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Medienzentrum Wiesbaden

Medienbeschaffung

Eine Information über Produktion von Unterrichtsmedien, Einkaufs- und Verteilungswege, Möglichkeiten für Bestellwünsche.

Wie funktioniert der Markt für Bildungsmedien?

Etwa 85 Produktionsunternehmen in Deutschland haben sich auf die Erstellung und den Vertrieb von Medien für schulische und außerschulische Bildung spezialisiert. Gemeinsam bieten sie jedes Jahr weit über 1.000 neue Titel den Bundesländern und ihren Schulen an. Dieses sehr spezielle Marktsegment macht derzeit etwa 400 Mio Euro Umsatz im Jahr.

Wahrscheinlich ist das halbstaatliche FWU (das bedeutet "Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht") den meisten Menschen bekannt, z.B. aus der eigenen Schulzeit. Gerade in den letzten 10 Jahren sind jedoch sehr viele kleine und große Konkurrenten in den Markt und damit in Konkurrenz zum FWU getreten. Ein umsatzstarker Konkurrent etwa ist der Anbieter MedienLB (Das steht für Medien für Lehrpläne und Bildungsstandards). Aber es gibt auch Kleinstunternehmen, bei denen ein Inhaber allein oder etwa mit seiner Ehefrau Medien produziert. Zu guter Letzt gibt es auch Unternehmen, die nicht selbst produzieren, sondern Lizenzen von Medien einkaufen, die zwar für Kino oder TV produziert wurden, die jedoch interessant für eine Unterrichtsverwendung sind. Beispiele für solche Anbieter sind Lingua Video, Matthias-Film oder das Katholische Filmwerk. Oft beauftragen diese Anbieter die Erstellung von didaktischem Begleitmaterial, um die DVD für den Unterrichtsgebrauch zu optimieren.

Welche Rolle spielen die Medienzentren?

Medienzentren - die es im Prinzip in jedem Bundesland gibt - sind ein wichtiger Partner und Kunde der o.g. Produzenten. Von den Kultusministerien mit einem Einkaufsetat versehen, suchen sie aus dem riesigen Angebot neuer Produktionen das für ihr Bundesland, ihre Lehrpläne und Bildungsstandards, ihren Kreis bzw. Stadt Passendste aus und erwerben Lizenzen zum Verleih und zur öffentlichen Vorführung der Unterrichtsmedien (sog. nichtgewerbliche V+Ö-Lizenz). Den Lehrkräften und einigen weiteren Insitutionen stehen diese Medien dann zum Verleih zur Verfügung.

Bei manchen Medien wird zudem eine Online-Lizenz gekauft (die sehr teuer ist). Solche Medien stehen den Entleihern dann auch zum Download und zum Streaming unbegrenzt zur Verfügung.

In Hessen wird ein zentraler Medienstock seit 2014 als Landeslizenz mit Online-Rechten eingekauft. Dieser beinhaltet die potentiell interessantesten und besten Medien des Jahres. Vor der Beschaffung werden sie von Fachlehrkräften einer intensiven, formalisierten Prüfung unterzogen. Damit ist sichergestellt, dass ein zentraler Kern des Medienangebotes bei allen hessischen Medienzentren gleich ist. 

Zudem steht im Angebot des Medienzentrums immer ein großes Kontingent an reinen Online-Medien zur Verfügung. Das beinhaltet z.B. das komplette Schulfernsehangebot der öffentlich-rechtlichen Sender sowie ebenso das komplette Schulradio-Angebot.

Besondere Bestellwünsche

Es ist möglich Wünsche für kommende Medienbestellungen abzugeben. Sie belästigen uns damit nicht - ganz im Gegenteil sind wir für Anregungen stets dankbar. Wünsche können Sie formlos per Mail, Telefon oder persönlich äußern.

Mitarbeit bei der Sichtung und Beurteilung neuer Medien

Sachverstand und Fachkompetenz sind wichtig, um aus den vielen Neuproduktionen, die jedes Jahr den Medienzentren angeboten werden, auswählen zu können. Wenn Sie Lust haben, sich Neuproduktionen zu Ihren Unterrichtsfächern anzusehen und ein Urteil dazu abzugeben, dann laden wir Sie herzlich zur Mitarbeit ein. Zum einen können Sie eine Sichtung bei uns erledigen und werden dabei mit Kaffee, Tee, Wasser und Nervennahrung versorgt, zum anderen können Sie aber das Sichtungsexemplar auch zu Hause unter die Lupe nehmen.