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Freie Waldorfschule Wiesbaden e.V.

Zweck des Vereins

Freie Waldorfschule Wiesbaden
Inhalte und Strukturen unserer Schule Pädagogik auf der Grundlage eines ganzheitlichen Menschenbildes

Die Waldorfpädagogik geht vom Wesen und von der Entwicklung des Kindes aus und fördert, was in ihm veranlagt ist. Die Pädagogik stellt die körperliche, seelische und geistige Entwicklung des heranwachsenden Menschen in den verschiedenen Altersstufen in den Vordergrund.
Die gleichmäßige Anregung und Pflege aller Kräfte als wesentliche Grundlage der Persönlichkeitsentwicklung soll den Schüler befähigen, als Erwachsener seine Entscheidungen aus innerer Freiheit heraus zu treffen und sich bewußt als Mitglied einer sozialen Gemeinschaft zu erleben.
Die Waldorfpädagogik fördert und pflegt:
- Urteilskraft, Phantasiefähigkeit und exaktes Denken beim heranwachsenden Menschen
- differenzierte Erlebnisfähigkeit im Fühlen und mutvolle Herzhaftigkeit zur Lebensbewältigung
- vorurteilsfreie Tatkraft und Moralität im Handeln
- Denken, Fühlen und Wollen im christlichen Sinne.


Ausbildung sozialer Qualitäten

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind die sozialen Qualitäten, die als "innere Organe" in Erziehung und Unterricht ausgebildet werden sollen. Dies erfolgt
- durch Nachahmung im Vorschulalter, die den Sinn für die Freiheit und Würde anderer Menschen erweitert
- durch vorbildhafte Autorität in den ersten Schuljahren, die das Gefühl der Lebenssicherheit und Orientierung und damit die Fähigkeit des freiheitlichen Zusammenlebens schafft
- durch freie geistige Auseinandersetzung zwischen Lehrern und Schülern in den Jugendjahren, um ein vertieftes Interesse zu wecken für die Lebensverhältnisse der Mitmenschen.


Ein Lehrplan für Kopf, Herz und Hand

Ein durchgehendes Element des Unterrichts ist die künstlerische, sprachliche, musikalische und handwerkliche Arbeit. Hand, Herz und Kopf sollen harmonisch zusammenwirken: bis zur Pubertät Hand und Herz als Erzieher des Kopfes, danach der Kopf als Erzieher von Herz und Hand.
Vom 1. bis 8. Schuljahr hat jede Klasse einen Klassenlehrer, der den Hauptunterricht erteilt und diese Klasse acht Jahre hindurch führt.
Die Fächer Deutsch, Rechnen, Geometrie, Formenzeichnen, Heimatkunde und Handwerkskunde mit Hausbau und Feldbau in den unteren Klassen, dazu Mathematik, Physik, Chemie, Geschichte, Biologie, Erdkunde, Kunstgeschichte und Gemeinschaftskunde in der Oberstufe, werden so unterrichtet, daß in den ersten zwei Schulstunden (Hauptunterricht) jeweils nur ein Fach für die Dauer von meist 3 bis 6 Wochen (Epoche) behandelt wird.
Anschließend wird in den Fächern unterrichtet, die dauernder Übung bedürfen. Fremdsprachen, Eurythmie, musische und handwerkliche Fächer, Leibeserziehung. Die oberen Klassen sind häufig auch nachmittags in der Schule. Sie proben dann im Schulorchester und im Chor, arbeiten in den handwerklich-künstlerischen Fächern und treiben Sport. Die Waldorfschule vermeidet verfrühte Auslese, Sitzenbleiben, Zensurengeben und falschen Leistungsdruck, führt aber zu Leistungsbereitschaft und tatkräftigem Einsatz hin.
Aller Unterricht, einschließlich Werken, Handarbeiten, Sport und Gartenbau, wird gleichermaßen an Mädchen und Jungen erteilt. Im Rahmen der Entwicklung eines gesunden Klassenklimas können in der Waldorfschule auch entwicklungsverzögerte Kinder ihren festen Platz im Klassenverband finden. Ein ausgewiesenes Integrationskonzept existiert an der Freien Waldorfschule Wiesbaden jedoch nicht.
Zur Unterstützung der gesunden Entwicklung stehen dem Klassenlehrer Heileurythmie, Sprachschulung, Maltherapie und Förderunterricht zur Seite.
In der Oberstufe wird der Unterricht von verschiedenen Praktika begleitet:
Landwirtschaftspraktikum, Handwerkspraktikum, Feldmesspraktikum, Sozialpraktikum.


Offen für alle Kinder

Die Freie Waldorfschule Wiesbaden ist eine einheitliche Volks- und Höhere Schule mit staatlich anerkannter gymnasialer Oberstufe (u.a. mit der Möglichkeit des Hessischen Zentralabiturs in der 13. Klasse/G9). Sie unterrichtet Kinder jeder Herkunft und sozialen Schicht. Jede Waldorfschule ist eine "öffentliche Schule", aber in "freier Trägerschaft" von Eltern und Lehrern. Es ist die Pädagogik, die die Waldorfschule unverwechselbar macht: Kinder aller Begabungsrichtungen werden von der 1. bis zur 12. Klasse nach dem Waldorflehrplan geführt.


