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Stadtlexikon Wiesbaden

Schmidt, Horst

Arzt und Politiker

geboren: 5. Juni 1925 in Sprendlingen
gestorben: 4. Oktober 1976 bei Neu-Isenburg


Details

Nach seinem Medizinstudium in Berlin und Frankfurt am Main erlangte Horst Schmidt 1950 mit der Arbeit „Die Bedeutung des Blutersatzes durch Reinfusion bei Tubargravidität“ die Doktorwürde. Danach arbeitete er als Assistenzarzt in Langen und Offenbach, später als Facharzt für Lungenheilkunde in Winterkasten im Odenwald und Offenbach. Seit 1955 leitete er die Tuberkulosefürsorge im Gesundheitsamt Offenbach. 1957 wurde er zum Medizinalrat ernannt und 1959 ins Präsidium des Hessischen Landesgesundheitsrates berufen.

Seine ärztliche Tätigkeit verband er frühzeitig mit gesundheits- und parteipolitischem Engagement. So trat er 1951, kurz nach seiner Promotion, der SPD bei und bündelte seit 1955 als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Ärzte in Hessen spezifische Reforminteressen. 1961 wurde er erstmals zum Mitglied des Deutschen Bundestages gewählt und vertrat dort während dreier Legislaturperioden den Wahlkreis Offenbach.

1969 berief man ihn als Minister in die Hessische Landesregierung und übertrug ihm das Ressort für Arbeit, Soziales und Gesundheitswesen. Während seiner Amtszeit als Gesundheits- und Sozialminister setzte er sich insbesondere für die Weiterentwicklung der stationären Versorgung ein förderte in diesem Zusammenhang auch das Vorhaben der Stadt Wiesbaden, auf dem Freudenberg ein neues Klinikum zu errichten. Sein tragischer Tod bei einem Verkehrsunfall riss ihn aus dem Leben, kurz bevor der erste Spatenstich für dieses Projekt erfolgte. In Anerkennung seiner gesundheitspolitischen Erfolge und seines Einsatzes für den Neubau auf dem Freudenberg erhielt der stationäre Komplex nach seiner Fertigstellung 1982 den Namen Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken.