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Wirtschaft

Hörakustiker/-in: Mathias Schiemenz

Mathias Schiemenz macht eine Ausbildung zum Hörakustiker bei HörNatur Akustik Arntz.

Ich habe vieles im handwerklichen Bereich ausprobiert, durch Probearbeiten und Praktika habe ich Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder bekommen. Die Idee eine Ausbildung zum Hörakustiker zu machen kam von der Handwerkskammer. Da ich selbst von Geburt an hörbeeinträchtigt bin, hat mir die Idee gleich gut gefallen. Durch ein Praktikum konnte ich in den Berufsalltag des Hörakustikers hineinschnuppern und habe schnell gemerkt, dass mir die Arbeit viel Spaß macht. Man hat viel mit Menschen zu tun und von klein auf habe ich immer gerne Menschen geholfen.

Die Ausbildung ist eine duale Ausbildung, das heißt man ist zum einen im Betrieb und man hat Blockunterricht. Einmal pro Quartal bin ich für vier bis fünf Wochen in Lübeck zur Schulung.

Man kann sagen, dass die Arbeit im Betrieb neben dem Kundenkontakt ungefähr 50 Prozent handwerklicher Art ist und 50 Prozent Computertätigkeiten wie zum Beispiel lesen und auswerten von Grafiken.

Besonders gut an meiner Ausbildung gefällt mir, dass ich den Erfolg sehen kann. Die Menschen, auch viele ältere, sind sehr dankbar, wenn ich ihnen geholfen habe. Ich habe immer viel zu tun und es gibt mir ein gutes Gefühl wenn ich sehe, dass es dem Menschen besser geht als vorher. Besonders Hausbesuche mache ich gerne, bei älteren Menschen die nicht mehr gut nach draußen können oder in Altenheimen. Sie erzählen viel und freuen sich wenn man kommt und sich für sie Zeit nimmt anstatt sie nur abzufertigen. Dann bekomme ich manchmal zehnmal "Danke" hinterhergerufen.

Wir haben aber auch viele Bestandskunden oder Laufkundschaft. Wir bieten neben Hörgeräten, Hörbrillen und Hörschmuck auch Hörtraining, Gleichgewichtstraining, Gehörschutz für zum Beispiel Jäger oder Bauarbeiter, Schwimmschutz, Schlafgehörschutz, Partygehörschutz und in "ear monitoring" an. Es wird entweder bei Hörgeräten die entsprechende Frequenz verstärkt oder bei Hörschutz gedämpft.

Jugendlichen, die noch auf der Suche nach dem geeigneten Ausbildungsberuf sind, empfehle ich zunächst einmal, sich zu fragen: "Was ist mein Ziel und was will ich erreichen?" Das heißt, möchte ich zum Beispiel mit Menschen arbeiten und helfen oder lieber draußen im Gartenbereich mit Pflanzen arbeiten, im Büro, viel Geld verdienen, also was ist mir wichtig?

Dann so viele Praktika wie möglich zu machen, um in verschiedene Berufe reinzuschnuppern, Probe zu arbeiten um einen besseren Eindruck zu bekommen. Man sollte sich die Infos nicht alle online einholen. Am besten ist es, sich einen Betrieb rauszusuchen, indem man gerne arbeiten möchte. Dann hin gehen, mit den Menschen sprechen und nachfragen. Sich nicht frühzeitig am Telefon abwimmeln lassen, sondern dran bleiben, wenn man es wirklich will.

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