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Froitzheim, Otto

Froitzheim, Otto

Jurist, Polizeivizepräsident, Tennisspieler

geboren: 24.04.1884 in Straßburg

gestorben: 27.10.1962 in Wiesbaden


Artikel

Froitzheim studierte in Bonn Jura und war als Oberregierungsrat und Polizeivizepräsident in Berlin und Köln tätig, bevor er 1926 zum Polizeipräsidenten von Wiesbaden ernannt wurde.

Zudem war er ein äußerst erfolgreicher Tennisspieler, der 25 Jahre die nationale Rangliste anführte. 1907 gewann er den deutschen Meistertitel und bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm die Silbermedaille, zweimal wurde er Weltmeister. Neben vielen weiteren Erfolgen gelangen ihm 1904 und 1905 Turniersiege beim Internationalen Maiturnier in Wiesbaden. 1905 siegte er auch im Wettbewerb um die sogenannte Wiesbadener Meisterschaft.

Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 hielt sich Froitzheim zum Daviscup-Turnier in den USA auf. Auf der Rückfahrt nach Genua wurde er gemeinsam mit dem Tennisspieler Oskar Kreuzer in Gibraltar vom Schiff aus verhaftet und als Kriegsgefangener in Großbritannien bis zum Ende des Krieges inhaftiert.

1932 übernahm Froitzheim den Vorsitz beim Wiesbadener Tennis- und Hockey-Club, den er durch einen erneuten berufsbedingten Wechsel zum Regierungsvizepräsidenten in Aachen noch im selben Jahr wieder aufgeben musste. 1949 kehrte Froitzheim nach Wiesbaden zurück und nahm wieder am Wiesbadener Tennisleben teil, unter anderem als Oberschiedsrichter.

Literatur

100 Jahre Wiesbadener Tennis- und Hockey-Club e.V. 1905–2005. Wiesbadener Tennis- und Hockey-Club e.V. (Hrsg.), Wiesbaden 2005 [S. 42 f.].