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Wirtschaft

Hebamme: Marina De Solda

Marina De Solda macht eine Ausbildung zur Hebamme in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden.

Sich in jungen Jahren einen Beruf auszusuchen, ist nicht einfach. Schon früh hatte ich den Impuls mit Menschen in besonderen Lebenslagen zu arbeiten. Durch eine Nebentätigkeit in der Gastronomie, habe ich mich für eine Ausbildung in dieser entschieden, doch nach langen Jahren in dieser Branche wurde mir klar, dass für mich persönlich der Sinn am Ende des Tages fehlt, ein Ergebnis wofür ich arbeite und jeden Tag gerne aufstehe.

Durch die Schwangerschaft meiner Schwester kam ich erstmals mit dem Thema Schwangerschaft und Geburt in Kontakt. Ich habe meine Schwester zu Vorsorgeuntersuchungen begleitet und gemerkt, das interessiert mich, das löst etwas in mir aus.  Nach einem längeren Work and Travel Aufenthalt in Australien wurde sozusagen der Herzenswunsch geboren, Hebamme zu werden.

Aus ganz tiefem Herzen habe ich gespürt, Hebamme ist mein Traumberuf.

Ich persönlich finde, dass die Ausbildung und der Beruf der Hebamme mit keinem anderen Beruf zu vergleichen ist. Es ist so intim und besonders. Ich bin dankbar, dass ich bei solchen Momenten, in denen Frauen zu Müttern werden, dabei sein darf. Wir werden während unserer Ausbildung durch Supervision einer Dozentin psychologisch begleitet.

Die Ausbildung gliedert sich in Theorie in Form von Blockunterricht und Praxis und einem Externat (zweimal sechs Wochen). Zu Beginn der Ausbildung überwiegt die Theorie und geht dann Schritt für Schritt in die Praxis über. Im praktischen Teil läuft man zunächst mit einer Hebamme mit, um zu sehen, zu hören, Erfahrung zu sammeln. Das erste Jahr ist sehr beobachtend um ein Gespür für diesen Beruf zu bekommen. Je weiter die Ausbildung fortschreitet umso mehr tritt die anleitende Hebamme in den Hintergrund und die Hebammenschülerin lernt immer selbstständiger zu arbeiten und bekommt stets ein Backup von der anleitenden Hebamme. Das zweimal sechswöchige Externat ist wie eine Art Praktikum, bei der man eine freiberuflich tätige Hebamme begleitet, bei Vor- und Nachsorgen und diversen Kursen.

Besonders gut an der Ausbildung gefällt mir, dass man mit wenigen Mitteln die Frauen in ihrem Sein unterstützen kann. Vor allem Geduld, Empathie und ein breites Wissen sind notwendig damit der Verlauf der Geburt interventionsarm bleibt. Man bekommt von den Frauen so viel Dank zurück, nur weil man da ist, mit guten Worten, wenn sie ihr kleines Glück im Arm halten. Unendlich viel Wissen über Physiologie und Pathologie in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett um nach Möglichkeit einzugreifen, wenn es nötig ist. Das ist optimal.

Die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken verfügen über ein Level 1 Perinatalzentrum, d.h. im Haus befinden sich eine Kinderklinik mit Kinder-Intensivstation,- Frauen mit Risikofaktoren und Risikoschwangerschaften werden begleitet und Frühgeborene können optimal versorgt werden. Dies bietet mir als Hebamme einen soliden Grundstein durch den ich viel lernen kann.

Man sollte für den Beruf der Hebamme vor allem Empathie, Geduld und den Wunsch haben, etwas Wundervolles, Besonderes auf einem Stück des Weges zu begleiten. Das Wort Hebamme besteht aus dem Wort heben, jemanden heben und dem Wort Amme, eine Frau die nährt, unterstützt mit guten Worten zur Seite steht.

Ich möchte nach meiner Ausbildung als freiberufliche Hebamme tätig werden. Nach meinem letzten Externat ist mir klar geworden, dass die freiberufliche Arbeit mein Weg sein wird.

Jugendlichen, die gerade in der Phase der Orientierung sind, würde ich raten, in erster Linie auf ihre innere Stimme zu hören und darauf zu vertrauen, dass es das richtige ist. Mit sich ehrlich sein und weniger auf Empfehlungen anderer, seien es die Eltern oder Freunde, zu hören und durch Praktika Einblicke in Berufsfelder zu erhalten, um ein Gefühl dafür zu entwickeln was zu mir passt, wofür mein Herz brennt und wofür ich morgens gerne aufstehe.

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