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Wirtschaft

Industriekletterer/-kletterin: Manuel Stolper

Manuel Stolper, 27 Jahre, hat nach seiner Ausbildung zum Raumausstatter bei der Firma Multiform GmbH in Wiesbaden-Biebrich bei der Kletter-Spezial-Einheit eine Weiterbildung zum Industriekletterer absolviert.

Meine Entscheidung, nach meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zum Raumausstatter in Wiesbaden eine Weiterbildung zum Industriekletterer zu machen, war purer Zufall. Ich befand mich einfach in einer Phase, in der ich etwas Neues machen wollte! In dieser Zeit hatte mich ein Bekannter auf eine Baustelle mitgenommen, wo er als Industriekletterer tätig war. Meine Weiterbildung zum Industriekletterer fand in Bad Soden-Salmünster bei der Firma Kletter-Spezial-Einheit statt.

Voraussetzung für die Aufnahme ist eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf. Insgesamt gibt es drei Kurse zum Industriekletterer, bis man selbstständig arbeiten darf. Ich habe alle drei Level im Industrieklettern gemacht, den Höhenretter sowie einen Kurs für Offshore-Anlagen. Die Weiterbildung dauert insgesamt rund sechs Wochen, wobei man vor dem Level 3 ein Jahr im Level 2 gearbeitet haben muss. Erfahrungen sammelt man beim direkten Einsatz, wie zum Beispiel auf Baustellen, wo man dann komplexe Situationen bewältigen muss. Die Kletter-Spezial-Einheit war in Wiesbaden unter anderem bei der Sparkassen Versicherung im Einsatz, um an der Glasdecke im Innenhof Spiegel einzustellen oder um im Luisen-Forum Arbeiten im Schacht zu erledigen.

Mir gefällt an diesem Beruf, dass ich viel herumkomme – sowohl im In- als auch im Ausland. Was den Beruf außerdem einmalig macht, ist der einzigartige Ausblick, wenn man von den größten Skylines des Landes herabblicken kann. Das Im-Seil-Hängen und die Arbeit an sich sind auch nicht zu anstrengend. Auch lernt man in diesem Beruf viele Menschen kennen!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man bereit sein sollte, sich nicht nur auf einen Beruf zu fixieren, sondern auch Alternativen in Erwägung ziehen sollte. Gerade an meinem Beispiel wird deutlich, dass man auch nach der Erstausbildung noch einen "echt coolen Job", der für mich ganz schnell zum neuen Traumjob geworden ist, finden kann. Aber auch eine solide Schulbildung ist wichtig.

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