Aktivitäten von Lehrern und Eltern über den Unterricht hinaus

Die Aufnahme in die Waldorfschule hat den persönlichen Einsatz und die aktive Mitgestaltung des Schullebens durch Lehrer und Eltern zur Bedingung. Möglichkeiten dazu bieten regelmäßige Klassenelternabende, öffentliche Vorträge, künstlerische Kurse, Monatsfeiern (interne oder öffentliche Schülerdarbietungen), gemeinsame Feste und Arbeitsaktionen.


Schule in Selbstverwaltung

Bei staatlichen Schulen sind an Verwaltung, Betrieb und Organisation viele Behördenstellen beteiligt. An den Waldorfschulen leisten das Lehrer, Eltern und Freunde in einer Vielzahl von Selbstverwaltungsgremien. Es sind hier beispielhaft Gremien genannt, in denen Verantwortung und Fachkompetenz die innere und äußere Gestalt der Waldorfschule prägen und wandelbar halten:
Lehrerkonferenzen, Vorstand des Trägervereins, Forum, Finanzkreis, Baukreis, Öffentlichkeitsarbeit, Festkreis, Elternrat.


Waldorfpädagogik seit über 80 Jahren

Die erste Waldorfschule der Welt wurde 1919 von Dr. Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, auf Wunsch des Stuttgarter Fabrikanten Emil Molt (Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik) eingerichtet. Molt erkannte den Wert der anthroposophisch begründeten Pädagogik und wollte, daß die Kinder der Arbeiter und Angestellten seines Unternehmens in diesem Sinne unterrichtet und gebildet werden.
Weltweit sind heute 530 Waldorfschulen tätig, davon 142 in Deutschland. Auch zu den 630 Waldorfkindergärten z.B. in New York, Sao Paulo, Melbourne, Kopenhagen, Wien und an anderen Orten kommen jährlich mehrere Neugründungen hinzu.


Aufbau der Waldorfschule Wiesbaden

Die Aufbauphase der gymnasialen Oberstufe endete mit der staatlichen Anerkennung im Januar 1999.
Das aktuelle Angebot an Leistungskursen berücksichtigt in weitgehendem Maße die Schülerwünsche der betreffenden Jahrgangsstufe; die Qualifikationsphase in der 12. Klasse ist darüber hinaus ebenso von eigenständigen, spezifischen Inhalten der Waldorfpädagogik geprägt.
Die Waldorfschulzeit endet nach der 12. bzw. 13. Klasse.
Neben der Möglichkeit, am Ende der 13. Klasse bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) zu erlangen, wird bei vorzeitigem Verlassen der Qualifikationsphase am Ende der 12. Klasse und Vorliegen der erforderlichen Leistungen der schulische Teil der Fachhochschulreife bescheinigt, die nach einem mindestens einjährigen Praktikum in einem anerkannten Ausbildungsberuf bzw. nach einer beruflichen Ausbildung endgültig zuerkannt wird.
Schülerinnen und Schüler, die nicht in die gymnasiale Oberstufe bzw. nicht von der Eingangsphase in die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe aufgenommen werden konnten, beenden ihre Waldorfschulzeit nach der 12. Klasse mit Zeugnissen, die einem Hauptschul- bzw. Realschulabschluss gleichgestellt werden.


Kostenbeiträge der Elternschaft

Die Eltern zahlen Schulgeld, denn die gesetzlich geltenden Zuschüsse des Landes Hessen decken nur etwa 60% der laufenden Kosten der Waldorfschule.
Die Höhe des Schulgeldes in Form eines monatlichen Festbeitrages wird von der aktuellen Schulbeitragsordnung bestimmt. (1 Kind-375 Euro, 2 Kinder-506 Euro, 3 Kinder-637 Euro, 4 Kinder-475 Euro, 5 Kinder-713 Euro).


Freie Waldorfschule Wiesbaden
Albert-Schweitzer-Allee 40
65203 Wiesbaden-Biebrich

Telefon: 0611 / 60 -7080, Telefax: 0611 / 60-70810


Daten der Waldorfschule Wiesbaden

Träger der Freien Waldorfschule Wiesbaden ist ein gemeinnütziger Verein der Eltern und Lehrer der Schule.

55 pädagogische MitarbeiterInnen betreuen etwa 435 SchülerInnen aus 230 Elternhäusern in den Klassen Eingangsstufe bis 13.

Etwas mehr als die Hälfte der Schulkinder kommt aus dem Stadtgebiet Wiesbaden, der Rest verteilt sich auf Rheingau-Taunus und Main-Taunus-Kreis.

Kontaktdaten

Freie Waldorfschule Wiesbaden e.V.

Schulverwaltung
Albert-Schweitzer-Allee 40
65203 Wiesbaden
Telefon
0611 / 60-7080
Telefax
(+49) 611- 6070810
E-Mail
infowaldorfschule-wiesbadende
Internet

Sprechzeiten / Treffpunkt

Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr
Schulbüro Tel. 0611 / 60-7080

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