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Rathaus

Januar-Februar-Kolumne 2021

"Lassen Sie sich impfen"

Liebe Wiesbadenerinnen und Wiesbadener,

auch meine erste Kolumne im neuen Jahr beschäftigt sich leider mit dem Thema Corona. Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat den Auftrag vom Land bekommen, ein Impfzentrum aufzubauen, das bis zu 1500 Impfungen am Tag schafft. Diesen Einsatzbefehl haben wir termingerecht abgearbeitet. Seit Mitte Dezember könnten wir loslegen. Seit 27. Dezember laufen bereits die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen und in den Kliniken und zwar reibungslos im Rahmen der bereitstehenden Impfdosen.

Das Impfzentrum im RheinMain CongressCenter (RMCC) macht am Dienstag, 19. Januar, auf. Das ist eine gute Nachricht. Eine Impfung gegen Covid-19 trägt sowohl zum individuellen Schutz als auch zur Eindämmung der Pandemie bei. Das ist der Schlüssel für die Rückkehr zur Normalität, die wir uns wünschen, bis zu der es aber noch ein langer Weg ist. Die jetzt vor uns liegende Aufgabe ist gewaltig, wir sind aber zuversichtlich, dass wir sie meistern werden. Aber wir alle müssen geduldig sein.

Aktuell gibt es leider noch nicht ausreichend Impfstoffdosen für alle Bürgerinnen und Bürger. Wir können nur mit den uns zugeteilten Impfdosen arbeiten und haben selbst auf die Zuteilung keinerlei Einfluss. Auch auf die Terminvergabe über das Land und deren Erreichbarkeit hat die Stadt Wiesbaden keinen Einfluss. Geduld und Ausdauer sind gefragt. Termine können beim Land entweder per Telefon unter 116117 oder (0611) 50592888 und im Internet über impfterminservice.de oder impfterminservice.hessen.de vereinbart werden.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut aufbaut. Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen. Für Bürgerinnen und Bürger ist die Impfung kostenlos, unabhängig vom Versicherungsstatus. Nur folgende Personen gehören zur ersten Priorisierungsgruppe:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Wir wissen, dass das öffentliche Leben derzeit starken Einschränkungen unterworfen ist – mit schwerwiegenden Folgen für Familien, Wirtschaft, Unternehmen und Selbstständige. Aber diese Einschränkungen sind leider notwendig. Ich danke erneut allen, die Verständnis für diese Maßnahmen haben. Mein Dank gilt auch all jenen, die daran mitarbeiten, Gesundheit und Sicherheit so gut es geht zu schützen. An erster Stelle natürlich die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Aber auch Feuerwehr, Sicherheitsbehörden, Rettungsdiensten gilt mein Dank. Auch den Beschäftigten im Lebensmittelhandel, bei den Entsorgungsbetrieben oder den Busfahrerinnen und Busfahrern gebührt  Respekt dafür, dass sie in diesen kritischen Zeiten für uns da sind.

Jede und jeder Einzelne muss Mitverantwortung für sich und seine Mitmenschen übernehmen, damit diese Maßnahmen Erfolg haben können. Halten Sie sich an die Regeln. Die einfachsten lauten: Auf genügend Abstand achten, Gedränge vermeiden und auf nicht zwingend notwendige Kontakte verzichten. Bitte tragen Sie überall dort Mund-Nasen-Schutz, wo Sie die Abstände zu anderen Menschen nicht mehr einhalten können und vermeiden Sie große Zusammenkünfte. Die Hygieneregeln sind überall im Internet abrufbar oder hängen vielerorts aus. Bitte halten Sie sich an diese.

Ich bitte Sie auch darum, nicht die Notrufnummer 112 bei Fragen zum Coronavirus anzurufen. Das Gesundheitsamt ist telefonisch unter (0611) 312828 erreichbar; montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie an den Wochenenden von 9 bis 13 Uhr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der hessenweiten Corona-Hotline beantworten unter der (0800) 5554666 täglich von 9 bis 15 Uhr Fragen zur Gesundheit und Quarantäne. Weitere Fragen, Anliegen und Informationen zum Corona-Virus werden ebenfalls unter der (0800) 5554666 montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr beantwortet. Aktuelle Informationen rund um das Thema Corona stehen auch unter wiesbaden.de/coronavirus zur Verfügung.

Meine Bitten lautet also: Bleiben Sie rücksichtsvoll, achtsam und gesund! Es geht nicht nur um den Schutz der eigenen Person, sondern auch um den unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Und: Lassen Sie sich impfen!

Herzlichst

Herzlichst

Signatur Gert-Uwe Mende

Gert-Uwe Mende
Oberbürgermeister


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