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Fleischer, Richard

Fleischer, Richard

Gutsbesitzer

geboren: 07.05.1849 in Breslau

gestorben: 07.06.1937 in Wiesbaden


Artikel

1890 ließ sich der Gründer und Chefredakteur der »Deutschen Rundschau« in Wiesbaden nieder. Aufgrund seines großen Vermögens konnte Fleischer, der in eine jüdische Familie hineingeboren und später zum evangelischen Glauben konvertiert war, sich als Privatmann ganz seinen Neigungen widmen.

Seine Frau Lucy, verwitwete Gräfin Alfred Adelmann von Adelmannsfelden, entstammte mütterlicherseits der Großindustriellenfamilie Haniel. Aus Anlass ihres Todes 1913 stiftete Fleischer der Stadt 100.000 Mark für die Errichtung eines Alters- und Siechenheims, wobei er keinesfalls persönlich genannt zu werden wünschte. Die Verwirklichung der Pläne geriet infolge des Kriegsausbruches ins Stocken, Fleischer erhielt das Geld zunächst zurück, überwies es im September 1915 allerdings erneut an die Stadt, um »den Armen einen Dienst zu erweisen«.

1917 stellte Fleischer der Stadt weitere 10.000 Mark in Form einer Kriegsanleihe ebenfalls für wohltätige Zwecke zur Verfügung. Auch hierbei blieb Fleischer, ebenso wie bei seiner literarischen Wirksamkeit, stets im Hintergrund und lebte äußerst zurückgezogen.

Im Dezember 1922 musste er, nachdem er aufgrund der Inflation sein Vermögen verloren hatte, die Arbeit an der »Deutschen Rundschau« einstellen.

Die Universität Heidelberg zeichnete Fleischer mit dem Dr. med. h.c. aus.