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Leos Carax

Seine Filme sind große, tragische Liebesgeschichten, mit magischen Bildern, wie sie nur wenige finden. Mit "Annette" kommt nach neun Jahren wieder ein Werk von ihm ins Kino und natürlich - am 26. Januar - auch ins Caligari. Die FilmBühne nutzt die Gelegenheiten, drei weitere seiner legendären früheren Arbeiten auf die große Leinwand zu bringen.
Film Datum Uhrzeit Version
Holy Motors Di, 04.01. 20.00 Uhr OmU
Die Liebenden von Pont Neuf Mo, 10.01. 17.00 Uhr OmU
Boy meets Girl  Di, 18.01. 17.30 Uhr OmU
Annette Mi, 26.01. 20.00 Uhr OmU

Holy Motors

Nach einer unruhigen Nacht voll wirrer Träume wird Monsieur Oscar am Morgen von seiner Chauffeurin Céline mit einer weißen Limousine abgeholt. Auf der Rückbank liegen bereits seine Aufträge für den Tag, die er nur kurz überfliegt. Durch die Straßen von Paris fahrend, beginnt er seine Arbeit. Die Limousine offenbart sich als Kostümkabinett, das in seiner scheinbar endlosen Fülle jedes Kleidungsstück und Accessoire bereithält, um Monsieur Oscars nächsten Rolle die größtmögliche Authentizität zu verleihen. Beginnend mit der Verwandlung in eine arme Bettlerin, steigert sich mit jedem weiteren Auftrag die Komplexität seiner Rollen bis zu einem Grad, in der die Verkleidung nur noch Zierde ist. Die Grenzen zwischen gespielter Rolle und vollständiger Einverleibung einer Identität, eines Lebens, verwischen und lassen uns Zuschauende zwischen Faszination und Staunen hin- und hertaumeln.

Frankreich 2012, 115 Minuten, FSK: ab 16, OmU

Die Liebenden von Pont Neuf

Ein anekdotisch, in Schlaglichtern erzählter Film über die Liebe zwischen dem jungen Clochard Alex und der erblindenden Malerin Michelle. Eine Reihe von Unglücksfällen und die Kompromisslosigkeit des Regisseurs haben aus "Die Liebenden von Pont Neuf" eines der teuersten Projekte der europäischen Filmgeschichte gemacht. Seine Intimität und seine rauhe, von der Perfektion weit entfernte Oberfläche hat der Film dennoch bewahrt.

Frankreich 1991, 126 Minuten, FSK: ab 16, DF

Boy Meets Girl

Leos Carax erzählt in seinen Filmen große, tragische Liebesgeschichten, mit magischen Bildern, wie sie nur wenige andere Filmkünstler finden. Die Abstände zwischen seinen Filmen sind groß, mit ANNETTE kommt nun nach neun Jahren wieder ein Werk von ihm ins Kino und natürlich (am 26.01.) auch ins Caligari - und wir nutzen die Gelegenheiten, drei seiner legendären früheren Arbeiten nochmals in Kino zu bringen, denn diese Filme muss man auf der großen Kinoleinwand sehen.

Frankreich 1984, 100 Minuten, FSK ungeprüft, OmU

Annette

Ann ist eine berühmte Opernsängerin, Henry ein polarisierender Stand-Up-Comedian. So unterschiedlich die beiden sind, so tief ist ihre Liebe. Als mediengefeiertes Starpärchen brausen sie durch die Häuserschluchten von Los Angeles, an blendenden Leuchtreklamen vorbei und singen "we love each other so much" in ihrem idyllischen Strandhaus. Doch die Geburt ihres ersten Kindes Annette, eines geheimnisvollen Mädchens mit einem außergewöhnlichen Schicksal, wird ihr Leben auf den Kopf stellen.

Frankreich/Deutschland/Belgien 2021, 140 Minuten, FSK: ab 12, OmU