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Tourismuspreis

Bewerbung: Premiumwandern im Wisper-Taunus

Zwischen dem Oberen Mittelrheintal und dem Weltkulurerbe Limes entsteht im Bereich des Wispertals ein attraktives Wanderwegnetz mit insgesamt 208 Kilometern Wanderwegen. Die erste Etappe wird am 5. Mai 2018 eröffnet.

Kurzbeschreibung des Projekts

Errichtung eines Premiumwandergebietes zwischen dem Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und dem Weltkulturerbe Limes im Bereich des Wispertales, bestehend aus einem Streckenwanderweg mit 44 Kilometern Länge und 14 Rundwanderwegen mit einer Länge von fünf bis 18 Kilometer um die umliegenden Orte. Das sind insgesamt 208 Kilometer, vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifizierte Premiumwanderwege. Die Eröffnung einer ersten Etappe findet am 5. Mai 2018 statt.

Welchen touristischen Mehrwert bietet das Projekt für die Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus?

Der Wispertaunus erfährt keinerlei touristische Beachtung. Jede touristische Initiative führt zu einem bedeutenden Mehrwert für die strukturschwächste Region des Rheingau-Taunus Kreises.

Das Wanderangebot mit Längen von fünf bis 44 Kilometer spricht viele Zielgruppen an und führt zu höheren Aufenthaltstagen. Mit dem Projekt wird ein einzigartiges Naturgebiet zu einer Wanderdestination erster Güte entwickelt, die aufgrund des Premiumsiegels auf Augenhöhe mit bedeutenden Wanderdestinationen Deutschlands sein wird. Dadurch werden nicht nur Tagesgäste aus Rhein-Main, sondern vor allem Übernachtungsgäste aus ganz Deutschland generiert.

Die Einbindung von Sehenswürdigkeiten zwischen Wiesbaden, Bad Schwalbach, Rüdesheim und Braubach im Marketing bietet Gästen über das Wandern hinaus Alternativen, die zu längeren Aufenthaltszeiten führen. Der Wispertaunus wird zum Urlaubsgebiet für Kurzurlauber. In Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern wurden bereits touristische Produkte entwickelt. Das Projekt ist Partnerprojekt der LGS Bad Schwalbach.

Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe haben nun eine Perspektive für die Weiterführung und Ausbau ihrer Existenzen. Schon vor der Realisierung hat das Projekt Impulse für erste Investitionen im Gastgewerbe gegeben. Dabei sind unter anderem neue Ferienwohnungen entstanden.

Wie nachhaltig ist das Projekt?

Das Projekt ist ein LEADER-gefördertes Projekt, das zur Nachhaltigkeit verpflichtet. Die fünf beteiligten Kommunen, zwei davon im Rheingau (Lorch und Rüdesheim) und drei Kommunen im Taunus (Heidenrod, Bad Schwalbach und Schlangenbad), haben sich daher vertraglich zur nachhaltigen Unterhaltung der Wanderwege und aller damit verbundenen Aufgaben verpflichtet. Die Wertschöpfung von Premiumwegen ist statistisch belegt, Investitionen sind daher aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll. Das Projekt wertet die Region generell auf und verschafft ihr einen nachhaltigen Werbeeffekt. Dadurch werden Handel, Gastronomie und Unterkunftsgeber gefördert, die Bewohner der Region haben vor Ort wieder Verdienstmöglichkeiten. Durch intensivere Nutzung kann ein geschlosseneres ÖPNV Netz mit erhöhter Taktung entstehen, was auch der alternden Bevölkerung langfristig zu Gute kommt. Gespräche darüber wurden mit der RTV bereits geführt.

Was ist innovativ, beziehungsweise neuartig am Projekt?

Entwicklung einer Region, die extrem strukturarm ist und nur durch seine traumhaften Naturlandschaften besticht. Gemeinsames Projekt von fünf Kommunen und zwei touristischen Destinationen (Rheingau und Taunus) mit hoher Bürgerbeteiligung aus 19 Ortsteilen. Es ist hessenweit das größte LEADER-Kooperationsprojekt. Das Wandergebiet bekommt einen eigenen Webauftritt. Mittels QR-Codes an den Portaltafeln können Karten und GPS-Tracks ebenso heruntergeladen werden wie von den Webseiten der teilnehmenden Kommunen. QR-Codes an den thematischen Informationstafeln (ab 2019) bieten weitere Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten.

Was ist beispielgebend am Projekt? Ist es auf andere Regionen übertragbar?

Das Projekt ist auch auf andere strukturschwache, aber naturstarke Regionen übertragbar, wenn eine solch beispielgebende Zusammenarbeit von Kommunen mit einem starken ehrenamtlichen Engagement von Bewohnern zusammentrifft. Das gilt in erster Linie für andere Gebiete des Naturparks Rhein-Taunus.

Bereits jetzt ist der Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz durch die beteiligten Ortsgemeinden Welterod und Sauerthal involviert. In der VG Nastätten denkt man über einen eigene Premiumweg nach und es soll geprüft werden, wie der touristische Nutzen des Projektes auf die Verbandsgemeinden zwischen Rhein und Lahn bis nach Katzenelnbogen übertragen werden kann.