Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Caligari FilmBühne

Filmreihe: Volker Schlöndorf

Vor 80 Jahren wurde Volker Schlöndorff in Wiesbaden geboren. In über fünfzig Jahren hat der oscarprämierte Regisseur ein vielschichtiges und wegweisendes Werk geschaffen, das das Caligari – gemeinsam mit dem Deutschen Filminstitut und Filmmuseum und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung – in den nächsten Monaten erneut auf der großen Leinwand zugänglich gemacht wird.
Film Datum Uhrzeit
Ein Abend mit und für
Volker Schlöndorf
Film: Der plötzliche Reichtum
der armen Leute von Kombach

Fr, 05.04.

19.00 Uhr
20.00 Uhr Film
Der junge Törless

Mi, 17.04.

20.00 Uhr
Strohfeuer

Sa, 27.04.

17.30 Uhr

Ein Abend mit und für Volker Schlöndorf

Auftakt der Reihe ist ein Abend für und mit Volker Schlöndorff, ein Blick zurück auf seine Kindheit in Wiesbaden und ein sehr bewegtes Leben. Aber auch ein Blick nach vorne auf anstehende Projekte. Die Gäste können sich auf den Ehrengast und einige seiner Wegbegleiter im Caligari freuen. Durch den Abend führt Daniel Cohn-Bendit. Anschließend wird der Film "Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach" gezeigt.

Seine Kindheit verbrachte er in Biebrich und Schlangenbad, bevor er in die Welt auszog und einer der bedeutendsten deutschen Filmemacher wurde. Mit "Der junge Törless" (1965), seinem Debüt als Regisseur, lieferte er einen unschätzbar wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Neuen Deutschen Films, und mit "Die Blechtrommel" (1979), dem ersten deutschen Film, der einen Oscar gewann, schuf er den bis dahin wohl wichtigsten deutschen Nachkriegsfilm. Danach drehte er lange Zeit in den USA, bevor er nach dem Mauerfall nach Deutschland zurückkehrte, als Regisseur und Geschäftsführer der Filmstudios Babelsberg.

Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach

1821 haben die einfachen Menschen in Oberhessen trotz harter Arbeit kaum genug zum Leben. Der Strumpfhändler David ersinnt einen Plan, den Geldtransport des Fürsten, der regelmäßig mit Steuergeldern von Biedenkopf nach Gießen fährt, zu überfallen. Mit einer Gruppe aus Bauern und Tagelöhnern wagt er das riskante Unternehmen, das nach zahlreichen Fehlversuchen endlich gelingt. Doch ihr Glück währt nicht lange, denn ihr plötzlicher Reichtum macht sie schnell verdächtig ...

BRD 1971, 91 Minuten, FSK ab zwölf

Der junge Törless

Österreich-Ungarn, Anfang des 20. Jahrhunderts: Am Erziehungsinstitut des jungen Internatszöglings Törless hat sich unter den gut betuchten Schülern eine Hierarchie von Macht und Wohlstand entwickelt. Als ein jüdischer Klassenkamerad sein Geld beim Würfeln verspielt und daraufhin als Dieb überführt wird, erlebt Törless, wie sich die Klassensprecher eine besondere Strafe für den Übeltäter einfallen lassen: Sie machen ihn zu ihrem Sklaven, erniedrigen und misshandeln ihn. Als Törless eingreifen will, erpressen sie ihn.

BRD/F 1966, 87 Minuten, FSK ab 18

Strohfeuer

Einem Impuls folgend gibt Elisabeth Junker ihrem plötzlichen Drang zur Selbstbestimmung nach und beendet sowohl ihre Ehe mit dem Lektor Hans-Helmut als auch ihr Hausfrauendasein. Doch der Überlebenskampf in der selbstgewählten Freiheit ist hart. Nachdem sie sich als Messehostess und Verkäuferin durchgeschlagen hat, entpuppt sich auch der Aufstieg zur Assistentin eines Kunsthistorikers als Fehlschlag, denn ihr neuer Chef erwartet sexuelle Gefälligkeiten. Ihre Umwelt reagiert auf ihr Emanzipationsstreben mit Unverständnis, und zu allem Überfluss will ihr Ex-Mann Elisabeth das Sorgerecht für ihren Sohn entziehen lassen.

BRD/F 1972, 98 Minuten, FSK ab 16