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Tourismuspreis

E-Mobilität für Gehbehinderte in Kurpark und Fußgängerzone

E-Mobilität für Gehbehinderte: Die Idee der Einreichung ist, E-Scooter zum Verleih anzubieten, mit denen Gehbehinderte selbstständig mit fünf Kilometern in der Stunde in der Wiesbadener Fußgängerzone und im Kurpark unterwegs sein können.

Kurzbeschreibung der Idee

Möglicher Standort: Dern'sches Gelände, Stadtmuseum (sam), da dieses über einen barrierefreien Zugang per Fahrstuhl verfügt. Parkhaus, Bushaltestelle und Taxis sind nah. Ausleihe gegebenenfalls durch Museumsmitarbeiter nach Reservierung je für einen halben Tag. Bezug und Wartung durch ein ortsansässiges Sanitätsfachgeschäft. Start-Kosten für zwei E-Scooter/Elektromobil: rund 6.000 Euro.

Welchen touristischen Mehrwert bietet die Idee für die Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus?

Wiesbaden zieht als Gesundheits-, Messe- und Einkaufsstadt bereits jetzt viele Besucher und Geschäftsreisende an. Davon leiden einige auch an Gehbehinderungen. Es wäre eine einladende Geste an Gehbehinderte und ihr soziales Umfeld, wenn die Stadt Wiesbaden einen barrierefreien Tourismus für die Innenstadt und die Parks ermöglichen würde. Wiesbaden präsentiert sich damit als freundliche, hilfsbereite, inklusionsbereite Stadt, die sich für die Bedürfnisse aller Bürger interessiert.

Fußgängerzone und Kurpark können derzeit in Wiesbaden von Gehbehinderten nicht gut allein bewältigt werden. Viele Gehbehinderte können durchaus noch einige Schritte selbst gehen, haben aber nicht die Kraft, größere Strecken zu bewältigen. Rollstühle zum Schieben, wie Museen sie verleihen, sind hier keine Lösung. Bisher müssen Gehbehinderte gegebenenfalls im eigenen Auto ihre Rollstühle mitbringen und selbst mühsam ausladen. Weit mehr Komfort bieten hier E-Scooter, die mit fünf Kilometern pro Stunde batteriebetrieben selbst fahren können. Die Städte Madrid und Köln bieten bereits E-Scooter-Verleih an. Wiesbaden könnte dieses Angebot zielgruppenspezifisch im Internet publizieren.

Wie nachhaltig ist die Idee?

Der E-Scooter-Verleih für Gehbehinderte ist eine folgerichtiger Schritt, wenn zur Verkehrsminderung und Reduzierung von Luftschadstoffen Fußgängerzonen geschaffen beziehungsweise vergrößert werden. Wenn man demnächst in Wiesbaden Leih-E-Bikes mieten kann, dann macht es genau soviel Sinn, Leih-E-Scooter anzubieten. Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur die Vermeidung von PKW-Kurzstreckenfahrten im Innenstadtbereich. Nachhaltige Stadt- und Tourismusentwicklung bedeutet auch, niemanden auszuschließen.

Was ist innovativ, beziehungsweise neuartig an der Idee?

E-Scooter-Verleih gibt es bereits in Köln und Madrid, jedoch nicht in Wiesbaden. Anschauungsbeispiele im Internet gibt es unter den untenstehenden Links.

Was ist beispielgebend an der Idee? Ist es auf andere Regionen übertragbar?

Das Thema Inklusion geht uns alle an. Körperlich Gesunde stellen sich Gehbehinderte leider oft nur als hilflose Wesen vor. Dabei gibt es aufgrund diverser Erkrankungen (Herzschwäche, Multiple Sklerose, Schlaganfall, Parkinson, Arthrose) und nach Unfällen viele Menschen, die geistig sehr fit sind, jedoch nicht besonders weit gehen können. Mit Leih-E-Scootern auch für ältere, kranke oder Menschen mit Behinderung möglichst viel selbstständige Mobilität zu ermöglichen, ist ein Projekt, das Schule machen kann. Die Idee ist überall dahin übertragbar, wo es größere Fußgängerzonen und Parks und gleichzeitig viele Besucher gibt.