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Rassismus - Die Geschichte eine Wahns

Das Bewerten von Menschen nach Haut- und Haarfarbe: Woher kommt das eigentlich? Das beleuchtet der ZDF-History-Film "Rassismus - Die Geschichte eine Wahns" am Freitag, 27. Mai, um 20 Uhr. Zu Gast sind Marius Jung, Autor und Kabarettist und Peter Hartl, Regie.

Gehört das Rassenschema zu unserem Denken? Wie wird aus Vorurteilen Rassismus? Wie sehr prägt er unser Bewusstsein? Der Kölner Kabarettist und Autor Marius Jung, wegen dunkler Hautfarbe selbst mit Anfeindungen konfrontiert, geht auf die Suche. Im Gespräch mit Expert*innen und Betroffenen stößt er auf verblüffende Erkenntnisse, an historischen Orten auf Spuren des Rassenwahns.

Seit seiner Kindheit kennt der 57-jährige, leibliche Sohn eines schwarzen US-Soldaten, die Frage zur Genüge, woher er "eigentlich" komme oder auch die ausgrenzende Floskel: "Solche, wie ihr". In seinem Bühnenprogramm greift Marius Jung auf satirische Weise den alltäglichen Rassismus auf, spricht in online-Konferenzen, an Schulen und in Bildungsstätten über Respekt.

Für ZDF-History fragt er Historiker*innen, Natur- und Sozialwissenschaftler*innen, wie und wieso das Denken in Rassenkategorien entstanden ist. Er geht den Folgen des Sklavenhandels in der Kolonialzeit und dem Einfluss moderner Naturwissenschaften auf die "Rassenlehre" nach, die in den nationalsozialistischen Vernichtungswahn führte. Theodor Wonja Michael, Berliner mit afrikanischem Vater, berichtet, wie er die Rassenverfolgung dank seiner Komparsenrollen in NS-Propagandafilmen überlebte.

Marius Jung präsentiert den Film und vermittelt auf unterhaltsame Weise, wie wichtig das Thema Respekt in unserem Alltag ist.