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Stadtlexikon Wiesbaden

Wiesbadener Schule für Schauspiel

Die Wiesbadener Schule für Schauspiel, 1952 als Schauspielschule Genzmer gegründet, hat ihren Sitz im Georg-Buch-Haus.

Details

Die Wiesbadener Schule für Schauspiel ist eine staatlich anerkannte private Schauspielschule. Sie wurde 1952 in Wiesbaden als Schauspielschule Genzmer von Herta Genzmer, Schauspielerin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, gegründet. Seit 2005 firmiert sie unter dem neuen Namen.

Erster Sitz der Schule war die Langgasse 45. Unterrichtet wurde in den Fächern Rollenstudium, Sprachgestaltung, Tanz, Improvisation, Pantomime, Fechten und Gesang sowie in Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft.

In der Leitung folgten Marie Schroeter-Genzmer (1976), Ernst Brukbauer (1989-1990) und Brigitte Östereicher (1989-2003). Unter ihrer Direktion erhielt das Institut 2001 die staatliche Anerkennung. Seit 2003 wird die Schule von Dr. Verena Plümer und Martin Plass geleitet. Nach Umzügen in die Adolfsallee (1976) und den Butterblumenweg (1990/2000) befindet sich die Schule seit 2008 im Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38.

Das private Institut wird von einem gemeinnützigen Verein (Schauspielschule Genzmer e.V.) getragen und vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Ziel ist die professionelle Ausbildung junger Menschen für den Beruf des Schauspielers/der Schauspielerin für Bühne.

Die Schülerzahl beträgt maximal 30. Sie werden von bis zu 14 Fachdozenten und -dozentinnen unterrichtet. Die Lehrenden verfügen über eine eigene künstlerische Ausbildung und langjährige Bühnenerfahrung bzw. über eine entsprechende Fachqualifikation.

Im Unterschied zu vielen anderen Schulen bietet die Wiesbadener Schule für Schauspiel ein dreimonatiges Vorstudium an. Dieses ermöglicht es den Auszubildenden, grundlegende Erfahrungen zu sammeln, sich auszuprobieren und die eigene Motivation zu überprüfen.

Die Ausbildungszeit beträgt nach erfolgreichem dreimonatigem Vorstudium in der Regel drei Jahre. Der vom Ministerium vorgegebene Lehrplan umfasst die Bereiche Atem/Stimme/Sprechen, Theorie, Rollenspiel und Körperarbeit. Im Gegensatz zu vielen anderen staatlichen oder privaten Schauspielschulen unterrichtet die Wiesbadener Schule für Schauspiel im Fach Rollenarbeit ab dem ersten Ausbildungsjahr im Duo-Unterricht und ab dem 2. Jahr im Einzelunterricht. Der Lehrplan wird durch ca. vier bis fünf Workshops pro Jahr ergänzt, in denen die einzelnen Ausbildungsbereiche vertieft oder weiterführende Kenntnisse vermittelt werden.

Jährlich werden zwei bis drei Theaterproduktionen erstellt; Aufführungsort ist der Theatersaal der Schauspielschule.

Verweise