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Tourismuspreis

Begehbares Moor in Bad Schwalbach

Dem Moor so nah wie noch nie ... Erstmalig werden im Bad Schwalbacher Gerstruthtal zwei der zehn vorhandenen Moorgruben für jedermann geöffnet.

Kurzbeschreibung des Projekts

Schon zur Blütezeit des Kurbetriebes wurde das Moor in den Gruben abgebaut und mit der Moorbahn zum Moorbadehaus gebracht. Dort mit Heilwasser gemischt und für die Moorbäder verwendet.

Der Förderverein Landesgartenschau 2018 e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige, touristische und die Gartenschau ergänzende Projekte umzusetzen. Entsprechend dem Motto der Landesgartenschau "Natur erleben. Natürlich leben." sollen die Moorgruben begeh- und erlebbar gemacht werden.

Welchen touristischen Mehrwert bietet das Projekt für die Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus?

Bad Schwalbach ist eines der beiden anerkannten Moorbäder in Hessen und eines der wenigen Moorbäder in Deutschland, das über eigenes Moor verfügt. Es liegt in der strukturschwachen Region Untertaunus. Bedingt durch die Einschnitte in das Kurwesen in den 1990er Jahren hat der einst europaweit bekannte und mondäne Kurort Bad Schwalbach (früher Langenschwalbach) an Attraktivität verloren.

Durch die in diesem Jahr stattfindende Landesgartenschau soll der Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der Region gesteigert werden.
Verschiedene - schon vorhandene - Angebote wie der Waldsee, der Barfußpfad, die längste Bank Hessens, ein Wandernetz mit Schutzhütten, Nordic-Walking- und Mountainbike-Strecken und die vom Kurbahn-Verein betriebene Moorbahn werden nun durch eine weitere Attraktion ergänzt.

Die außerhalb des Landesgartenschaugeländes liegenden – für die Region einmaligen - Moorgruben werden in den Fokus gestellt. Sie liegen im oberen Gerstruthtal, circa einen Kilometer vom Moorbadehaus entfernt. Erschlossen werden die beiden nebeneinander, an der Endstation der Moorbahn, liegenden Moorgruben. Über Stege können sie betreten werden. Schautafeln geben einen Überblick über die Entwicklung der Moortherapie, deren Anwendung und Heilwirkung, die Geschichte des Kurwesens in Bad Schwalbach.

Wie nachhaltig ist das Projekt?

Das Projekt "Begehbares Moor" ist aus dem Arbeitskreis Nachhaltigkeit des Fördervereins Landesgartenschau hervorgegangen. Grundvoraussetzung für das Projekt ist, dass es über die Landesgartenschau in 2018 hinaus fortbesteht. Die Stege und Schautafeln bleiben an Ort und Stelle erhalten. Das begehbare Moor wertet das Gerstruthtal auf und stellt einen Anreiz dar, Bad Schwalbach über den gestalteten Kurpark hinaus zu erkunden.

Die Geschichte des Kurwesens und Bedeutung Bad Schwalbachs wird bewahrt und ist für Einheimische, Kurgäste und Besucher (Familien, Stadtführungen, Schulklassen, Wandergruppen etcetera) ein attraktives Ziel.

Insgesamt hat das "Begehbare Moor" ein verbindendes Element: Vom Kurpark, über den Waldsee mit längster Bank Hessens, den Barfußpfad, das Begehbare Moor hinein in das Wandergebiet Taunus. Der Förderverein sieht darin auch eine Stärkung der Gesamtregion Untertaunus.

Was ist innovativ, beziehungsweise neuartig am Projekt?

Ein begehbares Moor mit dem Schwerpunkt, die Entwicklung des Moores für das Gesundheits- und Kurwesen beschrieben zu sehen und dies direkt vor Ort hautnah erleben zu können, ist einmalig in der Region und im Weiteren auch im Rhein-Main-Gebiet. Die Geschichte der einst berühmten Kurstadt Bad Schwalbach wird in Verbindung mit dem Moor und den Heilwasserquellen dargestellt und erlebbar gemacht. Für die Bad Schwalbacher Bewohner wird das Projekt ein weiterer - über die Landesgartenschau hinaus - wirksamer Meilenstein sein, die Identifizierung und Verbundenheit mit ihrem geschichtsträchtigen Ort zu stärken.

Was ist beispielgebend an dem Projekt? Ist es auf andere Regionen übertragbar?

Beispielgebend ist die Entwicklung dieses Projektes, das aus der Ideensammlung von Mitgliedern unseres Fördervereines entstanden ist, die sich zum Ziel gesetzt haben, etwas für ihre Stadt und Region zu tun. Frei nach dem Motto: "Was können wir für unsere Stadt tun?" und nicht "Was tut unsere Stadt für uns?". Es ist eine unglaubliche Energie entstanden, viele Projekte wurden und werden umgesetzt. Übertragbar ist diese Energie auch für andere Gruppen und Projekte, die aus dem gemeinsamen Gedanken entstehen können. Nicht übertragbar ist das eigentliche Projekt, da die Zutaten (eigenes Moor und die Geschichte der Kur) einmalig in der Region sind.