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Stadtlexikon Wiesbaden

Nassauische Annalen

1827 erschienen die „Nassauischen Annalen“, herausgegeben vom Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, zum ersten Mal.

Details

Als Zeitschrift des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung e.V. Wiesbaden bieten die Nassauischen Annalen seit 1827 Beiträge über die Geschichte der ehemals nassauischen Gebiete.

Da der Verein das Recht hatte, archäologische Ausgrabungen durchzuführen, lag zunächst ein thematischer Schwerpunkt auf Berichten über Grabungsergebnisse aus Hügelgräbern, Wallburgen und Höhlen (Konservator August von Cohausen, Museumsdirektor Emil Ritterling, Robert Bodewig, Karl Rossel u.a.). Daneben widmeten sich landes- und ortsgeschichtlich orientierte Autoren der Auswertung schriftlicher Quellen in Archiven, so Pfarrer Christian Daniel Vogel, Gymnasialprofessor Friedrich Otto, die Archivare Christian Spielmann, Herbert Müller-Werth, Wilhelm Becker, Max Domarus, Wilhelm Sauer, Emil Schaus, Paul Wagner, der Bibliothekar Gottfried Zedler. Das Themenspektrum erweiterte sich auf Kunstgeschichte, Heraldik, Volkskunde, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Biographien, Genealogie heimischer Adelsfamilien, politische Geschichte und vieles mehr.

Seit 1950 enthält jeder Band Literaturbesprechungen, Nekrologe sowie Berichte über die wiss. Tätigkeit des Vereins und seiner Zweigvereine. Ab 1952 erschienen regelmäßig die Serien „Zur nassauischen Ortsgeschichte“ und „Zur nassauischen Adelsgeschichte“, die fast alle Archivar Hellmuth Gensicke verfasste. Von 1953 bis 1958 erschienen kurze Autorenreferate über ungedruckte Dissertationen. Von 1952 bis 2007 wurde regelmäßig eine Zeitschriftenschau für Nassau und benachbarte Gebiete erarbeitet (Otto Renkhoff 1952-1971, Wolf-Heino Struck 1972-1978, Wolfgang Podehl 1979-2007).

Langjährige Vereinssekretäre, die mit der Herausgabe der Nassauischen Annalen beauftragt waren: Pfarrer Johann Christian Reinhard Luja (1812-1828), Archivar Friedrich Gustav Habel (1828-1851), Bibliothekssekretär Dr. Heinrich Schalk (1860-1875), Gymnasiallehrer Dr. Eduard Widmann (1880-1885), Bibliothekar Dr. Gottfried Zedler (1897-1921), Prof. Adolf Bach (1921-1927), Gymnasialprofessor Dr. Heinrich Otto (1927-1933), Studienrat Dr. Carl Heiler (1933-1938), Archivdirektor Dr. Otto Renkhoff (1938-1971), Ltd. Archivdirektor Prof. Wolf-Heino Struck (1971-1978), Archivoberrat Dr. Hans-Joachim Häbel (1978-2009) und Dr. Rouven Pons (seit 2010).

Literatur

Verweise