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Wirtschaft

Schornsteinfeger/-in: Marvin Thompson

Marvin Thompson, 18 Jahre, lernt im ersten Ausbildungsjahr Schornsteinfeger bei der Firma Wörle.

Ich wusste lange nicht, was ich später einmal beruflich machen will. Auf keinen Fall sollte es eine Tätigkeit sein, bei der ich den ganzen Tag im Büro sitzen muss, sondern eher ein handwerklicher Beruf. Zuvor hatte ich bereits Praktika in einer Autowerkstatt, als Fachkraft für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und als Webdesigner gemacht und dabei festgestellt, dass mir diese Berufe nicht zusagen. Der Zufall wollte es, dass mein Nachbar Bezirksschornsteinfeger ist. Nach einem Praktikum bei ihm, welches mir sehr gut gefallen hat, habe ich mich beworben und wurde angenommen.

Für den Beruf des Schornsteinfegers sollten einem die Fächer Mathe und Physik leicht fallen, denn man muss bei der Prüfung der Schornsteine sowie weiterer Abgasanlagen viele Berechnungen und Messungen durchführen. Wir testen zum Beispiel die Dichtigkeit unter Überdruck und bei Abgasschornsteinen die einwandfreie Rauchgasabführung, -temperatur und die Durchfeuchtung. Diese wiederum überprüfen wir auf den freien Querschnitt und verwenden dazu unter Umständen eine Schornsteinkamera. Besonders starke und verhärtete Ablagerungen schlagen wir ab oder kratzen diese aus. Zum Reinigen verwenden wir Kehrleinen, -besen und Ketten. Wir kontrollieren und reinigen außerdem weitere Feuerungs- und Lüftungsanlagen, wie zum Beispiel die Dunstabzugshauben in Großküchen und Gastbetrieben oder bei Neubauten.

Besonderen Spaß macht mir, dass ich viel im Freien (auch auf dem Dach) arbeiten kann und immer in Bewegung bin. Das hält mich fit. Auch das "von Haus zu Haus gehen" finde ich sehr spannend und abwechslungsreich. Ich habe viel Kontakt mit Menschen und lerne diese über die Jahre gut kennen, da ich ja in regelmäßigen Abständen wiederkomme. Gleichzeitig trage ich eine hohe Verantwortung, denn ich erhalte während meiner Tätigkeit einen direkten Einblick in deren Privatsphäre.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur raten, möglichst viele verschiedene Berufe im Rahmen eines längeren Praktikums auszuprobieren. Erst danach sollte man sich entscheiden, was man einmal werden möchte.

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