine Unschuld zu beweisen, desto wichtiger wird ihm die Konfrontation mit seinem Doppelgänger ...

Frankreich/Italien 1976, 123 Minuten, FSK ungeprüft, OmU