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Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage

Preisträgerinnen und Preisträger bis 2008

Nach den früheren Verleihungsrichtlinien wurde der Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage der Landeshauptstadt Wiesbaden an folgende Preisträger vergeben.

2008: Susanne Lewitzke

Mit dem Ludwig-Beck-Preis 2008 wurde Susanne Lewitzke ausgezeichnet. Sie half einem verletzten Radfahrer. Ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile hatte sich Frau Lewitzke entschlossen, umgehend zu handeln. Beim abendlichen Joggen fand Frau Lewitzke den jungen Mann blutüberströmt in einer Autobahnunterführung vor. Sie stand dem Verletzen bei, ungeachtet der Angst, es könnte sich um ein Täuschungsmanöver handeln und sie könne selbst Opfer eines Übergriffs werden. Vorgeschlagen wurde Frau Lewitzke von ihrer Freundin.

2007: Ingo Schröder

Für das beherzte und aufmerksame Handeln, mit dem er ein monatelanges Martyrium eines vierjährigen Mädchens beendete, erhielt Ingo Schröder 2007 den Ludwig-Beck-Preis. Herr Schröder alarmierte die Polizei, als er in einem Waschsalon in Wiesbaden auf ein offenbar misshandeltes kleines Mädchen aufmerksam wurde.

Selbst Vater von zwei Kindern im Alter von sechs und acht Jahren, appellierte er in der Feierstunde an die Menschen: "Bitte schaut nicht weg!".

Der Vorschlag für Herrn Schröder als Preisträger kam vom Geschäftsführer seines Arbeitgebers.

Ingo Schröder wurde für sein Engagement ebenfalls mit dem "XY Preis – gemeinsam gegen das Verbrechen" und dem Preis des Hessischen Rundfunks "Helden des Alltags 2007" ausgezeichnet.

2006: Serap Cileli und Fatma Bläser

Beide Preisträgerinnen kämpften als Schriftstellerinnen für die Freiheit der muslimischen Frauen. Die Autorinnen türkischer Abstammung traten gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde ein.

In Wiesbaden fielen Serap Cileli und Fatma Bläser durch ihre Teilnahme an einer Demonstration gegen Ehrenmorde auf. Anlass für die Demonstration war der Tod einer jungen Türkin, die von ihrem Bruder erschossen wurde. Die Gerichtsverhandlung fand vor einem Wiesbadener Gericht statt.

Vorgeschlagen wurden beide Frauen von der FDP-Stadtverordnetenfraktion und Vertretern des Polizeipräsidiums Westhessen.

2005: Klaus Peter Fulroth

Vorgeschlagen von der Gesellschaft Bürger und Polizei Wiesbaden e. V. und der Jungen Union Wiesbaden, erhielt der Wiesbadener Klaus Peter Fulroth den Preis im Jahr 2005. Herr Fulroth hatte unter erheblicher Gefahr für sein eigenes Leben zwei Menschen aus einer brennenden Wohnung gerettet. Obwohl aus einem Zimmer der Wohnung schon Flammen schlugen, zögerte Herr Fulroth nicht und rettete durch den verrauchten Flur kriechend eine Frau. Für diesen Einsatz erhielt Herr Fulroth außerdem eine Ehrung der Wiesbadener Gesellschaft Bürger und Polizei e. V.

2004: Therarajah Balakumar

Das 17-köpfige Auswahlgremium hatte sich einstimmig für den vom Ausländerbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden vorgeschlagenen Therarajah Balakumur entschieden.

Herr Balakumar wurde am 9. Januar 1979 in Sri Lanka (Point Pedero) geboren. Er kam mit 16 Jahren als Bürgerkriegsflüchtling und Asylantragssteller nach Deutschland. Den Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage erhielt Herr Balakumar für sein coura¬giertes und beherztes Eingreifen, als eine 17-jährige Nigerianerin in den Reisinger-Anlagen in Wiesbaden von Unbekannten bedroht wurde.