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mattiaqua – Quellen, Bäder, Freizeit

Kochbrunnen

Der Kochbrunnen am Kranzplatz ist nicht nur Wiesbadens Wahrzeichen, sondern auch ein oft frequentierter Ort von Gesundheitsbewussten. Er ist Wiesbadens bekannteste Thermalquelle der Stadt. Denn aus der ergiebigen Quelle sprudelt Thermalwasser, dem man eine ganze Reihe von Gesundheitseffekten zuschreibt.

Der Kochbrunnen ist eine der so genannten Primärquellen Wiesbadens. Nur ein kleiner Teil des Wassers speist die Trinkstelle im Kochbrunnenpavillon und den Kochbrunnenspringer.

Die Hauptmenge des Thermalwassers wird in die Kaiser-Friedrich-Therme geleitet. Dort erfolgt eine Voraufbereitung für die Nutzung des Thermalwassers in den Thermalbädern. Die Kaiser-Friedrich-Therme und das Thermalbad Aukammtal sind aufgrund des Thermalwassers anerkannte Heilbäder.

Kochbrunnenspringer

Hier lassen sich die Sinterablagerungen deutlich erkennen, für die Wiesbaden in der Römerzeit bekannt war und die als "Mattiakische Kugeln" zum Färben von Haaren benutzt wurden. Der rötlich-gelbe Belag wächst jährlich um sieben Zentimeter. Er muss oft entfernt werden, damit er den muschelförmigen Brunnen nicht erdrückt.

Sanierungsarbeiten

Nach der jährlichen Wartung am Kochbrunnen im Sommer erfolgten bereits einige Reparaturen an der Pumpentechnik der Brunnenanlage. Eines der bevorstehenden Projekte ist nun die Sanierung bzw. Aufarbeitung des historischen Pavillons am Kochbrunnen. In enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden, einem Sachverständigen und einer Reihe bewährter Fachfirmen konnten sämtliche Vorbereitungsmaßnahmen abgeschlossen werden.

Seit 4. November haben nun die Sanierungsmaßnahmen am Tempelchen des Kochbrunnens begonnen. Beispielsweise werden die Gitter ausgetauscht und Putz-, Fugen sowie Steinmetzarbeiten werden verrichtet. Ein neues Beleuchtungskonzept sowie die Aufbereitung des Fußbodenbelags sind zudem angedacht. Die Maßnahmen sollen bis Ende Februar 2020 abgeschlossen sein. Wegen der Bauarbeiten ist der Tempel und die Trinkstelle derzeit gesperrt.

Technische Daten

Bohrtiefe 43 Meter
Fassung 2,00 - 22,00 unter Gelände
Aufsatzrohr NW 250 Millimeter, 22,00 - 42,00 Meter
Filterrohr NW 250 Millimeter unter Gelände
Material Stahl, gummiert. Die ersten 2,5 bis 18 Meter Zementierung, 18 bis 19 Meter Sand-Gegenfilter, 19 bis 43 Meter Filterkies.
Fördermenge artesischer Druck (6 - 8 bar), 36 Kubikmeter
Entnahmemenge 250.000 Kubikmeter / Jahr
Temperatur 67 Grad Celsius