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Tourismuspreis

Living Library

Die Living Library ist eine öffentliche, unkommerzielle Veranstaltung. Anstelle von Büchern leiht man Menschen für ein Gespräch aus. Sie findet statt im öffentlichen Raum. Die Teilnahme ist kostenlos.

Kurzbeschreibung des Projekts

Viele einzelne Gespräche von Menschen, die sich nie begegnet wären, fördern Verständnis, Toleranz, Respekt und können Frieden sichern. Sie beleben öffentliche Plätze. Die Lebendige Bibliothek ist offen für alle: Einheimische, Stadtbewohner, Touristen, Besucher und Gäste – sie begegnen sich, sprechen miteinander und nehmen diesen menschlichen Eindruck als persönliche Erfahrung, Erinnerung und Souvenir mit sich in ihr Zuhause und in die Welt. Die Living Library ist Gastgeber- und Begegnungskultur.

Welchen touristischen Mehrwert bietet das Projekt für die Region Wiesbaden-Rheingau-Taunus?

Die Living Library (LL) ist ein Barcamp, das im touristischen Sektor Mehrwert bietet. In der Adaption des globalen Konzepts der LL für Wiesbaden–Rheingau-Taunus (WiRT) geht es um die BeWiRTung von Gästen mit Gesprächen. Diese erleben Stadt und Region durch die Begegnung mit Menschen und ihren Themen: Unverbindliche und kurze Begegnungen im öffentlichen Raum, an frei zugänglichen Orten. Die Lebenden Bücher sind normale Menschen, sie leben in der Stadt, sind geplant, zufällig oder spontan am Ort des Geschehens. Sie sind einfach nur Menschen, die sich trauen, über ihre Passionen, fachliche und persönliche Lieblingsthemen zu sprechen. Menschen wie Du und Ich. Das Angebot ist kostenfrei, findet an festen Tagen in festem Zeitrahmen statt. Zugang und Teilnahme sind niedrigschwellig, ermöglichen Gemeinschaft auf Zeit. Städtische beziehungsweise kommunale Plätze erleben eine Belebung durch Begegnung im freundlichen Gespräch. Die Durchführenden sind Ehrenamtliche. Die Lebenden Bücher sind alle Bürgerinnen und Bürger, die Stadt und Region ein Zeitfenster für persönliche Gespräche widmen. Die Gäste erleben Stadt und Region als Orte der Begegnung und des Gesprächs mit Menschen und verbinden ihren Aufenthalt in Erinnerung damit: Das ist einzigartig, individuell, unverwechselbar, unvergesslich.

Was ist innovativ, beziehungsweise neuartig am Projekt?

Die Living Library ist nicht neu. Die erste fand 2001 bei der Jugendinitiative "Stop the violence" in Dänemark statt. Ähnliche Veranstaltungen werden in zahlreichen Ländern von der Human Library Organisation koordiniert. Dabei werden in der Regel Ausgegrenzte in den Mittelpunkt gestellt. In der Adaption für Wiesbaden–Rheingau-Taunus (WiRT) geht es um die BeWiRTung von Gästen mit Gesprächen. Diese lernen Stadt und Region durch die Begegnung mit Menschen und ihren Themen kennen. Die Durchführenden sind Ehrenamtliche. Die Lebenden Bücher sind alle Bürgerinnen und Bürger, die Stadt und Region ein persönliches Gespräch widmen.

Wie nachhaltig ist das Projekt?

Nachhaltigkeit bedeutet u.a. die Erhaltung von Gemeingütern, Rohstoffen, Ökosystemleistungen, Gesundheit, Kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhalts. Zentrale Aussage der Sustainable Development Goals der UN: “Leaving no one behind”. Die Living Library bindet Menschen aus Stadt und Region ein und fördert den Dialog mit Menschen, die für kurze Zeit zu Gast sind. Die teilnehmenden Menschen finden Gesprächspartner, Begegnung auf Zeit, Impulse aus einem Austausch, der sonst nie stattgefunden hätten. Die Lebenden Bücher sind Bürgerinnen und Bürger, die ehrenamtlich Zeit für persönliche Gespräche zur Verfügung stellen. So erhalten viele Menschen die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe. Als WiRT-Initiative, gestartet im Jahr des bürgerschaftlichen Engagements, erleben Gäste an festen Plätzen zu festen Zeiten die Stadt und die Region als Orte der Begegnung und des Gesprächs mit Menschen. Öffentliche Plätze werden mit inhaltlichen Begegnungen belebt und bieten Aufenthaltswert.

Was ist beispielgebend am Projekt? Ist es auf andere Regionen übertragbar?

Living Library statt gähnender Leere, Lebendigkeit ohne kommerzielles Interesse: Jeder kann mitmachen. Die LL funktioniert generationenübergreifend, interdisziplinär, erleichtert Begegnungen, fördert Engagement und Austausch. Die Umsetzung ist einfach: Ort und Zeit werden festgelegt, vor Beginn der Veranstaltung können die Gäste sich im "Bibliotheks-Katalog" über die Themen anhand kurzer Klappentexte zu den lebenden Büchern informieren. Bei Interesse wird eine Vormerkung auf ein bestimmtes "Buch" eingetragen. Die etwa 30- minütigen Gespräche ermöglichen den Gästen einen außergewöhnlichen Einblick in Stadt und Region.