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Caligari: Faszinierende Welt der Stummfilme

Im Oktober setzen sich zwei renommierte Fachleute im Rahmen der Jubiläumsreihe der Caligari FilmBühne mit dem Erbe des Stummfilms auseinander.

Der Musikwissenschaftler Dr. Dietrich Stern zeigt, dass die Verwendung von Musik eine Kontinuität ist, die die Filme der Gegenwart mit Werken der Stummfilmzeit verbindet. Der Regisseur Rüdiger Suchsland thematisiert die gesellschaftliche Bedeutung der Filme der Weimarer Republik ausgehend von dem expressionistischen Stummfilmklassiker, der der Caligari FilmBühne ihren Namen gibt: Robert Wienes „Das Cabinet des Dr. Caligari“. 

Am Donnerstag, 8. Oktober, 17.30 Uhr präsentiert der Musikwissenschaftler Dr. Dietrich Stern die Ergebnisse seiner langjährigen Auseinandersetzung mit Filmmusik in der Caligari FilmBühne, Marktplatz 9. Für seinen Filmvortrag hat Stern mehr als ein Dutzend Beispiele ausgewählt, um seinen Ansatz anschaulich zu illustrieren. Der Vortrag bietet somit eine gute Gelegenheit, um Sterns Theorie, die er 2024 in seinem Buch „Filmmusik als Musik“ entfaltet hat, unmittelbar am Material nachzuvollziehen. Folgt man Stern, dann besteht eine enge Verbindung zwischen Film und Musik, die dafür sorgt, dass von der Stummfilmzeit bis heute Musik nicht nur ein ständiger Begleiter, sondern häufig auch ein gleichberechtigter Partner von Filmen ist. 

Am Sonntag, 11. Oktober, 17 Uhr wird in der Caligari FilmBühne der Dokumentarfilm „Von Caligari zu Hitler: das deutsche Kino im Zeitalter der Massen“ von Rüdiger Suchsland gezeigt. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Siegfried Kracauer anhand der Filme der Weimarer Republik die Theorie, dass Kino und Massenkultur ein Seismograph für gesellschaftliche Umbrüche sei und sogar als eine Art Frühwarnsystem dienen könne. Wie blicken wir heute auf Kracauers Ansatz? In seinem Film spürt Rüdiger Suchsland Kracauers Studie in visueller Form nach und ergänzt sie um aktuelle Forschungsperspektiven. Dabei tauscht sich der Filmemacher mit Regisseuren wie Fatih Akin und Volker Schlöndorff aus. Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Filmgespräch mit Rüdiger Suchsland, moderiert von dem Filmwissenschaftler Prof. Dr. Marcus Stiglegger. 

Die beiden Veranstaltungen sind Teil der Jubiläumsreihe der Caligari FilmBühne anlässlich des 100. Geburtstags des Lichtspielhauses, das am 21.12.1926 als ‚Ufa-Palast‘ eröffnet wurde. Die Caligari FilmBühne befindet sich in einem der wenigen erhaltenen Kinogebäuden der Stummfilmzeit. Deshalb legt die Jubiläumsreihe bewusst einen Schwerpunkt auf das Verhältnis von Musik und Stummfilm. 

In fünf Stummfilmkonzerten begegnen Klassiker der Stummfilmzeit neuen musikalischen Interpretationen und Kompositionen profilierter Musikerinnen und Musiker der Gegenwart. Ein partizipatives Projekt bringt Kinder und Jugendliche mit einer Filmkomponistin zusammen, um gemeinsam eine Live-Begleitung zu einem vergnüglichen Kurzfilmprogramm zu entwickeln und aufzuführen. Das Begleitprogramm widmet sich Bruch- und Kontinuitätslinien des Stummfilmerbes. 

Die Reihe ist eine Veranstaltung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden in Kooperation mit DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung. Die Reihe wird gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Hessen Film & Medien und der SV SparkassenVersicherung. 

Eintrittspreise: 9 Euro, ermäßigt 8 Euro, mit Wiesbadener Filmkunstkarte 7 Euro. Weitere Informationen: https://caligari.wiesbaden.de/jubilaeumsreihe/jublaeumsreihe-caligari (Öffnet in einem neuen Tab)

Bilder

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Musikwissenschaftler Dr. Dietrich Stern
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Rüdiger Suchsland.

Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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